VonJulia Müllerschließen
Die Organisatoren diskutieren im Vorfeld mit der Polizei und dem Ordnungsamt über die Sicherheit auf dem Gmünder Weihnachtsmarkts.
Schwäbisch Gmünd. Die Besucher des Gmünder Weihnachtsmarkts sollen sicher sein – und sich auch so fühlen. Im Vorfeld diskutieren die Organisatoren von der Touristik & Marketing GmbH (T&M) jedes Jahr mit Vertretern der Polizei und des Ordnungsamts darüber, mit welchen Mitteln das am besten gelingt.
Wer soll wen in der Waffenverbotszone kontrollieren?
Waffenverbotszone: Manche Städte erklären ihre Weihnachtsmärkte zu Waffenverbotszonen. Richtet auch die Stadt Gmünd eine solche für das Weihnachtsmarktgelände ein? Nein, eine Waffenverbotszone sei nicht geplant, antwortet Organisator Robert Frank von der T&M. Denn „das ist doch nicht die grundsätzliche Lösung des Problems“: Wer solle das Verbot kontrollieren? Und wer soll nach welchen Kriterien kontrolliert werden? Zumal: „Was bringt die Verbotszone auf dem Weihnachtsmarkt, wenn ein Messerangriff am Kalten Markt oder am Bahnhofsvorplatz stattfindet?“, fragt er. Während des Gmünder Stadtfests im Juni gab es schließlich auch einen Messerangriff in Folge eines Streits – unabhängig von der Feier und nicht auf dem Festgelände.
Nicht jeder will auf dem Weihnachtsmarkt videoüberwacht werden
Videoüberwachung: Wegen des Datenschutzes ist Videoüberwachung rechtlich nur schwer durchzusetzen und in den Augen von Robert Frank auch nicht effektiv zur Verhinderung von Straftaten. Videoüberwachung alleine bringe gar nichts. Es brauche immer jemanden, der die Aufnahme rund um die Uhr überwacht und direkt vor Ort ist, um im Fall eines Tumults oder einer Straftat einzugreifen, sagt er und betont: „Es gibt einfach auch Leute, die wollen auf dem Weihnachtsmarkt nicht videoüberwacht werden.“
Privater Sicherheitsdienst ist dieses Jahr auch tagsüber im Einsatz
Sicherheitsdienst: Die T&M setze daher lieber auf mehr Sicherheitsleute auf dem Weihnachtsmarkt. Bisher war der private Sicherheitsdienst nur für die Nächte engagiert, um auf die Tiere in der lebendigen Krippe und die Stände aufzupassen. Beim Weihnachtsmarkt 2024 werden die Sicherheitsleute auch tagsüber auf dem Markt nach dem Rechten schauen. Zusätzlich zur Polizei und zum Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), die dort mit ihren Streifen präsent sein werden. Das Mehr an Sicherheitsleuten solle vor allem für ein besseres Sicherheitsgefühl bei den Besuchern sorgen, erklärt Robert Frank. Das lasse sich die Stadt 26.000 bis 40.000 Euro zusätzlich kosten, je nachdem, wie viele Streifen am Ende im Einsatz sein werden.
