Einigung in der Tarifrunde

30.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg erhalten mehr Geld und Inflationsausgleich

  • schließen

In der Tarifrunde Metallbau und Feinwerktechnik konnte eine Einigung erzielt werden, die für rund 30.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg gilt.

Stuttgart - Die weiterhin hohen Kosten belasten nicht nur die Unternehmen in Baden-Württemberg, sondern auch die einzelnen Arbeitnehmer. Nachdem die IG Metall zu Beginn des Jahres bereits mehr Geld und einen Inflationsausgleich für rund 30.000 Mitarbeiter der Holz- und Kunststoffindustrie erzielen konnte, meldet die Gewerkschaft nun eine Einigung in der Tarifrunde Metallbau und Feinwerktechnik.

Für ebenfalls rund 30.000 Beschäftigte der Branchen in Baden-Württemberg wird das Entgelt demnach ab Januar 2025 in zwei Stufen ansteigen. Eine Inflationsausgleichsprämie ist auch Teil der Einigung. Im vergangenen Jahr konnten die Arbeitnehmervertreter eine Ausgleichsprämie für Leiharbeiter aushandeln, die jedoch deutlich geringer ausfiel.

Mehr Geld und Inflationsausgleich für Beschäftigte im Metallbau und der Feinwerktechnik

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg wird maßgeblich von der Automobilindustrie und dem Maschinenbau geprägt, weswegen viele Menschen im Bereich Metallbau und Feinwerktechnik angestellt sind. Nach Verhandlungen haben sich die IG Metall Baden-Württemberg und der Arbeitgeberverband am Dienstag (2. Juni) auf die folgenden Anpassungen geeinigt. Zum einen sollen die Entgelte zum 1. Januar 2025 um 3,2 Prozent und ab 1. Juli 2025 um weitere 3,3 Prozent ansteigen.

Zudem erhalten die Vollzeitbeschäftigten eine Insolvenzausgleichsprämie in Höhe von 1.200 Euro. Beschäftigte in Teilzeit sollen diese Prämie laut der Mitteilung ebenfalls in voller Höhe ausgezahlt bekommen, während Auszubildende und Dual-Studierende 600 Euro Ausgleich erhalten. Die erste Abschlagszahlung erfolgt mit der Juni-Abrechnung, der Rest soll bis Ende des Jahres monatlich ausbezahlt werden. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und gilt bis Ende April 2026.

Einigung in Tarifrunde waren Warnstreiks in den Betrieben vorausgegangen

Der Einigung in der Tarifrunde Metallbau und Feinwerktechnik war ein Warnstreik in den Betrieben vorausgegangen, mit dem Druck auf die Arbeitgeberseite ausgeübt werden sollte. „Uns ist ein gutes Ergebnis gelungen“, sagt Matthias Fuchs, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg. „Die Entgelterhöhung gleicht steigende Kosten aus und honoriert den Einsatz der Beschäftigten in herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten. Zudem profitiert die Branche von guten Gehältern und wird für Fachkräfte attraktiv.“

In der Tarifrunde Metallbau und Feinwerktechnik in Baden-Württemberg konnte eine Einigung erzielt werden. (Symbolfoto)

BW24 hatte im vergangenen Jahr über eine Einigung im Kfz-Handwerk in Baden-Württemberg berichtet, von der rund 55.000 Beschäftigte profitierten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Christian Vorhofer

Kommentare