Nur für Frühaufsteher: Wann die Mondfinsternis am 14. März zu sehen ist
VonTanja Banner
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Hierzulande kann man von der Mondfinsternis nur den Beginn beobachten – wenn man früh genug aufsteht. Was Sie über die „MoFi“ im März 2025 wissen müssen.
Frankfurt – Normalerweise ist eine Mondfinsternis einfach zu beobachten. Man benötigt keine Ausrüstung und keinen speziellen Beobachtungsplatz, um das Himmelsspektakel zu verfolgen. Doch bei der ersten von zwei Mondfinsternissen des Jahres 2025 ist das anders. Während anderswo am 14. März 2025 sogar eine totale Mondfinsternis zu beobachten sein wird, ist es hierzulande schwierig, den verfinsterten Mond überhaupt zu sehen (die Mondfinsternis im Liveticker).
Das Problem: Wenn die Verfinsterung beginnt, steht er bereits sehr tief am Himmel und ist im Begriff, unter dem Horizont zu verschwinden. Kurz nachdem der dunkle Kernschatten beginnt, sich über den Vollmond zu schieben, geht der bereits im Westen unter. Trotzdem kann man es versuchen, die partielle Mondfinsternis am 14. März 2025 zu beobachten – die Höhe des Mondes ist nämlich auch vom Beobachtungsort abhängig.
Mondfinsternis am 14. März 2025 – In den USA gibt es sogar einen „Blutmond“
Die partielle Mondfinsternis beginnt – der Vollmond wird von links vom Kernschatten der Erde angeknabbert.
6.46 Uhr:
Der Mond geht in Frankfurt am Main unter.
7.26 Uhr:
Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
7.58 Uhr:
Der Vollmond ist jetzt maximal verfinstert. Wer den Mond jetzt sehen kann, sieht einen Blutmond.
8.31 Uhr:
Die totale Mondfinsternis ist zu Ende, der Kernschatten der Erde gibt den Mond nach und nach wieder frei.
9.47 Uhr:
Die partielle Mondfinsternis ist zu Ende, jetzt liegt nur noch der Halbschatten der Erde auf dem Mond. Das ist kaum zu erkennen.
11.00 Uhr:
Auch die Halbschattenfinsternis ist jetzt zu Ende – der Erdschatten hat den Vollmond wieder komplett freigegeben.
Quelle: timeanddate.de
Die Mondfinsternis beginnt in Deutschland sehr früh am Morgen
Wer sich die kurze und unspektakuläre partielle Mondfinsternis in Deutschland anschauen möchte, muss früh aufstehen: Schon gegen 5 Uhr morgens berührt der Halbschatten der Erde den Mond und zieht sich nach und nach über die gesamte Mondoberfläche. Das kann man sehen, allerdings nur, wenn man genau hinschaut: Der Mond scheint von einem leichten Grauschleier überzogen zu werden. Besonders spektakulär und sehenswert ist das nicht.
Der Teil der Mondfinsternis, den man mit bloßem Auge gut sehen kann, fängt um kurz nach sechs Uhr morgens an. Dann berührt der Kernschatten der Erde den Mond und beginnt, die Mondscheibe von der linken Seite her „anzuknabbern“. „Man braucht einen wirklich freien Blick zum Westhimmel, um etwas davon zu sehen“, sagt auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) gegenüber IPPEN.MEDIA. In Frankfurt am Main steht der Mond zum Beginn der Mondfinsternis noch etwa fünf Grad über dem Horizont, in München sind es noch etwa drei Grad.
Der Vollmond steht während der Mondfinsternis in Deutschland sehr tief am Himmel
Zum Vergleich: In der Astronomie kann man die eigenen Hände verwenden, um Entfernungen abzuschätzen. Streckt man den Arm komplett nach vorne, entspricht eine Faustbreite etwa zehn Grad, eine Daumenbreite entspricht ungefähr 2 Grad. Der Mond befindet sich in Frankfurt also nicht mehr ganz drei Daumenbreiten über dem Horizont. Wer da eine Mondfinsternis beobachten möchte, braucht schon einen besonders freien Blick nach Westen.
Beobachtungsort
Monduntergang am 14. März 2025
Berlin
6.29 Uhr
München
6.34 Uhr
Hamburg
6.43 Uhr
Stuttgart
6.44 Uhr
Frankfurt
6.46 Uhr
Bremen
6.47 Uhr
Köln
6.54 Uhr
Quelle: timeanddate.de
Der Mond geht kurz nach dem Start der partiellen Mondfinsternis in Deutschland unter
Angenommen, man hat diesen Blick, dann kann man bis zum Monduntergang gegen 6.45 Uhr (die genaue Zeit variiert genau wie die Mondhöhe je nach Beobachtungsort) sehen, wie der Mond von links immer weiter „angeknabbert“ wird. In diesem Stadium verschwindet der Mond unter dem Horizont. Gegen 7.30 Uhr beginnt dann die totale Phase der Mondfinsternis – überall dort, wo der Mond jetzt noch am Himmel steht, kann man den „Blutmond“ bewundern. Die maximale Verfinsterung wird gegen 8 Uhr erreicht, um 11 Uhr ist die gesamte Mondfinsternis vorbei – falls man überhaupt die Chance hatte, sie zu sehen.
Wer sich für die unspektakuläre partielle Mondfinsternis nicht so früh den Wecker stellen möchte, der sollte sich den 7. September 2025 im Kalender markieren. An diesem Tag geht der Mond bereits vollständig verfinstert über Deutschland auf – dann ist der „Blutmond“ in all seiner Pracht auch hierzulande zu bewundern. (tab)