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Die Aalener Kombi-Lösung: gut für alle im Ostalbkreis

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Die Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis war lange unklar. Nun soll der Regionalversorger nach Essingen kommen.
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Jürgen Steck findet, dass eine Weiterentwicklung des Ostalbklinikums in Aalen gut wäre für die Bürgerinnen und Bürger im Ostalbkreis.

Wo ist der beste Standort für ein zentrales Klinikum im Ostalbkreis, für den Regionalversorger? Wenn eines klar ist in der Debatte, dann dieses: Die perfekte Lösung, die gibt es nicht.

Nicht weit her mit der Einheit

Was die Debatte aber zeigt, ist, dass es von der im Jubiläumsjahr viel beschworenen Einheit nicht so weit her ist, wie das manche gerne hätten. Und dass vieles, was jetzt zur Entscheidung ansteht, so entschieden wird, nicht weil es die bessere Lösung im Sinne einer besseren Gesundheitsversorgung ist. Sondern es spielen andere Dinge eine Rolle. Ängste, dass man etwas verliert. Misstrauen gegenüber Veränderungen. Oder man sieht Chancen – Nebeneffekte durch Absprachen. Wie auch immer: Für die Weiterentwicklung des Aalener Ostalbklinikums zum Regionalversorger spricht vieles. Ganz sicher der Kostenfaktor. Weil vieles schon steht. Und wer da anders rechnet, der muss damit rechnen, dass scharf nachgerechnet wird. Für das Ostalbklinikum spricht ebenso sicher das Thema Nachhaltigkeit. Einfach, weil vieles schon da ist, also weniger Fläche versiegelt werden muss.

Ostalbklinikum: Schneller, günstiger und nachhaltiger

Auch ist davon auszugehen, dass es schneller geht, wenn am Ostalbklinikum erweitert wird. Schnellerer Bau bedeutet, dass es schneller geht, bis wirtschaftlichere Strukturen helfen, Defizite zu senken. Kosten, Nachhaltigkeit, Bauzeit: Das sind alles Argumente für alle im Ostalbkreis.

Gutachten und die einseitige Kritik

Zur Erreichbarkeit: Da kommt’s drauf an, wo man wohnt. Und auch im Osten wohnen Menschen - sogar mehr als im Westen. Ja, die Stadt Aalen hat versucht, die Argumente mit Analysen zu unterfüttern. Das sollte nicht mit Argwohn verfolgt werden. Schon gar nicht mit dem Einwurf, dass dies Gefälligkeitsgutachten seien, weil Aalen der Auftraggeber sei. Denn wer so argumentiert, der darf sich nicht wundern, wenn ähnliche Kritik in Richtung Landrat formuliert wird. Denn der hat ja das Endera-Gutachten in Auftrag gegeben, das jetzt als allein selig machend gelten soll.

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