Schwere Unwetter ziehen über Bayern: Warnung vor Dauerregen – „Sommermonsun“ dauert an
VonFelix Herz
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Wetter-Chaos in Bayern: Unwetter und heftiger Starkregen peitschen am Wochenende über den Freistaat hinweg. Meteorologen warnen eindringlich.
Update vom 27. Juli, 8 Uhr: Die Gewitterlage gönnt sich in weiten Teilen eine Verschnaufpause. Aktuell gilt nur im Süden Bayerns die Warnung vor Dauerregen, die sogar noch bis Dienstag läuft. Alle aktuellen Wetter-News gibt‘s in unserem Ticker.
Am Vortag sorgten die teils heftigen Regenfälle in Bayern aber für reichlich Chaos. Es gab schwere Unfälle, Evakuierungen und die Feuerwehr war teilweise im Dauereinsatz – unter anderem in Nürnberg ist die Rede von mehr als 300 Einsätzen, hauptsächlich aufgrund von vollgelaufenen Kellern. Eine Übersicht zu den Vorfällen gibt es hier.
21.13 Uhr: Der DWD warnte nicht umsonst vor schweren Unwettern mit Starkregen. Mehrere Ortschaften in Franken wurden regelrecht überflutet. Und noch immer gilt die zweithöchste Warnstufen für zwei Landkreise, einer davon in Oberbayern, der andere in Niederbayern: Altötting und Rottal-Inn. Gewarnt wird auch hier vor ergiebigem Starkregen, Sturm und Hagel.
18.37 Uhr: Weitere Gewitter mit Unwetter-Status ziehen über Bayern. Besonders viel Regen fiel auf einige Regionen in Franken. Straßen wurden zu Flüssen, Keller liefen voll. Die Feuerwehren waren vielerorts im Dauereinsatz. Eine weitere Unwetterzelle zog nördlich von Ingolstadt über Bayern. Derzeit liegt eine amtliche Unwetterwarnung für den Kreis Unterallgäu in Schwaben vor. Auch hier wird vor starken Regenfällen, Sturm und Hagel gewarnt.
16.28 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat weitere Unwetterwarnungen herausgegeben. Derzeit zieht sich eine Unwetter-Front von Nördlingen bis südlich von Nürnberg. Für mehrere Landkreise liegt eine amtliche Unwetterwarnung vor:
Update vom 26. Juli, 14.45 Uhr: Jetzt knallt es richtig – und zwar in Amberg! Hier warnt der DWD jetzt vor „schwerem Gewitter mit heftigen Starkregen“ – es handelt sich dabei um die zweithöchste Warnstufe, eine „amtliche Unwetterwarnung“.
Dazu heißt es vonseiten der Meteorologen: „Es treten örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 40 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h.“ Die Warnung gilt derweil für Amberg und Umgebung und läuft vorerst bis 15.30 Uhr.
Update vom 26. Juli, 14 Uhr: In Bayern breiten sich zunehmend „starke gewitter“ aus – die Warnlage beim Deutschen Wetterdienst wird ernster. Aktuell warnen die Meteorologen in zahlreichen Landkreisen, vor allem im Norden des Freistaats, vor Starkregen mit teils hohen Niederschlagsmengen. Die Warnkarte des DWD zeigt, wo die Warnungen aktuell gelten:
Update vom 26. Juli, 12 Uhr: Nun gibt es auch die ersten akuten Gewitterzellen in Bayern – und es trifft Franken! Über wieten Teilen Nordbayerns kommt es zu „starken Gewittern“, warnt der DWD. Die Meteorologen warnen: „Es treten einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h.“
Betroffen sind die Landkreise Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen, Bamberg, Haßberge, Lichtenfels, Coburg, Bayreuth, Kulmbach, Kronach und Tirschenreuth. Die Warnung dauert vorläufig bis 13 Uhr an.
Update vom 26. Juli, 10 Uhr: Schon gibt es die ersten konkreten Warnungen in der Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes. Betroffen ist die Alpenregion in Bayern. Dort gilt fortan die Warnstufe zwei (von vier). Es handelt sich um eine „amtliche Warnung vor Dauerregen“. Dazu heißt es: „Es tritt Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 60 l/m² und 90 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 120 l/m² erreicht.“
Die Warnung gilt ab 11 Uhr und vorläufig bis Dienstag, 29. Juli, 11 Uhr – also 72 Stunden lang!
Erstmeldung vom 26. Juli: München – Einen Vorgeschmack auf das Wochenende gab es am Freitagabend, 25. Juli, unter anderem in München. Immer wieder hatte es bereits die ganze letzte Woche in Bayern Regenschauer gegeben, am Abend aber donnerte und blitzte es plötzlich, dazu setzte heftiger Starkregen ein.
Auch in weiteren Teilen Bayerns kam es zu teils heftigen Gewittern. Mehrfach galt beim Deutschen Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Alarmstufe. Selbige Meteorologen warnen nun eindringlich, was dem Freistaat an diesem Wochenende noch blüht.
Im aktuellen Warnlagebericht nehmen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes kein Blatt vor den Mund. „Am Wochenende wiederholt Unwetter durch schwere Gewitter mit Starkregen, anschließend ergiebiger Dauerregen sehr wahrscheinlich“, fassen sie direkt zu Beginn des Berichts zusammen.
Zur Erklärung führen sie aus, dass „am Rande eines Azorenhochs eine mäßig warme und labil geschichtete Meeresluftmasse mit hoher Luftfeuchtigkeit“ nach Bayern gelangt. Diese Wetterlage nenne man laut DWD auch „mitteleuropäischen Sommermonsun“.
Und der hat es in den kommenden Tagen in sich. Am Samstag, 26. Juli, gebe es ab Mittag, am Nachmittag und bis in den Abend hinein Gewitter. Dabei komme es zu „örtlich heftigen, mit geringer Wahrscheinlichkeit auch extrem heftigen Starkregen mit Mengen zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde.“ Auch kleinkörniger Hagel und Windböen bis 60 km/h seien möglich.
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Eine Region besonders im Fokus: „Extrem heftiger Starkregen“ droht
In der Nacht zu Sonntag, 27. Juli, gibt es dann „nur“ noch vereinzelte Gewitter, die aber jeweils auch Starkregen-Potenzial haben – bis zu 25 Liter pro Quadratmeter sind in der Stunde möglich.
Generell warnt der Deutsche Wetterdienst fürs Wochenende aber vor allem vor anhaltendem Stark- und Dauerregen. Betroffen davon sind besonders die Alpen, heißt es. So schreiben die Meteorologen abschließend: „Am Wochenende in den Alpen wiederholt kräftige Regen- und Gewitterschauer, zu Wochenanfang Übergang in Landregen, anhaltend bis etwa Dienstagmittag“. Dabei seien „Regenmengen zwischen 100 und örtlich über 150 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 72 Stunden sehr wahrscheinlich“. (fhz)