Bewerbungstipps

Motivationsschreiben – mit diesen drei Tipps überzeugen Sie jedes Unternehmen

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Im Unterschied zum Anschreiben ist ein Motivationsschreiben viel persönlicher. Damit die „dritte Seite“ den Personaler überzeugt, sollten Sie einige Dinge beachten.

Das Motivationsschreiben, oft auch „dritte Seite“ genannt, ist ein Zusatz zum Anschreiben und zum Lebenslauf und soll die Intention der Bewerbung detaillierter erklären. Oft ist das Motivationsschreiben freiwillig, manchmal wird es in der Stellenausschreibung aber auch explizit gefordert. Nach Angaben des Portals Karrierebibel kommt die „dritte Seite“ mittlerweile bei jeder vierten Bewerbung zum Einsatz. An der Frage, ob man ein Motivationsschreiben verfassen sollte, auch wenn es nicht verlangt wird, scheiden sich jedoch die Geister.

Motivationsschreiben nötig oder nicht?

Für Personaler, die oft innerhalb weniger Sekunden entscheiden, könnte ein Motivationsschreiben sinnloses Beiwerk sein, erklärt das Portal ArbeitsABC. Insbesondere, wenn sich auf der „dritten Seite“ inhaltsleere Standard-Floskeln aneinanderreihen. Unternehmen bevorzugen dann eher eine klar strukturierte und prägnante Bewerbung mit einem Lebenslauf, der die wichtigsten Stationen aufzählt. Andere hingegen sehen in einem Motivationsschreiben einen Beweis für Eigeninitiative und Engagement. Wenn Sie etwas Mühe und Zeit investieren, kann das Zusatzdokument die perfekte Gelegenheit bieten, Ihre Eignung und Leidenschaft für die angestrebte Position zu unterstreichen, erklärt das Portal Stepstone. Beachten Sie dazu folgende Bewerbungstipps:

Ein gelungenes Motivationsschreiben zeichnet sich durch eine klare Struktur, überzeugende Inhalte und ansprechende Formulierungen aus.

1. Seien Sie originell

Genauso wenig wie Bewerber bestimmte Phrasen in Stellenanzeigen nicht mehr sehen können, wollen Personaler keine Standard-Formulierungen im Motivationsschreiben sehen. Wenn Sie originellere Worte wählen und etwas kreativer werden, können Sie hingegen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, betont das Portal ArbeitsABC. Das kann vor allem dann entscheidend sein, wenn es zum Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem anderen Bewerber kommt.

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Ein aussagekräftiges Schreiben beginnt bereits mit der Überschrift. Sie können das Dokument ganz sachlich mit „Motivationsschreiben“ betitelt, erklärt das Portal Karrierebibel. Um aufzufallen, können Sie aber auch den Adressaten direkt ansprechen oder durch eine Frage Neugier wecken. Im weiteren Verlauf sollten Sie laut Karrierebibel selbstbewusst betonten, welchen Mehrwert Sie bringen. Keinesfalls sollte Ihr Schreiben nach einer Rechtfertigung klingen.

2. Spiegeln Sie die Werte des Unternehmens

Zeigen Sie in Ihrem Schreiben, dass Sie das Unternehmen und dessen Kultur verstanden haben, rät das Portal Stepstone. Dazu können Sie sich zum Beispiel auf der Webseite der Firma informieren. Erklären Sie, inwiefern Ihre eigenen Werte und Ihre Arbeitsweise mit denen des zukünftigen Arbeitgebers übereinstimmen. Gehen Sie darauf ein, was genau Sie am Unternehmen fasziniert und erläutern Sie, welche Qualifikationen und welche Soft Skills Sie beitragen können. So vermitteln Sie den Eindruck, dass Sie gut ins Team passen und zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Übereiben Sie dabei aber auch nicht.

3. Zeigen Sie Ihre Persönlichkeit

Das Motivationsschreiben ist ein Zusatz, keine Wiederholung des Anschreibens oder des Lebenslaufs. Sie sollten es vermeiden, dass die „Dritte Seite“ eine reine Aufzählung Ihrer Fähigkeiten wird. Stattdessen sollten Sie Ihr Können mit konkreten Beispielen und Erfahrungen belegen, rät das Portal Karrierebibel. Dazu zählen beispielsweise berufliche Erfolge und Projekte, an denen Sie mitgewirkt haben. Auch private Interessen oder soziales Engagement können Sie einbringen, wenn Sie den Eindruck haben, dass es zu der Stelle passt.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Vorsicht bei unbekannten Anrufen: Betrüger geben sich in Frankfurt wieder als Polizisten aus.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Durch genaue Schilderungen wird das Motivationsschreiben glaubwürdiger und überzeugender, erklärt das Portal Stepstone. Um das Schreiben zu erleichtern, können Sie vorab notieren, welche Botschaften und Inhalte Sie abdecken möchten und sich dann daran entlanghangeln. Um noch mehr Input zu erhalten, können Sie für eine bessere Bewerbung auch die KI zur Rate ziehen. Mögliche Leitfragen, an denen Sie sich laut Karrierebibel orientieren können, lauten:

  • Warum will ich die Stelle?
  • Was begeistert mich daran?
  • Welchen wichtigen Entwicklungsschritt stellt die Position für mich dar?
  • Warum passe ich perfekt auf den Job?
  • Welche Ziele möchte ich im Unternehmen erreichen?

Rubriklistenbild: © Westend 61/Imago

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