Keine Rettung

Diese Filialen von Galeria Kaufhof in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schließen

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Die insolvente Kaufhauskette Galeria wird weitere 16 Filialen in Deutschland bis Ende August schließen. Betroffen sind auch Häuser im Südwesten.

Stuttgart - In den vergangenen Monaten wurden mehrere Filialen der letzten großen Kaufhauskette Galeria Kaufhof nach langen Ausverkaufsphasen geschlossen, darunter beispielsweise auch das Haus in der Stuttgarter Eberhardstraße und der Standort in der Innenstadt von Esslingen am Neckar. Nach der dritten Insolvenzanmeldung ging die Sorge um, dass noch weitere Kaufhäuser dem Sanierungsverfahren zum Opfer fallen werden. Neue Eigentümer, darunter der Präsident des Fußball-Drittligisten Waldhof Mannheim, erklärten vor wenigen Tagen jedoch, einen Großteil der verbleibenden Galeria-Filialen retten zu wollen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass alle verbleibenden Kaufhäuser im Bundesgebiet bestehen bleiben werden. Es hieß bereits, dass weitere 16 Standorte geschlossen werden sollen. Nachdem anfänglich nur spekuliert werden konnte und die Gewerkschaft Verdi noch den Erhalt aller noch existierenden Filialen gefordert hatte, steht die Streichliste seit Samstag (27. April) fest. Während der Norden größtenteils unbeschadet davonkommt, sind sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz Standorte betroffen.

Diese Filialen von Galeria in Baden-Württemberg schließen Ende August

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, bestätigte Galeria-Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus am Samstag die Schließung weiterer 16 Filialen zum 31. August des laufenden Jahres. Von den noch rund 12.800 Mitarbeitern des insolventen Kaufhauskonzerns werden demnach etwa 1.400 Menschen ihre Arbeit verlieren. Die guten Neuigkeiten vorweg; die Filiale in der Stuttgarter Königstraße bleibt, zudem können auch die Mitarbeiter der beiden Filialen in Freiburg sowie der Kaufhäuser in Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Offenburg, Singen und Ulm aufatmen.

Die Galeria-Filiale in der Stuttgarter Königstraße soll bleiben, zwei andere Standorte in Baden-Württemberg werden aber bis Ende August geschlossen.

Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch, dass die Galeria-Filialen in P 11 in Mannheim und in der Leonberger Straße 110 in Leonberg auf der Streichliste stehen und Ende August geschlossen werden. MANNHEIM24 hat bereits über die Schließung der Galeria-Filiale in der Quadratestadt berichtet, doch auch die Schließung des Kaufhauses in Leonberg ist besonders bitter. Die Filiale in der Region Stuttgart stand nämlich bereits im vergangenen Jahr auf der Liste, wurde überraschend aber doch nicht geschlossen.

Diese Filialen von Galeria in Rheinland-Pfalz schließen Ende August

Neben den beiden Galeria-Filialen in Mannheim und Leonberg in Baden-Württemberg sind auch zwei pfälzische Standorte betroffen. Konkret handelt es sich dabei um die Häuser in der Schusterstraße 41-45 in der Landeshauptstadt Mainz und in der Fleischstraße 68-76 in Trier. Die zweite Filiale in einer der ältesten Städte Deutschlands, in der Trierer Simeonstraße, bleibt demnach genauso wie die anderen Standorte in Rheinland-Pfalz sowie die einzige Filiale im Saarland, in der Landeshauptstadt Saarbrücken, bestehen. Die vollständige Streichliste liest sich wie folgt:

Filiale Bundesland
Galeria Mannheim Baden-Württemberg
Galeria Leonberg Baden-Württemberg
Galeria Augsburg Bayern
Galeria Regensburg Neupfarrplatz Bayern
Galeria Würzburg Bayern
Galeria Potsdam Stadtpalais Brandenburg
Galeria Berlin Ringcenter Berlin
Galeria Berlin Spandau Berlin
Galeria Berlin Tempelhof Berlin
Galeria Oldenburg Niedersachsen
Galeria Essen Nordrhein-Westfalen
Galeria Köln Breite Straße Nordrhein-Westfalen
Galeria Wesel Nordrhein-Westfalen
Galeria Mainz Rheinland-Pfalz
Galeria Trier Fleischstraße Rheinland-Pfalz
Galeria Chemnitz Sachsen

Wie die dpa berichtet, ist die Liste der Filialen aber noch nicht in Stein gemeißelt und kann sich ändern, wenn die laufenden Mietverhandlungen zugunsten des Kaufhauskonzerns ausgehen. Die hohen Mietpreise in Verbindung mit der Kaufkraft und dem Umsatz sind laut Insolvenzverwalter Denkhaus die Hauptgründe für die Auswahl der Filialen. Die letzte große Kaufhauskette Deutschlands war durch die Insolvenz des früheren Eigentümers, der Signa-Gruppe von René Benko, in eine schwierige Schieflage geraten und soll nach drei eigenen Insolvenzanmeldungen nun außerhalb der Gruppe fortgeführt werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Wilhelm Mierendorf

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