Haidhausen

Nach Anwohner-Klage: Auto-Verbot in der Weißenburger Straße – Fußgängerzone darf bleiben

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Das Verwaltungsgericht München hat im Eilverfahren eine Anwohner-Klage gegen die Fußgängerzone Weißenburger Straße abgewiesen. Es wird aber noch eine Verhandlung folgen.

München - Die neue Fußgängerzone Weißenburger Straße in München bleibt – zumindest vorerst. Wie unsere Redaktion aus dem Münchner Rathaus erfahren hat, hat das Verwaltungsgericht im Eilverfahren eine Klage gegen die Einrichtung der neuen Fußgängerzone abgewiesen. Es wird allerdings noch eine Hauptverhandlung folgen, wie das Gericht auf Nachfrage bestätigt.

Neue Fußgängerzone Weißenburger Straße mit Startschwierigkeiten: Anwohner zunächst erfolgreich

Wie berichtet, gibt es seit 12. August eine neue temporäre Fußgängerzone in Haidhausen – allerdings mit Verspätung. Nach einem Eilantrag von Anwohnern die Stadt die Einrichtung von Ende Juli auf den 12. August verschieben. 

Die neue Fußgängerzone in der Weißenburger Straße.

Ein Jahr lang sollen nach dem Willen der Stadt Autos von dem Straßenabschnitt verbannt werden. Außer Lieferverkehr und Radelnden mit Schritttempo dürfen dort laut Mobilitätsreferat nur Fußgänger unterwegs sein. Statt Parkplätzen sind unter anderem Sitzbänke und Hochbeete vorgesehen – in der einjährigen Testphase müssen Gehweg und Fahrbahn demnach aber erhalten bleiben. 

Neue Fußgängerzone Weißenburger Straße: Stadt plante die Eröffnung bereits am 29. Juli

Der Start der Fußgängerzone verlief – wie schon bei ähnlichen Vorhaben im vergangenen Jahr – nicht ohne Streit. Die Stadt plante die Eröffnung am 29. Juli schon deutlich vor der rechtlichen Wirksamkeit der Umwidmung der Straße. Kritiker des Projekts gingen aber mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht München dagegen vor – und die Stadt ruderte zurück. Mittlerweile ist die Umwidmung in Kraft. 

Nicht zum ersten Mal wehren sich Anwohner gegen verkehrsberuhigte Straßen: Schon im vergangenen Jahr hatten Münchner per Gerichtsverfahren für ein vorzeitiges Ende zweier sogenannter Sommerstraßen gesorgt. Beide Straßen waren als Teil eines Forschungsprojekts der TU München für Autos gesperrt sowie begrünt und umgestaltet worden. Bei mehreren Anwohnern hatte das scharfe Kritik ausgelöst. 

Autofreie Straßen in der Landeshauptstadt: Welche Projekte im kommenden Jahr folgen sollen

München will auch im kommenden Jahr weitere Straßen autofrei machen. Unter dem Titel „Nachbarschaftsviertel“ will das Mobilitätsreferat in zwei Münchner Stadtteilen nach dem Vorbild der „Superblocks“ in Barcelona großräumig verkehrsberuhigte Viertel einrichten, in denen hauptsächlich Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind. Konzeptvorschläge dafür sollen dem Stadtrat demnach voraussichtlich Anfang 2025 vorgelegt werden. 

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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