Der 60 Meter lange Stauferfries für Schwäbisch Gmünd ist vollendet

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Das Stauferfries in der Gmünder Ledergasse ist fertiggestellt.
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Das Kunstwerk in der Gmünder Ledergasse wird feierlich an Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold übergeben. Die Geschichte hinter dem 60 Meter langen Objekt.

Schwäbisch Gmünd. Mit den Worten „In diesem Sinn übergab der Schultheiß 1266 einen Schlüssel an Konradin bei seinem Einzug in Gmünd“, reichte Gero, Sohn des Künstlers Helmut Gruber-Ballehr Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold am Samstagabend einen meterlangen Schlüssel als Symbol für die Übergabe des Kunstwerks Stauferfries an die Stadt. „Ein Schlüssel steht für Verantwortung!“, fügte er hinzu.

Der "Malgrund" für Konradins Einzug in Gmünd

Wie Enkel Kolja erläuterte, habe Helmut Maximilian Gruber-Ballehr die 60 Meter Backstein der Remsgalerie in der Ledergasse als „Malgrund“ genutzt für Konradins Einzug in Schwäbisch Gmünd an Weihnachten 1266. Aus des Künstlers schwungvoller Pinselzeichnung wurde der Plan für den Fries, der bei Sonnenschein lebendige Schattenspiele wirft, bei Dunkelheit durch LED-Leuchten, die aus der anfänglich öden Mauer ein Kunstwerk machen.

Der Künstler war fasziniert von der Staufersaga 2012

Oberbürgermeister Richard Arnold erinnerte an den Entstehungsprozess. Der Künstler, fasziniert von der Staufersaga im Jahr 2012, stellte bereits ein Jahr später eine 15 Meter lange Pinselzeichnung mit der Vision von Konradins Einzug in Schwäbisch Gmünd im Prediger aus. Eine detailliertere Bleistiftzeichnung wurde Grundlage für den 60 Meter langen Fries.

Lichtspiele bei Tag und Nacht in der Gmünder Ledergasse

Die heute bei Tag und Nacht entstehenden Lichtspiele unterstreichen Gmünds Image als Stadt des Lichts und Schattens (Internationales Schattentheatermuseum). Ein reizvoller Kontrast ergebe sich mit dem nahe gelegenen Forum Gold und Silber, dem Symbol für die Gold- und Silberstadt Gmünd.

Die Gesamtkosten liegen bei über 400.000 Euro

Mit Gründung des gemeinnützigen Vereins Stauferfries konnten die Gesamtkosten von über 400.000 Euro in Spenden eingebracht werden. 2021 war der erste Teil, das „Rad der sieben Künste“, als Prototyp fertig. Dann begann die Serienproduktion der weiteren Elemente. Im Sommer 2022 wurden die ersten 33 Meter montiert, 2023 das letzte Teilstück produziert und nun der gesamte Gmünder Stauferfries an die Stadt übergeben.

Ein ganzes Team hat bei der Umsetzung mitgewirkt

Viele haben an der Umsetzung des Kunstwerks mitgewirkt. Als unermüdlicher Berater arbeitete Professor Hubert Herkommer eng mit dem Künstler an der historisch fundierten Darstellung. Die technische Umsetzung für Zeichnung, Unterkonstruktion, statische Sicherung und Montage lag in Händen von Ingenieur Günter Reichert. Die Umsetzung in Schablonen, Installation von LED-Beleuchtung und Endmontage erfolgte in der Straßdorfer Firma HB-Laserkomponenten GmbH, die Produktion der Edelstahlsegmente und des Schlüssels in der Heidenheimer Respa Edelstahltechnik GmbH.

Ein feierlicher Rahmen zur Übergabe des Stauferfrieses in Gmünd

Im feierlichen Rahmen erlebten die zahlreichen Gäste in der Ledergasse die Urkundenunterzeichnung durch Almuth Gruber-Ballehr und OB Arnold. Als das Posaunenquartett der Musikschule begann, bezogen vier Fahnenträger des Vereins Staufersaga Position, mit vier rot-weißen Einhorn-Fahnen und einer Stauferfahne, Löwen auf gelbem Grund. 

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