Ostalbkreis kommt mit blauem Auge davon – keine Entwarnung fürs Kocher-Lein-Gebiet

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Wasser tritt am Samstag über, wo Kocher und Lein in Abtsgmünd zusammenfließen.

Die Landkreisverwaltung zieht Bilanz. Es zeichnet sich eine leichte Entspannung bei den Wasserständen ab. Fürs Kocher-Lein-Einzugsgebiet kann noch keine Entwarnung gegeben werden.

Aalen. Der Ostalbkreis ist Stand Sonntagmittag (13.30 Uhr) mit einem blauen Auge davongekommen.  So lautet das Fazit des Landkreises und des Führungsstabes Ostalbkreis.

Der Führungsstab der Feuerwehren mit Landrat Dr. Joachim Bläse, Erster Landesbeamtin Gabriele Seefried, Dezernent Thomas Wagenblast und Kreisbrandmeister Andreas Straub im Aalener Landratsamt hat sich bereits am Samstagnachmittag (1.6.) getroffen, um die aktuelle Lage nach dem ergiebigen Dauerregen zu analysieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. 

Feuerwehreinsätze am Samstag

Im Laufe des Samstags mussten die Feuerwehren im Kreis zu rund 30 Kleineinsätzen gerufen werden. Größere Schadenslagen im Ostalbkreis waren:

Entspannung bei den Gewässerpegeln

Eine leichte Entspannung zeichnet sich dagegen bei den Wasserständen an Rems, Jagst, Sechta und Eger ab. Für die dortigen Hochwasserrückhaltebecken melden die Wasserverbände derzeit einen normalen Hochwasserbetrieb.

Keine Entwarnung im Kocher-Lein-Einzugsgebiet

Im Kocher-Lein-Einzugsgebiet kann derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden. So ist die Prognose für den Kocherpegel bei Wöllstein noch steigend, im Bereich Abtsgmünd und Untergröningen muss mit einem 10- bis 20-jährlichen Hochwasser gerechnet werden. Vor allem im Bereich der Lein sind die Rückhaltebecken zu über 80 Prozent gefüllt. Bei Erreichen der maximalen Füllstände werden die Becken kontrolliert überlaufen. Die betroffenen Feuerwehrkommandanten der Gemeinden Täferrot, Leinzell, Abtsgmünd, Göggingen und Heuchlingen wurden bereits Samstagabend vom Führungsstab und der Abteilung Wasserwirtschaft entsprechend vorinformiert. Die Gemeinden haben teilweise bereits eigene Maßnahmen eingeleitet.

Gewitter und Regen am Nachmittag erwartet

Aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zufolge wird im Laufe des heutigen Nachmittags und der Nacht zum Montag über dem Ostalbkreis ein Gewitterband mit Unwetter und Starkregen erwartet. Das THW wird im Auftrag des Landkreises vorsorglich weitere Sandsäcke bereitstellen, so dass zu den bereits an die Feuerwehren verteilten 5000 Sandsäcken weitere 12.000 Sandsäcke zur Verfügung stehen.

Die Landkreisverwaltung und der Führungsstab appellieren außerdem an alle, vollgelaufene Keller, Unterführungen oder überflutete Bereiche sowie Ufer von Flüssen und Bächen nicht zu betreten, es besteht unter Umständen Lebensgefahr. Zum richtigen Verhalten in diesen Fällen informiert auch das Resilienzzentrum des Ostalbkreises.

Informationen über Warn- und Wetterapps

Die Landkreisverwaltung bittet die Bevölkerung, sich selbst aktiv über die bekannten Warn- und Wetter-Apps wie NINA oder die DWD-Wetter-App regelmäßig zu informieren und bei Bedarf Maßnahmen zum Eigenschutz zur treffen.

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