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Die extremen Kräfte im Aalener Gemeinderat werden stärker

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Katharina Scholz findet, dass die Demokratie in Aalen lebt und dass die Demokratie die neuen Entwicklungen überleben wird.

Aalen. Die Demokratie lebt in Aalen. Das zeigt die Tatsache, dass insgesamt zehn Listen für den Gemeinderat zur Wahl standen. Zwar lag die Wahlbeteiligung dieses Jahr leicht über der Wahlbeteiligung der Kommunalwahl von 2019. Trotzdem ist es schade, dass nur 58,7 Prozent der Wahlberechtigten in Aalen von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben.

Rechtsruck fällt in Aalen geringer aus

Schade ist auch, dass die extremen Kräfte stärker geworden sind. Der Rechtsruck fällt im Aalener Gemeinderat zwar geringer aus als bei der Europawahl, bei der die AfD bundesweit und in Aalen zweitstärkste Kraft wurde. Trotzdem ist es besorgniserregend, dass die AfD im Aalener Gemeinderat so stark zulegt und sogar im beschaulichen Waldhausen ein Mandat holen kann.

Wahlkampf bei den Grauen Wölfen

Bedenklich ist außerdem, dass die Liste Vision Aalen einen Sitz holt. Eine Liste, die sich im Wahlkampf völlig ungeniert mit den türkisch-rechtsextremistischen Grauen Wölfen gezeigt hat. Wenigstens wurden die Herzschrittmacher nicht gewählt. Jemand, der einen Abgeordneten angeht oder gar angreift, hat weder im Aalener Gemeinderat noch in einem anderen Gremium etwas zu suchen.

Der Gemeinderat in seiner Gesamtheit kann damit umgehen

Alle, die gewählt wurden, wurden aber demokratisch gewählt, und die Demokratie muss das aushalten. Ich habe Vertrauen in den neugewählten Aalener Gemeinderat in seiner Gesamtheit, dass er mit den extremen Kräften umgehen kann. Die Demokratie in Aalen lebt – und sie wird überleben.

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