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Die besten Himmelsereignisse im März haben mit der Sonne und dem Mond zu tun. Die veranstalten innerhalb von zwei Wochen eine Sonnen- und eine Mondfinsternis.
Frankfurt – Der März ist der Monat, in dem der astronomische Frühling beginnt. Dieses Jahr überquert die Sonne am 20. März um 10.01 Uhr den Frühlingspunkt und läutet damit den Frühling ein. Das kann man auch am Nachthimmel sehen: Dort sind zwar im Westen noch die Wintersternbilder wie Orion zu sehen. Am restlichen Himmel machen sich jedoch langsam die Frühlingssternbilder breit: Löwe, Jungfrau und Bärenhüter mit dem hellen Stern Arktur tauchen auf.
Wer den Blick nach oben richtet, kann dort vielleicht das unscheinbarste Sternbild des Tierkreises ausmachen: Der Krebs ist sehr lichtschwach, beherbergt aber gleich zwei interessante offene Sternhaufen: M44, die „Krippe“ und M67. Die „Krippe“, die im Englischen gern auch „beehive“ (Bienenstock) genannt wird, kann man mit bloßem Auge als nebliges Fleckchen wahrnehmen. Sie beherbergt mehr als 300 Sterne, die etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Der Sternhaufen M67 ist mit einem Fernglas zu sehen und beinhaltet rund 500 Sterne. Er gilt mit etwa vier Milliarden Jahren als sehr alt.
Sternenhimmel im März 2025: Merkur ist Anfang des Monats gut zu sehen
Während die Planeten im Januar und Februar sehr gut zu sehen waren, nimmt ihre Sichtbarkeit im März langsam ab. Nur einer verbessert sich für kurze Zeit deutlich: Merkur. Der sonnennächste Planet ist nur gelegentlich am Himmel zu sehen, da er sehr nah an der Sonne steht und meist von deren Licht überstrahlt wird.
Anfang März ist er in der Abenddämmerung jedoch sehr gut zu sehen, am besten am 5. März. Wer den kleinen Planeten am 7. März mit dem Teleskop anvisiert, kann erkennen, dass er nur halb beleuchtet ist – genau wie der Mond zeigt der Merkur Phasen. Ab dem 10. März ist es aber schwierig, ihn noch am Abendhimmel zu finden.
Venus, Mars und Jupiter sind lange nicht mehr so gut am Himmel zu beobachten
Die Venus war lange als „Abendstern“ am Himmel zu sehen, doch diese Zeit ist nun langsam vorbei. Ihre Helligkeit, die am 14. Februar ihren Höhepunkt erreicht hatte, lässt immer weiter nach – ab dem 20. März ist sie kaum noch zu erkennen. Am 25. März ist die Venus am Morgen- und Abendhimmel zu sehen – beide Male allerdings nur mit einem Fernglas. Anschließend beginnt ihr Auftritt als „Morgenstern“.
Der Mars hat den Höhepunkt seiner Sichtbarkeit ebenfalls überschritten. Er ist im März zwar noch bis lange nach Mitternacht am Himmel zu sehen, doch auch er wird leuchtschwächer und kleiner und geht jeden Abend etwas früher unter. Das gilt auch für Jupiter: Er ist hauptsächlich in der ersten Nachthälfte zu sehen und verliert ebenfalls an Helligkeit. Der Saturn ist im März nicht zu erkennen. Könnte man ihn sehen, könnte man am 23. März ein seltenes Phänomen beobachten: Von der Erde aus schaut man genau auf die Kante seiner Ringe – und die scheinen dadurch zu verschwinden.
Ein Himmels-Highlight des Monats: eine schwer zu beobachtende Mondfinsternis
Die Himmels-Highlights des Monats März haben nichts mit Planeten zu tun – dafür aber mit unserer Sonne und dem Mond. Am frühen Morgen des 14. März fällt der Schatten der Erde genau auf den Mond – eine Mondfinsternis beginnt. Beobachtet man das Himmelsschauspiel beispielsweise in den USA, kann man eine totale Mondfinsternis sehen. Hierzulande kann man mit etwas Glück den Beginn einer partiellen Mondfinsternis beobachten.
Der Mond steht zu Beginn der Finsternis bereits sehr tief am Himmel und geht kurz nachdem der Schatten den Mond berührt, unter. Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde betont gegenüber fr.de von IPPEN.MEDIA: „Man braucht einen wirklich freien Blick zum Westhimmel, um etwas davon zu sehen.“
Das eigentliche Himmels-Highlight im März: eine partielle Sonnenfinsternis zur besten Zeit
Viel besser sehen die Bedingungen dann allerdings gut zwei Wochen später aus, wenn eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen sein wird. Am 29. März schiebt sich der Neumond zwischen die Sonne und die Erde und bedeckt für eine Weile einen Teil der Sonnenscheibe. Die Finsternis ereignet sich zu einer Zeit, zu der die Sonne besonders hoch am Himmel steht. „Der Höhepunkt ist etwa um 12.20 Uhr“, weiß Pilz. „Man kann teilweise die Verfinsterung der Sonne für etwa eine Stunde verfolgen, die Dauer hängt vom Standort ab.“
Der Experte betont aber auch: Man sollte keinesfalls ungeschützt in die Sonne schauen oder „irgendwelche“ Hilfsmittel benutzen. „Vieles davon lässt einen Teil der Strahlung durch – unsichtbar, aber dennoch schädlich.“ Pilz empfiehlt, lieber auf Nummer sicher zu gehen und sich einen geeigneten Schutz zu besorgen. „Gut geeignet sind die Sonnenfinsternisbrillen, die es für ein paar Euro im Handel gibt.“ Allerdings haben Fachleute im vergangenen Jahr auch vor falschen Sonnenfinsternisbrillen aus dem Internet gewarnt. Mit wenig Materialeinsatz kann man sich auch eine sichere Lochkamera basteln, mit der man die Sonnenfinsternis beobachten kann. (tab)

