Vor und nach dem Gespräch

Sieben Faktoren, die zu Jobabsagen von Personalern führen

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Wer eine Bewerbung einreicht, hofft in der Regel, den Job zu bekommen. Oftmals ist dies jedoch nicht der Fall – die Ursachen, warum Personalchefs Nein sagen.

Sich durch verschiedene Stellenangebote scrollen, Informationen über Firmen einholen, die eigenen Bewerbungsunterlagen aktualisieren und verschicken – suchen Arbeitnehmer einen neuen Job, ist das oft mit viel Vorbereitungszeit verbunden. Ist die Bewerbung einmal abgeschickt, heißt es auf Rückmeldungen warten. Manchmal wird man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, manchmal erhält man direkt eine Absage. Aber warum sagen Personaler den Bewerbern eigentlich ab?

Jobabsage vor dem Bewerbungsgespräch: Was kann dahinterstecken?

Absagen gehören im Bewerbungsprozess dazu – sie sind dennoch oft enttäuschend. (Symbolfoto)

Wenn Sie dringend einen neuen Job bekommen wollen und wahllos Bewerbungen verschicken, kann das damit verbunden sein, dass Sie mit Ihrem aktuellen Job nicht zufrieden sind. Schickt man allerdings einfach unüberlegt seine Bewerbung an verschiedene Firmen, kann es sein, dass der Versuch nach hinten losgeht. Was Gründe für eine Absage noch vor dem Vorstellungsgespräch sein können:

  • Qualitative Beurteilung Ihrer Bewerbungsunterlagen: Ihre Unterlagen waren fehlerhaft oder unvollständig? Das kann direkt ein Ausschlusskriterium für Personaler sein.
  • Angegebene Gehaltsvorstellungen passen nicht: Bei einigen Stellenausschreibungen geben die Verantwortlichen direkt mit an, dass Bewerber Ihre Gehaltsvorstellungen nennen sollen. Das verschafft dem Unternehmen Orientierung und kann auch ein Faktor sein, dass Ihre Bewerbung aussortiert wird.
  • Über-/Unterqualifikation: Schauen Sie sich die Ausschreibung genau an und gleichen diese mit Ihren Qualifikationen ab. Erhalten Sie eine Absage, kann es sein, dass Sie für die ausgeschriebene Stelle über- oder unterqualifiziert sind, berichtet das Jobportal Kununu.
  • Stelle war nie wirklich frei: Es kann auch sein, dass die Stelle nie wirklich frei war, weil diese intern besetzt wurde und die Ausschreibung nur pro forma erfolgt ist. Eine weitere Möglichkeit ist, dass das Unternehmen nur seinen Marktwert testen will und sich einen Überblick verschafft, wer sich dort bewirbt, berichtet Karrierebibel.de.

Oft erhalten Bewerber Standardschreiben, aus denen der wahre Grund nicht hervorgeht. Das ist einerseits eine Zeitersparnis für die Unternehmen – andererseits schützen diese sich so auch vor Diskriminierungsvorwürfen.

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14 Jobs, die fast niemand machen will, obwohl sie gut bezahlt sind

