Wetter-Chaos in Bayern: Gewitterfront bringt „heftigen Starkregen und Hagel“
VonTanja Kipke
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Felix Herz
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Regenchaos in Bayern: Überflutete Keller und Aquaplaning-Unfälle häufen sich. Und die Wetterprognosen versprechen keine Entwarnung.
Update vom 27. Juli, 20.13 Uhr: Die Gewitterwarnungen des DWD sind zum Großteil ausgelaufen, die Wetterlage hat sich beruhigt. Am Alpenrand gilt noch bis Dienstag, 11 Uhr, eine Warnung vor Dauerregen. Niederschlagsmengen von 40 bis 80 l/m² werden erwartet.
Die Prognose für Montag lässt auf einen nassen Wochenstart in Bayern schließen. „Am Montag im Tagesverlauf einzelne Gewitter mit Starkregen um 15 l/qm in einer Stunde und Böen bis 75 km/h“, so der DWD. „In der Südhälfte dabei nochmals lokal heftiger Starkregen über 25 l/qm in kurzer Zeit wahrscheinlich.“
Update vom 27. Juli, 19.13 Uhr: Eine neue Gewitterfront ist von Baden-Württemberg nach Bayern gezogen und sorgt im Allgäu für ordentlich Tumult. Der DWD warnt hier vor „schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel“. Die Warnung gilt für folgende Kreise noch bis 20 Uhr:
Neu-Ulm
Günzburg
Augsburg
Unterallgäu
Landsberg am Lech
Ostallgäu
Update vom 27. Juli, 18.08 Uhr: Das Wetter in Bayern hat sich etwas beruhigt. Zahlreiche Warnungen wurden aufgehoben. Der DWD warnt jetzt nur noch in Schwaben und Oberfranken vor Unwettern, die Warnungen der dritten Stufe gelten dort noch bis 19 Uhr. Bewohner müssen sich dort auf „heftigen Starkregen“ und Sturmböen einstellen.
Update vom 27. Juli, 16.55 Uhr: Die Gewitter wüten weiter über Bayern. Der Schwerpunkt hat sich in den Osten verlagert, die „höchsten“ Warnungen gelten derzeit in Niederbayern. Auch die Landeshauptstadt ist jetzt wieder betroffen, der DWD warnt hier noch bis 18 Uhr vor „starken Gewittern“.
Update vom 27. Juli, 15.25 Uhr: Derzeit gelten zahlreiche Gewitterwarnungen in Bayern. Betroffen ist vor allem Schwaben und Oberbayern, aber auch in Unterfranken krachte es ordentlich. In unserer Live-Karte können Sie alle aktuellen Warnungen mitverfolgen:
Die meisten DWD-Warnungen gelten noch bis 16 oder 17 Uhr. Aber auch für den Abend sind Gewitter vorhergesagt. Am Alpenrand gilt bis Dienstag, 11 Uhr, eine amtliche Warnung vor Dauerregen.
Update vom 27. Juli, 14.40 Uhr: Es gibt eine zweite „amtliche Unwetterwarnung“ in Bayern: Nun trifft es auch den Landkreis Dillingen an der Donau. Hier warnt der DWD: „Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 l/m² pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h und kleinkörnigen Hagel.“
Der Deutsche Wetterdienst gab am frühen Sonntagnachmittag auch eine „amtliche Unwetterwarnung“ für Teile Bayerns heraus. Damit war die zweithöchste Warnstufe erreicht. (Symbolbild)
Update vom 27. Juli, 14.20 Uhr: Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes stellt sich mittlerweile als oranger Flickenteppich dar. Dabei gelten für die eingefärbten Gebiete Gewitter-Warnungen. Dazu schreiben die Meteorologen jeweils, dass es zu „einzelnen Gewittern“ kommt, mit Starkregen, Windböen und kleinkörnigem Hagel. Die Niederschlagsmengen variieren je nach Region.
DWD warnt vor Starkregen, Windböen und Hagel in Bayern
Richtig ernst wird es aktuell aber zwischen Eichstätt, Ingolstadt und Kelheim. Dort gilt aktuell eine „amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel“. Im Detail heißt es: „Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 l/m² pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h und kleinkörnigen Hagel.“
Update vom 27. Juli, 12.20 Uhr: Wie von den DWD-Meteorologen angekündigt, kommt es pünktlich ab Mittag in Bayern zu neuen Gewittern. Die Dauerregen-Warnungen für die Alpenregion haben sowieso seit Samstag und noch bis Dienstag Bestand, zusätzlich gibt es aber nun akute Warnungen vor „starkem Gewitter“ in Bayern – und das gleich in vielen verschiedenen Landkreisen.
