VonJulia Müllerschließen
Hans-Peter Wanasek erzählt, warum er erneut als Ortsvorsteher von Degenfeld kandidiert, obwohl es für den Job "ein breites Kreuz" braucht.
Schwäbisch Gmünd-Degenfeld. Für das Amt des Ortsvorstehers braucht es „ein breites Kreuz“, sagt Hans-Peter Wanasek und spricht als Ortsvorsteher von Degenfeld aus mittlerweile zehnjähriger Erfahrung. Er hat so ein breites Kreuz und ist bereit, das Amt für weitere fünf Jahre zu übernehmen – falls die Wählerinnen und Wähler das wollen.
Der Degenfelder Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek will nicht auf allen Hochzeiten tanzen
Daher kandidiert der 63-Jährige, der seit 2008 mit seiner Familie in Degenfeld wohnt, wieder als Parteiloser für den Ortschaftsrat und für das Amt des Ortsvorstehers, aber nicht für den Gemeinderat oder Kreistag: „Lieber eine Sache richtig machen, als auf allen Hochzeiten zu tanzen“, sei sein Motto.
Für die Zukunft gebe es schließlich einiges zu tun in Degenfeld. Seine drei größten Wünsche für den Ort: Das ehemalige Gasthaus Pflug soll zum Bezirksamt und zum Lokal für Feste und Vereine werden. Das jetzige Bezirksamt sei mit seiner steilen Treppe für ältere Leute schwer zugänglich. Zudem brauche Degenfeld ein neues Feuerwehrhaus und am Hornberg eine öffentliche Toilette samt Kiosk. Auch die geplante Erweiterung des Windparks Lauterstein sei ein Thema. Zurecht gebe es viele Kritiker im Ort, denn Degenfeld sei mit den bestehenden Windrädern bereits genug belastet.
Wofür beim Degenfelder Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek Kritik ankam
Wofür hat der Ortsvorsteher in den vergangenen zehn Jahren am meisten Lob und am meisten Kritik bekommen? „Nicht geschimpft, ist bei den Schwaben Lob genug“, sagt Hans-Peter Wanasek und lacht. Die meiste Kritik kam während der Sanierung der Ortsdurchfahrt 2016 und der Landesstraße 1160 2022/23 bei ihm an: Weil Lastwagen die Straße versperrten, Autos unberechtigt durch die Sperrung fuhren oder eine Baustellenampel nicht funktionierte. In dem Fall entdeckte er ein abgezogenes Kabel an der Ampel, das er selbst wieder einstecken konnte. Wenn nur alle Probleme so schnell gelöst wären ...
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024
Die nächste Kommunalwahl in Baden-Württemberg ist am Sonntag, 9. Juni 2024. Bei dieser wählen Bürgerinnen und Bürger den Gemeinderat, den Ortschaftsrat und den Kreistag für die nächsten fünf Jahre.
Nach der Kommunalwahl bestimmt der Gemeinderat auf Vorschlag der Ortschaftsräte der insgesamt elf Stadtteile den jeweiligen Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin. Einige Ortsvorsteher wie Hans-Peter Wanasek und Werner Nußbaum aus Straßdorf kandidieren wieder. Werner Nußbaum will das Amt jedoch nach zwei Jahren aufgeben. Johannes Weiß aus Rehnenhof/Wetzgau und Bernhard Feifel aus Weiler haben bereits bekannt gegeben, dass sie bei der anstehenden Wahl nicht mehr antreten werden.
