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BASF reagiert auf die schwache Nachfrage in Europa mit einem neuen Sparprogramm. Ein ambitioniertes Ziel, das auch einen Stellenabbau mit sich bringt.
Ludwigshafen - Der Chemiegigant BASF hat ein neues Sparprogramm angekündigt, um auf die anhaltend schwache Nachfrage in Europa zu reagieren. Dies ist ein entscheidender Schritt zur Kostensenkung. Der Dax-Konzern, der seinen Sitz in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) hat, plant, bis 2026 jährlich eine Milliarde Euro einzusparen. Dies wurde am Freitag, dem 23. Februar, bekannt gegeben. Auch Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat sich einen harten Sparkurs verordnet und will die Konzernkosten in den nächsten zwei Jahren um ganze sechs Milliarden Euro senken.
Beim Chemiegiganten BASF, der ursprünglich im baden-württembergischen Mannheim gegründet wurde, ist das ehrgeizige Ziel, durch eine Mischung aus Effizienzverbesserungen und einer Anpassung der Produktionskapazitäten den aktuellen Marktanforderungen gerecht zu werden. Aktionäre können sich jedoch freuen: Für das Geschäftsjahr 2023 ist eine Dividende von 3,40 Euro pro Aktie geplant.
BASF-Chef: Sparprogramm wird „leider auch mit weiterem Stellenabbau verbunden sein“
Martin Brudermüller, der scheidende BASF-Chef, der im April 2024 zurücktritt, wie LUDWIGSHAFEN24 berichtete, erklärte die Auswirkungen des Programms: „Mit dem Programm wird deshalb leider auch ein weiterer Stellenabbau verbunden sein.“ Diese Aussage unterstreicht die ernsten Herausforderungen, denen sich das Unternehmen gegenübersieht, und weist auf eine Umstrukturierungsphase hin, die die Mitarbeiter direkt betreffen wird. Diese neuen Sparanstrengungen knüpfen an frühere Maßnahmen an, die bereits 2022 eingeleitet wurden, als die Geschäftsbedingungen sich verschärften und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa schwieriger wurden.
| Name | BASF SE |
|---|---|
| Gründung | 6. April 1865 in Mannheim, Baden-Württemberg |
| Hauptsitz | Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz |
| Branche | Chemische Industrie |
| Mitarbeiter | 111.481 (2022) |
| Umsatz | 87,3 Milliarden Euro (2022) |
Insbesondere die stark gestiegenen Gaspreise führten damals zu der Entscheidung, die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um insgesamt 1,1 Milliarden Euro zu senken. BASF plant zudem weitere Maßnahmen, die ab Ende 2026 zu einer zusätzlichen jährlichen Kostensenkung von 500 Millionen Euro führen sollen. Dazu gehört auch der Abbau von Arbeitsplätzen in Ludwigshafen und die Schließung mehrerer Chemieanlagen. Technologiegigant Bosch hat ebenfalls einen empfindlichen Stellenabbau angekündigt und will kumuliert mehr als 3.000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Chemiegigant zeigt sich bei Prognose für laufendes Geschäftsjahr zurückhaltend
Das neueste Sparprogramm zeigt die Bemühungen von BASF, die Betriebskosten drastisch zu reduzieren und die Produktion effizienter zu gestalten, um besser auf die veränderten Marktbedingungen in Europa reagieren zu können. Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wird davon abhängen, wie effektiv diese Maßnahmen umgesetzt werden können und wie sich die europäische Wirtschaft insgesamt erholt.
Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Prognose des Vorstands eher zurückhaltend: Die Schwäche der globalen Wirtschaftsdynamik dürfte anhalten, und das Wachstum wird voraussichtlich erst im Laufe des Jahres etwas anziehen. BASF strebt ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen zwischen 8 Milliarden und 8,6 Milliarden Euro an. 2023 sank das Ergebnis, wie bereits bekannt, um fast 29 Prozent auf knapp 7,7 Milliarden Euro.
Der Redakteur Julian Baumann hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. (pek/jul/dpa)
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