Weihnachtsmarkt

Vorfreude auf den Gmünder Weihnachtsmarkt mit 70 Hütten

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Das Gmünder Weihnachtsdorf nimmt nach und nach Gestalt an. Am 23. November startet der Weihnachtsmarkt.
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Vom 23. November bis 21. Dezember öffnet der Gmünder Weihnachtsmarkt seine Pforten. Es gibt Stände, Bühnenprogramm, Kunst, einen Staufermarkt, einen Adventskalender und mehr.

Schwäbisch Gmünd. So lang wie noch nie, so groß wie noch nie und hoffentlich mit ein bisschen Schnee: Organisator Robert Frank von der Gmünder Touristik- und Marketing-GmbH (T&M) freut sich schon riesig auf den Gmünder Weihnachtsmarkt. Was alles geboten wird.

Hansjörg Stephan, Wenshuo Zhang und Uli Oechsle (von links) bauen eine Hütte der Speisemeisterei auf.

Der Termin: Eröffnet wird der Markt am Donnerstag, 23. November, um 17.30 Uhr mit einem Bühnenprogramm vor dem Rathaus. Dann ist montags bis sonntags jeweils von 11 bis 20 Uhr, sonntags bis mittwochs auf freiwilliger Basis bis 21 Uhr, donnerstags bis samstags auf freiwilliger Basis bis 22 Uhr geöffnet. Am Totensonntag, 26. November, bleibt der Markt geschlossen. Er endet am 21. Dezember.

Willy Telkow und Maik Sperling (von links) von den Gmünder Stadtwerken installieren die Technik an den Hütten des Gmünder Weihnachtsmarktes.

Die Marktstände: Rund 70 Stände werden ihre Türen öffnen. „Uns ist eine Mischung aus Verkaufs- und Verpflegungsständen sehr wichtig“, erklärt Robert Frank. Nur so bleibe ein Markt attraktiv. Er freut sich, dass dieser Mix wieder gelungen sei und auch Stände mit weihnachtlichen Artikeln wie Christbaumkugeln dabei sind. In sieben Wechselhütten zeigen und verkaufen Künstler und Kunsthandwerker ihre Produkte. Das komme bei den Besuchern sehr gut an, weiß Robert Frank von deren Rückmeldungen. Die ganze Familie soll auf ihre Kosten kommen. Deshalb sind wieder Kinderkarussell, Kinder-Riesenrad und Eisenbahn dabei. Besonderer Anziehungspunkt sei immer die lebendige Krippe - mit echten Eseln und Schafen. Die Tiere ließen sich gerne streicheln, trotzdem sei ein vorsichtiger Umgang mit ihnen angeraten, ergänzt Robert Frank. Werde es den Tieren zu viel, zögen sie sich in den Stall zurück, erläutert T&M-Chef Markus Herrmann. Das müssten die Besucher dann respektieren.

Auf dem Marktplatz bauen die Beschicker ein Kinderkarussell auf.

Das Bühnenprogramm: Auf der Bühne vor dem Rathaus gibt es regelmäßig Programm. Chöre singen, Bläserklänge ertönen vom Rathaus-Balkon, der Nikolaus kommt zu Besuch, es gibt Theater, und verschiedene Musikgruppen treten auf. Auch wenn die stark gestiegenen Gema-Gebühren für Unmut und Frust bei den Organisatoren sorgen (siehe Infokasten).

Der Staufermarkt: Angegliedert an den Weihnachtsmarkt ist der Staufermarkt. Dieses Jahr finden Besucher die Stände erstmals am unteren Marktplatz auf Höhe der Siegessäule. Das kleine Stauferdorf besteht aus Eingangstürmen, der Staufer-Krippe, der Schmiede und dem Gewerkezelt, in dem Musik, Kunst und staufisches Leben gezeigt werden. An den Verkaufsständen gibt es unter anderem Schmuck, Textiles, staufische Gewürze und Senf.

Der Adventskalender: Die Fenster des Rathauses verwandeln sich in einen Kalender mit 24 Türchen. Örtliche Händler bieten jeden Tag einen Gewinn im Wert von 200 Euro an. Lose können in den Gmünder Geschäften gekauft werden. Die Verlosung ist bis 21. Dezember täglich um 17.30 Uhr am Rathaus.

Sicherheit: Polizei, kommunaler Ordnungsdienst und Rettungskräfte seien bei der Organisation und während des Marktes mit im Boot, sagt Robert Frank. Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin 2016 seien die Sicherheitsmaßnahmen nicht reduziert worden, erklärt er.

Der Weihnachtsbaum auf dem Gmünder Marktplatz ist schon aufgestellt und leuchtet bereits in voller Pracht. 

Gmünds Touristik-GmbH erwägt Klage gegen Gema

In den vergangenen Jahren musste die T&M für Musik auf dem Weihnachtsmarkt immer etwa 1200 Euro an die Gema bezahlen, die das Geld an Komponisten und Rechteinhaber der Stücke weiterleitet. Dieses Jahr habe die Verwertungsgesellschaft zuerst 14 000 Euro verlangt. Nach einer Angemessenheitsprüfung stünden nun 6500 Euro im Raum. Als Grund für den Anstieg nennt die Gema die Berechnung der tatsächlichen Größe des Aufführungsraumes, der 4300 Quadratmeter betrage und nicht - wie bisher angegeben - rund 200 Quadratmeter. Die T&M werde nun täglich die Auftritte bei der Gema beantragen - und sich die Rechnung am Ende gut anschauen. Als „realitätsferne, nicht angekündigte und nicht kommunizierte Aktion“ beschreibt Markus Herrmann die „unsittliche Erhöhung“ der Gebühren. Sollte die T&M mit der Rechnung nicht einverstanden sein, denke sie über eine Klage oder Sammelklage mit anderen betroffenen Kommunen nach. Mit dem Weihnachtsmarkt stützten Stadt und T&M kleine und mittelständische Unternehmen, Vereine und Ehrenamtliche. Die Gema greife mit dieser Erhöhung in eine große Tradition ein. Trotzdem werde die Preissteigerung nicht etwa auf Standmieten oder Ähnliches umgelegt, versichert Robert Frank. ⋌me

Hansjörg Stephan, Wenshuo Zhang und Uli Oechsle (von links) bauen eine Hütte der Speisemeisterei auf.

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