VonKatharina Scholzschließen
Manche Kandidatinnen und Kandidaten müssen bis zum Ende der Auszählung zittern. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Aalen. Es ist ein Wahlkrimi, den alle Beteiligten am Montagnachmittag im Aalener Rathaus erleben. Im großen Sitzungssaal können alle Interessierten auf der Leinwand die Auszählung verfolgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses zählen die Stimmen. Sobald ein Wahlbezirk ausgezählt ist, erscheinen die Ergebnisse auf der Leinwand. Kurz nach 17 Uhr sind alle Wahlbezirke ausgezählt.
CDU wird stärkste Fraktion im Aalener Gemeinderat
Manche müssen nicht lange zittern. Dass Thomas Wagenblast in den Gemeinderat einzieht, zeichnet sich früh ab. Am Ende wird er mit 15.784 Stimmen der Stimmenkönig. Insgesamt wird die CDU die stärkste Kraft. Die Christdemokraten erobern insgesamt 14 Sitze. Damit ist die CDU-Fraktion wieder auf dem Niveau wie vor dem Austritt von Inge Birkhold und Manfred Traub. Auch Karlheinz Schönherr wird für die CDU gewählt. Vor kurzem ist er verstorben. An seiner statt wird eine andere Kandidatin oder ein anderer Kandidat der CDU nachrücken. Wer, ist am Montagabend noch nicht klar.
Die Grünen müssen Federn lassen
Zuletzt war die Grünen-Fraktion mit 13 Sitzen die stärkste Fraktion im Rat. Nun müssen die Grünen Federn lassen. Im neuen Rat kommen sie nur noch auf zehn Sitze. Die Grünen erobern in der Kernstadt sieben Sitze und nur in den großen Teilorten (Wasseralfingen, Unterkochen und Hofherrnweiler-Unterrombach) je einen Sitz, verlieren aber die Mandate aus Waldhausen und Ebnat.
Der neue Gemeinderat der Stadt Aalen
Die SPD behält ihre neun Sitze
Drittstärkste Kraft im neuen Rat bleibt die SPD. Auch die Sitzzahl bleibt gleich. Die Sozialdemokraten kommen nach wie vor auf neun Sitze. Die Freien Wähler gewinnen dazu. Bei der vergangenen Wahl 2019 kamen sie noch auf fünf Sitze, nach dem Austritt von Thomas Rühl aus der Fraktion waren sie nur noch zu viert. Nun haben sie sieben Sitze erobert.
Die Freien Wähler gewinnen dazu
Während die Freien Wähler im aktuellen Gemeinderat eine reine Männerfraktion sind, ziehen ins neue Gremium nun auch zwei Frauen ein: Sabine Kollmann (Fachsenfeld) und Senta D'Onofrio (Wasseralfingen). Trotz der Kampagne für die „starken Frauen“ aus der Kernstadt hat es keine Freie Wählerin aus der Kernstadt in den Gemeinderat geschafft.
AfD gewinnt ebenfalls dazu
Ebenfalls dazugewinnen kann die AfD. Im aktuellen Rat ist die Fraktion mit drei Räten vertreten. Im neuen Gremium werden es sieben Vertreterinnen und Vertreter sein.
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Norbert Rehm künftig nicht mehr allein
Nobert Rehm (Aktive Bürger) wird künftig nicht mehr alleine sein. Ganz am Ende der Auszählung werden die Ausgleichssitze berechnet. Einen davon bekommt Christian Hellriegel.
Linke, FDP Plus und Vision Aalen mit je einem Sitz
Bis zuletzt zittern müssen die Linken, die FDP Plus und Vision Aalen. Doch ganz am Ende wird klar, dass sie jeweils einen Sitz bekommen. FDP Plus und Linke sind aktuell noch mit je zwei Sitzen vertreten. Vision Aalen ist das erste Mal zur Gemeinderatswahl angetreten. Damit sind insgesamt neun Fraktionen und Gruppen im neuen Gemeinderat vertreten.
Für die Herzschrittmacher reicht es nicht
Nur für die Liste Herzschrittmacher reicht es am Ende nicht. Peter und Paula Baur kommen zusammen auf 2463 Stimmen, das sind 0,28 Prozent.
Zwölf Ausgleichmandate und 52 Sitze
Da am Ende zwölf Ausgleichsmandate vergeben werden, wird der neue Gemeinderat größer. Er wird 52 Sitze haben. OB Frederick Brütting mitgerechnet, der ebenfalls abstimmen darf und Mitglied des Rats ist, sind es sogar 53 Sitze. Das aktuelle Gremium hat 49 Sitze, beziehungsweise 50 Sitze, den Oberbürgermeister mitgerechnet.




