Geheime Tricks

Vorsicht: Personaler unterziehen Bewerber heimlich „Salz-und-Pfeffer“-Test

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Personaler lassen sich allerhand Psycho-Tricks einfallen, um herauszufinden, ob ein Bewerber für eine Jobstelle geeignet ist. Ein Chef der Air Force berichtet über eine perfide Methode.

Ein Bewerbungsgespräch kann für Anwärter ein ziemlicher Spießrutenlauf werden – ohne, dass sie es wissen. Zumindest, wenn man danach geht, wie viele geheime Tricks von Personalern gerade viral gehen. Besonders auf Reddit mehren sich die Berichte, dass Recruiter oft scheinbar harmlose Situationen schaffen, mit denen sie heimlich Bewerber Tests unterziehen. Mit dem Ziel, herauszufinden, ob letztere die geeigneten (Charakter-)Eigenschaften für die Jobanforderungen mitbringen.

„Salz-und-Pfeffer“-Test im Bewerbungsgespräch entscheidet über Anwärter

Personaler und Chefs wenden heimlich bestimmte Methoden an, um Bewerbern auf den Zahn zu fühlen. (Symbolbild)

Nun macht ein neuer Psycho-Trick auf Reddit die Runde, der sogenannte „Salz-und-Pfeffer“-Test. Demnach handelt es sich hierbei um einen alten Post, der auf der beliebten User-Plattform wieder viral geht und von einem Chef der Air Force stammen soll. Darin wird berichtet, dass zwei Bewerber auf dem gleichen Job ähnliche Qualifikationen aufwiesen und es sehr schwer gewesen sei, sich für eine Person zu entscheiden.

"Never salt your food before trying it first" Great mentor moment from a Chief.
byu/StapJ inAirForce

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Der CEO hätte sie daher zu einem Essen eingeladen, um herauszufinden, wer der bessere Kandidat sei. Als das Essen ankam, habe einer sofort damit begonnen, Salz und Pfeffer auf sein Gericht zu streuen, während der andere erst kleine Bissen von jeder Speise auf seinem Teller nahm, bevor er es würzte. Letzterer bekam schließlich den Job – aus dem einfachen Grund: Salz oder etwas anderes auf sein Essen zu streuen, bevor man es probiert, sei ein Zeichen für Ungeduld und demnach Anlass, einen Bewerber abzulehnen.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Vorsicht bei unbekannten Anrufen: Betrüger geben sich in Frankfurt wieder als Polizisten aus.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Wer vor dem Probieren würzt, scheint ungeduldig

Die Erklärung dazu: Jemand mit dieser Charaktereigenschaft trifft eher voreilige Entscheidungen – und voraussichtlich sogar schlechte. Dass es den „Salz-und-Pfeffer“-Test wirklich gibt, bestätigt auch ein Tweet des Personalberaters Trenton Hughes. Er warnt darin: „Wenn ein Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, Sie zum Mittagessen einladen möchte .... Es ist ein Test … Es ist kein Festessen …“

Hughes geht sogar einen Schritt weiter und erklärt abschließend, dass es neben dem „Salz-und-Pfeffer“-Test noch weitere Dinge gibt, auf die Personaler besonders Wert legen: etwa, wie freundlich man mit dem Servicepersonal umgeht, wie schnell man bestellt oder ob man gute Tischmanieren aufweist.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Daniel Ingold

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