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Technologiekonzern Bosch hat jüngst angekündigt, hunderte Stellen im Autobereich abbauen zu müssen. Nun trifft es auch die Werkzeugsparte.
Stuttgart - Technologiekonzern Bosch plant den Abbau von mehreren hundert Arbeitsplätzen am Hauptsitz seiner Power Tools Division. Dies wurde am Mittwoch (31. Januar) von einer Bosch-Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigt. „Nach aktuellem Stand geht das Unternehmen von einem Abbaubedarf bis Ende 2026 von bis zu 560 Stellen (...) aus“. Über ein Viertel der etwa 2.000 Mitarbeiter am Standort Leinfelden-Echterdingen im Kreis Esslingen sind von diesen Plänen betroffen. Insgesamt sind bei Power Tools deutschlandweit rund 3.100 Menschen beschäftigt.
In den vergangenen Wochen wurden ähnliche Pläne für die deutlich größere Autozuliefersparte bekannt. Bosch plant derzeit, bis zu 3.200 Stellen zu streichen – insbesondere in der Antriebssparte sowie in Bereichen, die für Fahrzeugcomputer, Steuergeräte und die entsprechende Software verantwortlich sind.
Bosch will einige Tätigkeiten aus Werkzeugsparte ins Ausland verlagern
Die Gründe für den Stellenabbau in der Werkzeugsparte von Bosch sind vielfältig. Unter anderem wurden veränderte Markt- und Kundenbedürfnisse vom Unternehmen als ein Faktor genannt. Die Sonderkonjunktur während der Corona-Pandemie hat den Bedarf weitgehend gedeckt. Darüber hinaus haben die hohe Inflation und die generell angespannte Wirtschaftslage das Konsumklima nachhaltig beeinträchtigt. Bosch plant zudem, in die Erweiterung seines Portfolios kabelloser Elektrowerkzeuge zu investieren und sein Geschäft in Nordamerika auszubauen.
„Um seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, muss das Unternehmen über die bereits laufenden Maßnahmen hinaus, wie etwa die Einsparung von Sachkosten, auch seine Personalkosten in den Zentral-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen senken“, heißt es vom Stuttgarter Weltkonzern. Einige Tätigkeiten sollen an kostengünstigere Standorte im Ausland verlagert werden. Thomas Donato, der Vorsitzende des Bereichsvorstands, betonte, dass dieser Schritt notwendig sei, um die Position von Bosch in einem hart umkämpften globalen Markt zu sichern und zu stärken.
Stellenabbau bei Bosch soll sozialverträglich gestaltet werden
Der Stellenabbau soll sozialverträglich gestaltet werden, so die Bosch-Sprecherin. Sie nannte Altersteilzeit- und Vorruhestandsangebote, Abfindungsvereinbarungen und die Vermittlung an andere Standorte der Bosch-Gruppe als Beispiele. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen zu diesen Plänen sollen nun beginnen. Bosch Power Tools produziert unter anderem Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und Zubehör. Zusammen mit den Haushaltsgeräten bildet diese Division den Geschäftsbereich Consumer Goods.
Auch bei Technologiekonzern ZF Friedrichshafen steht ein drastischer Stellenabbau im Raum. Der Betriebsratschef befürchtet den Abbau von rund 12.000 Arbeitsplätzen allein in Deutschland.
Der Redakteur Julian Baumann hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Arnulf Hettrich

