Aufstellung für die Zukunft

Technologiekonzern aus Baden-Württemberg plant Abbau von 150 Vollzeitstellen

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Technologiekonzern Voith plant strukturelle Anpassungen im Geschäftsbereich Turbo, von denen auch der Hauptsitz in Heidenheim betroffen sein wird.

Heidenheim an der Brenz - Der Technologiekonzern Voith mit Hauptsitz in Heidenheim an der Brenz ist in mehreren Bereichen tätig, mit der Division Turbo aber einer der größten Autozulieferer aus Baden-Württemberg. Wie die anderen Unternehmen aus der Branche muss sich das 1867 gegründete Familienunternehmen auf die Zukunft vorbereiten und den Wandel zur E-Mobilität stemmen.

Um die Kräfte im Nutzfahrzeugbereich Voith Turbo „Commercial Vehicles“ noch stärker auf diesen Wandel fokussieren zu können, plant das Unternehmen eine Reduzierung von Vollzeitstellen in Deutschland, wie eine Unternehmenssprecherin auf BW24-Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die Heidenheimer Zeitung darüber berichtet.

Voith Turbo baut deutschlandweit 150 Vollzeitstellen ab – Kündigungen soll es aber nicht geben

Als global agierendes Unternehmen muss sich Voith auf die weltweiten Entwicklungen einstellen, die sich laut dem Konzern künftig noch weiter beschleunigen werden. „Auch Nutzfahrzeuge sind von der zunehmenden Bedeutung emissionsfreier Antriebsstränge betroffen“, erklärte die Sprecherin. „Um sich in diesem Bereich zukunftsfähig aufzustellen, plant Voith strukturelle Anpassungen in seiner Voith Turbo Division Commercial Vehicles“. Diese Optimierung sieht eben auch den Abbau von 150 Vollzeitstellen vor, von denen 40 bis 50 auf den Hauptsitz in Heidenheim entfallen könnten.

Name Voith GmbH & Co. KGaA
Gründung 1867
Hauptsitz Heidenheim an der Brenz, Baden-Württemberg
Branche Maschinenbau
Mitarbeiter 22.479 (Geschäftsjahr 2022/2023)
Umsatz 5,51 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2022/2023)

Zudem will der schwäbische Technologiekonzern „rund 60 Stellen bei von Drittfirmen überlassenen Arbeitnehmern in Deutschland sowie weitere rund 65 Stellen im Ausland“ abbauen. Die Umstrukturierungen im Geschäftsbereich sollen im laufenden Geschäftsjahr 2024/2025 und im kommenden Geschäftsjahr 2025/2026 erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen sind allerdings nicht geplant, stattdessen will Voith den Stellenabbau so sozial wie möglich umsetzen.

Der Technologiekonzern Voith rüstet seinen Geschäftsbereich Turbo für die Zukunft und will in diesem Rahmen 150 Vollzeitstellen in Deutschland abbauen. (Archivfoto)

Voith sieht geplanten Stellenabbau als wichtigen Schritt in der Transformation

Erst vor wenigen Wochen hatte Voith angekündigt, die Produktion des Geschäftsbereichs Hydro von Heidenheim ins europäische Ausland verlagern zu wollen. Konkret soll die Produktion am Standort im österreichischen St. Pölten gebündelt werden, um beide Standorte zukunftsfähig aufzustellen. Dieses Ziel verfolgt das schwäbische Familienunternehmen auch mit der Umstrukturierung im Bereich Turbo. „Voith sieht die geplanten Veränderungen als wichtigen Schritt in seiner Transformation zu einem zukunftsfähigen Anbieter nachhaltiger und wettbewerbsfähiger Innovationstechnologien“, erklärte die Konzernsprecherin.

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa

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