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Michael Länge befürwortet in der Klinikdebatte das vom Ostalbkreis in Auftrag gegebene Standort-Gutachten.
Endlich. Werden die meisten Menschen im Ostalbkreis sagen, wenn die Kreisräte am 5. März über den Standort des künftigen Regionalversorgers entscheiden. Basis für diese Entscheidung ist das Ergebnis eines Standort-Gutachtens, das Landrat Dr. Joachim Bläse an diesem Donnerstag vorstellt.
Rückblick: In der Debatte um diesen Regionalversorger und dessen Standort im Ostalbkreis ist in den vergangenen Wochen viel Porzellan zerschlagen worden. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold ist in seinem – aus Gmünder Blickwinkel richtigen – Ringen um den Standort Essingen emotional geworden. Das werfen ihm einige vor. Allerdings: Arnolds Emotionen kamen erst, nachdem Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting zuerst eine 22-seitige Broschüre für eine Kombilösung am Ostalbklinikum, dann dazu ein Aalener Gutachten und dann einen weiteren Standort in Aalen präsentiert hatte. Bar jeder Sensibilität für die Menschen im Gmünder Raum. Zuvor hatten sich die Gmünder auf Aalen zubewegt: indem eine Mehrheit der Kreisräte aus dem Gmünder Raum zwei starke Klinikstandorte Mutlangen und Aalen aufgegeben und einem Regionalversorger zugestimmt hatte.
Die Kreisräte jedoch sollten sich weder von Emotionen noch von Egoismen leiten lassen. Sondern von Fakten:
- Gmünds Ärzteschaft sieht, dass Essingen von Gmünd aus für das Zentralklinikum wegen der vorgeschriebenen Hilfsfristen die maximale Entfernung sein darf.
- So sieht dies auch der Chef des DRK-Rettungsdienstes in Schwäbisch Gmünd.
- Der Westen des Kreises ist am dichtesten besiedelt.
Die Kreisräte sollten nicht auf das Aalener Gutachten hören, sondern auf das des Landkreises. Weil es kreisweit angelegt ist.
Wie auch immer die Standortfrage ausgeht: Angesagt ist, zerschlagenes Porzellan zu kitten. Einander die Hand zu reichen. Frederick Brütting darf gerne den Anfang machen.
Kommentar von Jürgen Steck: Die Aalener Kombi-Lösung: gut für alle im Ostalbkreis
