Klinik-Bewerbung: Letzte Chance für Mögglingen steht an

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Der potenzielle Klinik-Standort in Mögglingen zwischen Westtangente, Rossweg und Friedhofstraße.
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Soll die Gemeinde sich beteiligen oder nicht? Die Verwaltung hat eine klare Position und legt diese dem Gemeinderat am Freitag, 23. Februar, vor. Auch die Verwaltungsgemeinschaft meldet sich zu Wort.

Mögglingen. Die Gemeinde Mögglingen möchte Klinik-Standort werden und hat dazu beim Landratsamt eine mögliche Fläche als Angebot eingereicht.

Dass nicht alle Mögglinger mit einer Bewerbung und dem vorgeschlagenen Standort einverstanden sind, wurde bei einer Einwohnerversammlung am 20. Januar deutlich, bei der es einige kritische Anmerkungen gab.

Nun steht das Thema Klinik erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats Mögglingen. Worum geht es dabei? Laut der Sitzungsvorlage um eine „erneute Beschlussfassung zur Beteiligung am Standortsuchverfahren“. Im Beschlussvorschlag der Verwaltung heißt es: „Der Gemeinderat bekräftigt erneut seine Entscheidung zur Teilnahme am Flächensuchverfahren gegenüber dem Ostalbkreis.“

Bekräftigen oder zurückziehen?

In der Sitzungsvorlage ist zu lesen, der weitere zeitliche Ablauf sehe vor, dass der Kreistag am 5. März die Entscheidung über den Klinik-Standort treffen wolle. Insofern sei die anstehende Gemeinderatssitzung am Freitag, 23. Februar, „die letzte Möglichkeit, wenn man seitens der Gemeinde Mögglingen in diesem Prozess noch einmal ein Zeichen setzen will – entweder der Rückzug aus dem Verfahren oder eine klare Bekräftigung der Teilnahme daran“.

Die Gemeindeverwaltung schreibt: „Nach Wertung und Würdigung der im bisherigen Verlauf vorgebrachten Gesichtspunkte übersteigen aus Sicht der Verwaltung die Chancen einer Klinikansiedlung in Mögglingen deren Risiken deutlich. Es wird daher vorgeschlagen, die Beteiligung am Verfahren zu bekräftigen.“

Was sagt die VG Rosenstein?

Der Mögglinger Bürger Bernd Schweizer hatte bei verschiedenen Gelegenheiten die Frage aufgeworfen, wie die Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein eigentlich zu der Mögglinger Bewerbung stehe und ob die Bürgermeister-Kollegen aus Bartholomä, Böbingen, Heubach und Heuchlingen diese unterstütze.

Bürgermeister Adrian Schlenker hat sich dazu Ende Januar mit einem Schreiben an die VG gewandt. Darin heißt es: In Mögglingen sei die Frage aufgekommen, „wie die Bürgermeister der VG diese Sache sehen und ob sie sich (auch wegen der zu erwartende Vorteile für die VG-Gemeinden) nicht zu einem Standort Mögglingen bekennen könnten“.

Die Antwort darauf liegt der Redaktion vor. Der Verbandsvorsitzende und Heubacher Bürgermeister Dr. Joy Alemazung schreibt, die VG verfolge die aktuellen Beratungen zum Standortangebot für den Neubau einer Klinik in Mögglingen mit sehr großem Interesse. Schließlich gehe es dabei „um eine sehr weitreichende und mit vielen Folgewirkungen für unsere Raumschaft verbundene Entscheidung des gesamten Landkreises“.

Die Vielfalt und Komplexität eines möglichen Klinikstandortes in Mögglingen werde deshalb aktuell zurecht vom Gemeinderat unter Einbeziehung der Einwohnerschaft sehr intensiv beraten. Mögglingen habe hier im Rahmen ihrer kommunalen Selbstverwaltung die Chance und die Aufgabe, im eigenen Entscheidungsprozess die für die Gemeinde Mögglingen und deren Einwohnerschaft letztendlich passenden Festlegungen zu einem Standortangebot an den Ostalbkreis zu treffen. „Die hier im demokratischen Prozess in Mögglingen getroffenen Festlegungen werden – unabhängig vom Ausgang und eventuell daraus resultierenden weiteren Vorgängen – von den anderen Mitgliedskommunen der VG Rosenstein selbstverständlich voll umfänglich akzeptiert und mitgetragen. Gerne unterstützen wir als Gemeinschaft von fünf Kommunen bei Bedarf und Wunsch unsere Mitgliedsgemeinde Mögglingen im weiteren Verlauf“, schreibt Alemazung.

Der Gemeinderat Mögglingen tagt am Freitag, 23. Februar, ab 18.30 Uhr im Alten Schulhaus.

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