Neue Starkregenfälle treffen auf mehrere Landkreise im Freistaat.
Die Gewitter treffen nun auf weite Teile Oberbayerns und Frankens.
Zu den Warnungen heißt es jeweils vonseiten der Wetter-Experten: „Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h“.
Erstmeldung vom 27. Juli: München – Land unter im Freistaat: Die Wetterprognosen sagen weiterhin Regen und Gewitter voraus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet bereits am Sonntagmorgen, 27. Juli, mit Starkregen, der 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde bringen könnte.
Unwetter-Chaos in Bayern: Starkregen im Süden, ab Mittag Gewitter im Freistaat
Im Laufe des Vormittags sollen Gewitter aufziehen, begleitet von stürmischen Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel. Vereinzelt könnten sogar bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, so der DWD. Ab Mittag wird in ganz Bayern mit Schauern und Gewittern gerechnet. Die Temperaturen sollen zwischen 19 und 24 Grad liegen.
Dunkle Wolken am Horizont: In Bayern bleibt die Wetter-Lage angespannt. Der Deutsche Wetterdienst kündigt weitere Gewitter und Starkregenfälle an. (Symbolbild)
Im Alpenraum und im Alpenvorland erwartet der DWD anhaltenden Regen. Bis einschließlich Dienstag könnten zwischen 60 und 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 72 Stunden fallen. In einigen Gebieten seien sogar 120 bis 150 Liter möglich.
Starkregen in Franken – Überflutete Keller in Nürnberg
Am Samstag fielen in Nürnberg innerhalb von drei Stunden etwa 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Laut Feuerwehrangaben gingen am Nachmittag über 300 Notrufe ein. Die Rettungskräfte mussten rund 150 Mal ausrücken.
In den meisten Fällen liefen Keller voll. Auch in einer Tiefgarage und auf mehreren Straßen stand das Wasser etwa einen halben Meter hoch. Am Abend hörte der Regen dann auf.
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Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord meldete ebenfalls am Samstag mehrere Unfälle durch Aquaplaning, wie ein Sprecher mitteilte. Die Fahrer hätten ihre Geschwindigkeit nicht angepasst. Auf der Autobahn 3 bei Neuhaus am Inn (Landkreis Passau) verlor ein 31-jähriger Autofahrer auf nasser Fahrbahn die Kontrolle und prallte gegen die Mittelleitplanke.
Auch auf der Autobahn 73 bei Strullendorf (Landkreis Bamberg) kollidierte ein Auto wegen des Regens mit der Mittelleitplanke. Bei Forchheim stieß in der Nacht ein Mann mit seinem Fahrzeug gegen die Mittel- und Seitenleitplanke der Autobahn.
Wasserstände steigen – bislang aber keine Gefahr
Trotz der angekündigten Regenfälle und Gewitter meldeten die bayerischen Polizeipräsidien am Morgen keine außergewöhnlichen Einsätze. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd erklärte, dass im Bereich des Chiemsees die Wasserstände in Gewässern und Bächen zwar anstiegen, jedoch bisher keine Straßen oder Keller überflutet wurden. Lediglich in einem Tunnel stand zwischenzeitlich „minimal“ Wasser.
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Verrückte Wetterlage Ende Juli: Schnee oberhalb von 2.500 Metern
Auch in der Nacht zu Montag soll es weiterhin stark regnen. Der DWD erwartet vor allem in Schwaben und Oberbayern Starkregen. Die Gewitter sollen jedoch nachlassen. Auch am Montag wird laut DWD wieder Regen und Schauer erwartet. An den Alpen soll oberhalb von 2.500 Metern Schnee fallen.
In der Nacht zu Dienstag lasse der Regen vielerorts nach, teilte der DWD mit. Tagsüber wechseln sich Wolken und Schauer ab. Eine Ausnahme bildet der Alpenrand: Dort soll es weiterhin kräftig regnen, und auf den höchsten Gipfeln wird Schnee erwartet. (fhz)