VonSascha Karowskischließen
Die Zukunft der Signa-Projekte in München ist offen. Und so lange nicht weiter gebaut wird, sollen zumindest die Zäune verschwinden - fordert die CSU.
München - Nach dem Benko-Beben ist nach wie vor unklar, wie es mit den Projekten der österreichischen Signa in München weitergeht. CSU und Freie Wähler fordern nun die Stadtverwaltung auf, bis zur Klärung zumindest die Absperrungen der Baustellen an der Alten Akademie und am ehemaligen Kaut Bullinger-Haus an der Rosenstraße etwa zu reduzieren und die Flächen wieder für die Öffentlichkeit begehbar zu machen.
Alte Akademie: Nach der Insolvenz der Signa ist unklar, wie es mit dem Projekt in der Fußgängerzone weitergeht
Bekanntlich hatte die Signa des österreichischen Milliardärs René Benko Ende Oktober Insolvenz angemeldet und damit den Zusammenbruch des Immobilien- und Handelsimperiums eingeläutet.
Die Alte Akademie gehört zum Portfolie der Gruppe, der Umbau nebst umstrittener Verkleinerung der Arkaden hätte eigentlich voriges Jahr beendet sein sollen. Doch seit der Signa-Pleite ruhen die Arbeiten. Der Freistaat hatte das historische Areal 2013 in Erbpacht an die Signa veräußert. Die Staatsregierung prüft nun, welche Möglichkeiten sie hat, die Flächen zurückzuerhalten.
Aus Sicht von CSU und Freien Wählern im Münchner Stadtrat ist derzeit besonders ärgerlich, dass die Arbeiten zwar ruhen, Flächen wie beispielsweise der Richard-Strauß-Brunnen vor der Alten Akademie aber weiterhin durch Bauzäune versperrt und der Öffentlichkeit mithin entzogen würden.
Signa-Projekte in München: Baustellen-Absperrungen sollen weg - „wenn nicht aus Sicherheitsgründen gebraucht wird“
Alexander Reissl, CSU-Stadtrat und baupolitischer Sprecher, sagt: „Baustelleneinrichtungen sind ein notwendiges Übel, aber auch ein Zeichen dafür, dass die Stadt für Investoren attraktiv ist.“ Wenn die Baustelle aber monatelang und länger stillstünde, seien Absperrungen ein Ärgernis. Öffentliche Straßen hätten schließlich einen anderen Zweck. „Was nicht aus Sicherheitsgründen gebraucht wird, soll der Allgemeinheit zurückgegeben werden.“
