Technologiekonzern

Bosch plant weiteren Stellenabbau - insgesamt über 3.000 Stellen betroffen

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Bosch kündigt einen weiteren Stellenabbau an, diesmal in der Steuergeräte-Sparte. Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits über die Pläne informiert.

Stuttgart - Bosch, der größte Automobilzulieferer der Welt, hat den Abbau weiterer Arbeitsplätze angekündigt, diesmal in der Abteilung für Steuergeräte. Eine Sprecherin gab am Dienstag bekannt, dass bis Ende 2025 weltweit bis zu 500 Stellen angepasst werden müssten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Sowohl Verwaltungs- als auch Entwicklungsabteilungen seien betroffen. Die meisten der 500 zu streichenden Stellen würden auf die Standorte Ansbach, Reutlingen, Salzgitter und Schwieberdingen entfallen.

Der Technologiekonzern mit Sitz in Stuttgart entwickelt in seinem Geschäftsbereich Mobility Electronics elektronische Steuergeräte für Fahrzeuge. Der Markt für Automobilelektronik sei stark preisgetrieben, auch durch neue Anbieter, erklärte die Bosch-Sprecherin. Zudem verändere sich die bisherige Wertschöpfungskette: Autobauer entwickelten zunehmend selbst und ließen die Hardware von Auftragsfertigern kostengünstig herstellen. Dies stelle Systemlieferanten wie Bosch, die bisher die Entwicklung und Produktion von Steuergeräten für Autohersteller gebündelt hätten, vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen.

Bosch will auch in der Antriebssparte und im Softwarebereich massiv Stellen abbauen

Bosch beschäftigt in diesem Bereich weltweit etwa 40.000 Mitarbeiter, davon rund 12.500 in Deutschland. Die Mitarbeiter wurden über die Pläne informiert. Derzeit sei man im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern, um die Kosten und Strukturen der Abteilung an die Marktveränderungen anzupassen. „Wir setzen auf die interne Vermittlung von Mitarbeitenden in andere Bereiche und die Nichtnachbesetzung bei Personalwechseln“, wurde mitgeteilt.

Autozulieferer Bosch hat erneut einen Stellenabbau angekündigt. Auch der Standort Reutlingen soll betroffen sein.

In den letzten Wochen hatte Bosch bereits zweimal angekündigt, den Stellenabbau in Betracht zu ziehen. In der Antriebssparte, die bisher stark vom Verbrennungsmotor abhängig ist, könnten bis zu 1500 Arbeitsplätze wegfallen. Weitere 1200 Stellen könnten im Bereich Cross-Domain Computing Solutions, der für Fahrzeugcomputer, Sensoren und Steuergeräte sowie die zugehörige Software verantwortlich ist, zur Disposition stehen.

Stellenabbau bei Bosch soll durch sozialverträgliche Lösungen erfolgen

Der Technologiekonzern strebt in allen drei Fällen eine sozialverträgliche Lösung an. „Wir halten an der Zukunftsvereinbarung fest“, sagte die Sprecherin. Diese Vereinbarung, die im vergangenen Sommer mit den Arbeitnehmervertretern getroffen wurde, schließt betriebsbedingte Kündigungen für die fast 80.000 Mitarbeiter der Zulieferersparte in Deutschland bis Ende 2027 aus. Bosch beschäftigt weltweit rund 420.000 Menschen. Auch beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen geht die Sorge um einen drastischen Stellenabbau um.

Der Redakteur Julian Baumann hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Sascha Walther

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