VonJürgen Steckschließen
In diesem Kommentar geht es um das starke Zeichen gegen den Rechtsextremismus, den solche Veranstaltungen wie die Demo in Aalen setzen.
Es war ein ganz starkes Zeichen, das die Aalener Stadtgesellschaft am Samstag gesetzt hat: gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt. Und, anders als etwa bei der Demo vergangene Woche in Schwäbisch Gmünd, vermieden die Rednerinnen und Redner parteipolitisches Gezänk, sondern konzentrierten sich auf das Wesentliche: eine Brandmauer zu ziehen gegen Nazis, gegen Deportationsfantasien von Verfassungsfeinden, die es über die AfD in die Parlamente geschafft haben.
Ein ganz breites Bündnis aus fast allen Bereichen der Gesellschaft. Das macht Mut: zu erleben, dass es eine große Mehrheit ist, die rechtsextremes Denken und Handeln ablehnt. Das Momentum ist da. Jetzt geht es um die Nachhaltigkeit. Die beginnt oft im Kleinen. Am Stammtisch. Im Training. Am Arbeitsplatz. Unterwegs mit Bekannten.
Ja, es ist schwierig, Kollegen, Verwandten oder Freunden und deren „Wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen“-Attitüde zu widersprechen. Aber es ist wichtig. Demos wie solche in Aalen am Samstag geben da Rückenwind. Den muss man, den müssen wir alle gemeinsam nutzen.