Flugzeugenteiser als Job
Flugzeugenteiser: Flugzeugenteiser arbeiten in den Wintermonaten auf Flughäfen und sind dafür verantwortlich, Flugzeuge von Eis und Schnee zu befreien. Die Arbeit ist oft stressig und erfordert das Arbeiten unter extrem kalten Bedingungen. Das Gehalt ist jedoch attraktiv und liegt je nach Erfahrung zwischen 40.000 bis 70.000 Euro pro Jahr. © Imago
Gerümpel- und Entrümpelungsfachkraft
Gerümpel- und Entrümpelungsfachkraft: Diese Fachkräfte sind für die Räumung von Wohnungen, Häusern oder anderen Immobilien verantwortlich, oft nach Todesfällen, Zwangsräumungen oder wenn Menschen unter extremen Messie-Bedingungen gelebt haben. Die Arbeit kann emotional und physisch belastend sein, da sie oft in sehr unhygienischen Umgebungen durchgeführt wird. Das Gehalt kann zwischen 30.000 bis 55.000 Euro pro Jahr liegen. © Imago
Kanalarbeiter als Job
Kanalarbeiter: Kanalarbeiter sind für die Wartung und Reparatur von Abwassersystemen verantwortlich, oft in engen, dunklen und schmutzigen Umgebungen. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und mit starkem Schmutz und unangenehmen Gerüchen verbunden. Dennoch können erfahrene Kanalarbeiter ein Gehalt von 35.000 bis 60.000 Euro pro Jahr erwarten. © Shotshop/Imago
Forensischer Entomologe
Forensischer Entomologe: Forensische Entomologen untersuchen Insekten und deren Entwicklungsstadien an Verbrechensorten, um Todeszeitpunkte und andere Details zu ermitteln. Die Arbeit kann extrem unangenehm sein, da sie oft den direkten Umgang mit verwesenden Körpern erfordert. Das Gehalt liegt in der Regel zwischen 50.000 bis 90.000 Euro pro Jahr.  © Imago
Weltkriegsmunition-Entschärfer
Weltkriegsmunition-Entschärfer: Diese Spezialisten sind für die Entschärfung von Blindgängern und alter Kriegsmunition zuständig, eine extrem gefährliche Arbeit, die höchste Konzentration und Sorgfalt erfordert. Das hohe Risiko wird jedoch durch eine sehr gute Bezahlung kompensiert. Je nach Einsatzort und Gefährlichkeit können die Verdienste zwischen 60.000 bis 120.000 Euro pro Jahr liegen.  © Imago
Schädlingsbekämpfer entfernt Hornissen-Nest
Schädlingsbekämpfer: Schädlingsbekämpfer beseitigen Insekten, Nagetiere und andere Schädlinge aus Gebäuden und öffentlichen Bereichen. Die Arbeit ist oft unangenehm, da sie in engen, schmutzigen und manchmal gefährlichen Umgebungen durchgeführt wird. Die Bezahlung ist jedoch gut und kann zwischen 30.000 bis 50.000 Euro pro Jahr betragen. © Imago
Schlachter als Job
Fleischzerleger/Schlachter: Fleischzerleger und Schlachter arbeiten in Schlachthöfen und verarbeiten Tierkörper, was physisch und emotional belastend sein kann. Die Arbeit erfordert Kraft und Geschicklichkeit, und viele Menschen empfinden den Umgang mit toten Tieren als unangenehm. Dennoch können die Verdienste zwischen 30.000 bis 55.000 Euro pro Jahr liegen. © Imago
Bergarbeiter im Kohlebergbau
Bergarbeiter im Kohlebergbau: Bergarbeiter arbeiten unter der Erde im Kohlebergbau, was körperlich extrem anstrengend und gefährlich ist. Die Arbeit erfordert oft lange Schichten in einer gefährlichen Umgebung. Das Gehalt ist hoch, insbesondere in Regionen mit aktiver Kohleförderung, und liegt zwischen 45.000 bis 80.000 Euro pro Jahr. © Imago
Taucher für Unterwasserarbeiten
Taucher für Unterwasserarbeiten: Diese Taucher führen Arbeiten wie Reparaturen und Inspektionen unter Wasser durch, oft in trüben oder gefährlichen Gewässern. Die körperliche Belastung und die potenziellen Gefahren machen diesen Beruf unattraktiv, aber die Bezahlung ist hoch, insbesondere bei riskanten Einsätzen. Das Gehalt kann zwischen 50.000 bis 100.000 Euro pro Jahr liegen. © Imago
Leichenbestatter als Job
Leichenbestatter: Leichenbestatter sind für die Vorbereitung und Durchführung von Bestattungen verantwortlich, was den ständigen Umgang mit dem Tod und trauernden Angehörigen bedeutet. Die Arbeit kann emotional belastend sein, bietet jedoch auch Stabilität und ein gutes Einkommen. Je nach Region und Erfahrung können Leichenbestatter 40.000 bis 65.000 Euro pro Jahr verdienen. © Imago
Klärwerkstechniker als Job
Klärwerkstechniker: Klärwerkstechniker überwachen und warten die Prozesse in Kläranlagen, wo sie ständig mit Abwasser und unangenehmen Gerüchen konfrontiert sind. Die Arbeit erfordert technisches Wissen und die Bereitschaft, in einer unattraktiven Umgebung zu arbeiten. Das Gehalt liegt im Bereich von 35.000 bis 60.000 Euro pro Jahr. © Imago
Feldmesser auf Offshore-Ölplattformen
Feldmesser auf Offshore-Ölplattformen: Diese Spezialisten führen technische Messarbeiten auf abgelegenen Ölplattformen durch, oft unter extremen Wetterbedingungen. Die Arbeit ist gefährlich und erfordert lange Abwesenheiten von zu Hause, was sie unattraktiv macht. Dafür wird ein hohes Gehalt gezahlt, das zwischen 70.000 bis 120.000 Euro pro Jahr liegen kann. © Marc Morrison/Imago
Rattenfänger oder Schädlingsbekämpfer als Job
Rattenfänger: Rattenfänger oder Schädlingsbekämpfer bekämpfen Ratten und andere Schädlinge in urbanen oder ländlichen Gebieten. Die Arbeit erfordert oft den Einsatz in schmutzigen, unhygienischen Umgebungen, was den Job für viele unattraktiv macht. Das Gehalt kann je nach Erfahrung und Erfolg bei 30.000 bis 50.000 Euro pro Jahr liegen. © Christian Brenneke/Imago
Tatortreiniger als Job
Tatortreiniger: Tatortreiniger sind für die Reinigung von Schauplätzen verantwortlich, an denen Gewaltverbrechen, Unfälle oder Todesfälle stattgefunden haben. Die Arbeit erfordert eine hohe emotionale Belastbarkeit und eine gewisse Distanz zu unangenehmen Szenen. Die Bezahlung variiert je nach Erfahrung und Region, liegt aber oft zwischen 40.000 bis 70.000 Euro pro Jahr. © Imago

Absage des Jobs nach dem Vorstellungsgespräch: Das können Gründe sein

Auch das Vorstellungsgespräch ist noch kein Garant, dass Sie die Stelle erhalten. Was dabei schiefgehen kann:

  • Auftreten: Stellen sich Bewerber bei einem Unternehmen vor, kann das mit Nervosität verbunden sein. Für den Arbeitgeber ist das Verhalten aufschlussreich, wie der mögliche Arbeitnehmer mit Stress und Druck umgeht.
  • Teamgefüge: Es kann sein, dass die Verantwortlichen merken, dass Sie nicht ins bestehende Team passen. Damit werden nicht Ihre Charaktereigenschaften abgelehnt, sondern es wird eine Schwierigkeit gesehen, diese mit denen im Team zu vereinen, berichtet Kununu.de.
  • Zweiter Platz: Ihr Gefühl beim Vorstellungsgespräch ist gut und es lief alles nach Plan. Auch Ihr Gegenüber hat Ihnen das Gefühl gegeben, dass Sie gut in den Job passen könnten. Beachten Sie dennoch, dass im Bewerbungsprozess viele Menschen zum Gespräch eingeladen werden, da kann es sein, dass andere noch besser zur Stelle und ins Unternehmen passen.

Rubriklistenbild: © Olga Rolencino/Imago

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