Verein Staufersaga: Gut 200 Gmünder gestalten ein staufisches Wochenende

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170 Darsteller und 30 Organisatoren und Helfer der Staufersaga probten in dieser Woche auf dem Johannisplatz für ihre Auftritte bei der Nacht des offenen Denkmals am Samstag in Gmünd und bei den Heimattagen am Sonntag in Neresheim.
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Der Verein Staufersaga präsentiert sich bei der Eröffnung der Nacht des offenen Denkmals und den Heimattagen in Neresheim.

Schwäbisch Gmünd. "Das wird ein tolles Wochenende“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Und meint ein Wochenende, das aus Gmünder Sicht einmal mehr ganz im Zeichen der Staufer steht. Bei zwei landesweiten Veranstaltungen – den Heimattagen in Neresheim und dem Auftakt des Tages des offenen Denkmals mit einer Nacht des offenen Denkmals in Gmünd – ist der Verein Staufersaga mit mehreren hundert seiner etwa 800 Mitglieder in 60 verschiedenen Gruppierungen im Einsatz. Deshalb ist der Verein Staufersaga für den Oberbürgermeister das „Aushängeschild“ der ältesten Stauferstadt Schwäbisch Gmünd, mit dem diese „aus dem Vollen schöpfen“ könne.

Proben auf dem Johannisplatz

Die Veranstaltungen zur „Nacht des offenen Denkmals“ beginnen am Samstag, 7. September, bereits um 11 Uhr. Da gibt es am Johannisplatz und um die Johanniskirche eine Probe für den Spätnachmittag. Etwa 170 Gewandete aus verschiedenen Gruppierungen der Staufersaga werden dort bereits für die Bürger zu sehen sein.

Begrüßung der Ehrengäste der Nacht des offenen Denkmals

Um 16.30 Uhr folgt der zweite Teil: Die Mitglieder des Vereins begrüßen die Ehrengäste bei der Eröffnung der „Nacht des offenen Denkmals“ – Baden-Württembergs Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, der Chef des Landesdenkmalamtes, Professor Dr. Klaus Wolf, OB Richard Arnold, Landrat Dr. Joachim Bläse und Münsterpfarrer Robert Kloker – mit einem Rollenspiel vor der Johanniskirche, sagt Gundi Mertens, zweite Vorsitzende des Vereins Staufersaga. Erneut etwa 170 Gewandete bilden dabei einen Querschnitt der Staufersaga. Dabei umfassen acht Bilder die gesamte Zeit der Staufer mit Stammvater Friedrich von Büren Mitte des 11. Jahrhunderts bis zur Hinrichtung Konradins 1268 in Neapel. Damit werden die Mitglieder der Staufersaga zeigen, „was wir darstellen“.

Gmünder Fahne für die Ministerin

Die Staufer werden der Ministerin eine Gmünder Fahne überreichen. Und sie werden für die Ehrengäste ein Spalier bilden beim Einzug in die Johanniskirche, diejenige staufische Basilika, in der der letzte Staufer Konradin im Jahr 1266 das Weihnachtsfest verbrachte. Zu dieser Eröffnung in der Kirche sind alle Bürger eingeladen, der Eintritt ist frei. Umrahmt wird diese Feier durch Musik von Matthias Pflüger, der bereits im Jahr 2022 für die „Momente der Staufersaga“ im Stadtgarten die Klänge gezaubert hatte.

Katapult in der Nacht

Hübschlerinnen, Tänzerinnen, Stauferlöwen, Stauferschwerter und die Ritterschaft zu Gmünd werden ein paar Stunden später, um 23 Uhr, auf dem Johannisplatz einen besonderen Auftritt bieten. Höhepunkt dieser Aufführung ist ein Abschluss mit dem Katapult. „Wir wollten mit Feuer schießen“, erzählt Frank Stühle von der Rüstmeisterei. Doch nach Gesprächen mit der Feuerwehr nahmen die Staufer davon Abstand. Dennoch wird es einen Schuss mit dem knapp zwei Tonnen schweren Katapult aus Eichenholz geben. Wie sich dieser gestaltet, davon dürfen sich die Gmünder überraschen lassen.

Staufer als Teil der Landesgeschichte in Neresheim

Überhaupt, die Gmünder. Sie kommen in den Genuss der Staufer, weil diese bei der Eröffnung der Nacht des offenen Denkmals mitwirken. Das ganze Land hingegen wird die Staufer erleben, wenn die sich, mit 170 Gewandeten und 30 Helfern und Organisatoren, unter die 3000 Mitwirkenden des Umzugs am Sonntag bei den Heimattagen mischen. Dabei werde Landesgeschichte erlebbar gemacht, sagt Arnold. Und dabei habe Gmünd einen Auftrag, weil die Staufer Teil der Landesgeschichte und die staufischen Löwen heute noch im Landeswappen zu finden seien. Die Gmünder jedoch nehmen nicht nur am Umzug in Neresheim teil. Sie führen um 13.30 Uhr, bevor der Umzug startet, ein Rollenspiel auf, in dem sie einmal mehr in sieben Bildern Auszüge aus der Staufersaga zeigen.

Die Staufer: Wann was ist in Gmünd und Neresheim

Samstag, 7. September:ab 11 Uhr Probe der 170 Gewandeten auf dem Gmünder Markt- und Johannisplatz.16.30 Uhr Spalier an der Johanniskirche und Szenen aus der Staufersaga für die Ehrengäste.17 Uhr Eröffnung der Nacht des offenen Denkmals in der Kirche.

Sonntag, 8. September:13.30 Uhr Rollenspiel der Staufer vor der Ehrentribüne des Festzugs in Neresheim anlässlich der Heimattage Bade-Württembergs.14 Uhr Beginn des Umzugs mit 3000 Mitwirkenden auf 2,2 Kilometern Länge. Die Gmünder Staufer sind Nummer 17 im Umzug. Es präsentieren sich verschiedene Gruppen der Staufersaga. Unter ihnen die Herzöge, Könige und Kaiser. Und Kaiserwachen, Ritter, Sarazenen, Tänzer, Hübschlerinnen, Fahnenschwinger, Fanfaristen, Manessedarsteller, Zünfte, Bettler und Leprakranke.

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