VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Der einst umstrittene Moosenalmweg muss jetzt saniert werden. Der erste Abschnitt soll im Herbst in Angriff genommen werden.
Lenggries – Der Bau des Moosenalmwegs 1995 war eine mehr als umstrittene Baumaßnahme. Jahrelang hatte der Bund Naturschutz gegen die Erschließung an dieser Stelle gekämpft, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Knapp 25 Jahre später steht jetzt die Sanierung des knapp fünf Kilometer langen Weges, der fast 800 Höhenmeter überwindet, an.
Bereits in der Dezembersitzung hatte die Gemeinde Lenggries die Bauträgerschaft für den oberen, rund drei Kilometer langen Abschnitt des Weges im Naturschutzgebiet übernommen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Almbauern, die für die Sanierung in diesem Bereich zuständig sind, Fördermittel beantragen können. In der Märzsitzung folgte der Beschluss, einen Antrag auf Ausnahmeregelung gemäß Naturschutzgebietsverordnung zu stellen und die Arbeiten auszuschreiben. „Geplant ist ein Weg mit Dachprofil und einer ordentlichen Entwässerung“, erklärte Karl Ertl vom technischen Bauamt. Begonnen werden soll im Herbst. Die Kosten, die die Almbauern tragen, belaufen sich auf rund 175 000 Euro.
„Der Weg an sich wird nicht verändert“
Für den unteren knapp 1,8 Kilometer langen Abschnitt ab der Oswaldhütte sind die Bayerischen Staatsforsten verantwortlich. „Der Weg hat deutliche Schäden. Nach über 20 Jahren muss der einfach saniert werden“, sagt Robert Krebs, stellvertretender Leiter des Tölzer Forstbetriebs. Voraussichtlich im kommenden Jahr werde der untere Abschnitt in Angriff genommen. „Der Weg an sich wird nicht verändert, nur ertüchtigt“, sagt Krebs. Einige Kurven müssten ausgebessert werden, andere Bereiche seien unterspült. Metallene Querrinnen im Weg sollen künftig die Entwässerung verbessern.
Generell, betont Krebs, sei es ein Projekt, das der Forstbetrieb gemeinsam mit den Almbauern umsetzt. Dass der Weg von oben nach unten saniert wird, mache Sinn. Schließlich wäre es ungünstig, wenn über den gerade frisch gemachten unteren Wegabschnitt schwere Lastwagen rollen würden, um den oberen Bereich zu erreichen, sagt Krebs.
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Die Vorarbeiten für die Maßnahme waren umfangreich. „Das ist Naturschutzgebiet und Natura 2000-Gebiet. Da kann man nicht einfach anfangen zu sanieren“, erklärt Krebs. Die Naturschutzbehörden müssen eingebunden werden. Auch eine Begehung mit dem Naturschutz habe es bereits gegeben, sagt Krebs. „Eventuell brauchen wir auch noch eine ökologische Baubegleitung.“
Im oberen Bereich werden nun die Arbeiten ausgeschrieben. Im unteren Bereich, so Krebs, „versuchen wir einiges mit eigener Technik zu erledigen“.
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