Kommentar: Ein starkes Zeichen der Stadtgemeinschaft

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Kundgebung auf dem Johannisplatz

Michael Länge über die Kundgebung gegen Rechts auf dem Gmünder Johannisplatz und die Aufforderung an jeden Einzelnen, sich einzubringen.

Starkes Zeichen: Die Gmünder haben den extrem Rechten die rote Karte gezeigt. Ob 1500 oder 3500 Menschen, die Bürger folgten dem Aufruf des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“, unterstützt von der Stadt Gmünd, dem Landkreis, vielen Stadträten, den Kirchen. Viele Einzelpersonen, die sich gemeinsam für Demokratie und Vielfalt und gegen Ausgrenzung und Hetze stark machten.

Institutionen stärken

Aber: Die Kundgebungen allein reichen nicht. Der berühmte Schriftsteller Bernhard Schlink hatte schon recht, als er am 3. Oktober in Gmünd sagte, es gehe darum, die Institutionen zu stärken. Und es geht darum, den auch corona-bedingten Rückzug ins Private umzukehren.

Mehr an Engagement

Sich einzubringen, zum Beispiel in Parteien, sich zu engagieren, zum Beispiel bei Kommunal- oder Europawahlen, gegen diejenigen, die einen anderen, einen autoritären Staat wollen. Die einen Dexit nach dem Vorbild des Brexit wollen und so die exportorientierte deutsche Wirtschaft schädigen. Die den Nationalsozialismus als Vogelschiss in der deutschen Geschichte sehen. Gegen sie braucht es dieses Mehr an Engagement. Nach wie vor.

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