Eingeschleppter Asiatischer Laubholzbockkäfer entdeckt

Gefürchteter Schädling erreicht den Landkreis Miesbach

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist jetzt auch im Landkreis Miesbach nachgewiesen.

Wo er auftaucht, droht Kahlschlag: Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist als Schädling gefürchtet. Und jetzt hat er auch den Landkreis Miesbach erreicht.

Miesbach – Jetzt ist der gefürchtete Schädling auch im Landkreis Miesbach angekommen: Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) am Dienstagabend meldete, ist ein Fund des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Miesbach bestätigt. 

Der ALB befällt nahezu alle heimischen Laubbäume – vom Ahorn bis zur Zwetschge. Tritt der Befall im Freiland auf, hilft oft nur Kahlschlag.

Alle wichtigen Fragen zum Asiatischen Laubholzbockkäfer in Miesbach beantworten wir in diesem Artikel

Nach Verdachtsmeldungen war am Montag laut LfL ein Team vor Ort und fand mehrere befallene Bäume sowie Käfer. Bürger, die Bäume mit Bohrspuren und großen Larvengängen oder den Käfer selbst (schwarz mit weißen Flecken, schwarz-weiß geringelte Fühler, Körper etwa zweieinhalb bis vier Zentimeter lang) entdecken, werden gebeten, sich umgehend bei der LfL zu melden (0 81 61 / 71 57 30, E-Mail ALB @ LfL.bayern.de). 

Der Asiatische Laubholzbockkäfer hat Miesbach erreicht - wie geht es jetzt weiter?

Die genauen Ausmaße des Befalls würden jetzt vor Ort analysiert, um ein Baumkataster zu erstellen. Die LfL bittet die Bevölkerung um Zutritt zu den Grundstücken. Das weitere Vorgehen werde eng mit der Stadt, dem Landratsamt sowie dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen abgestimmt.

Wie der eingeschleppte Käfer nach Miesbach kam, ist unklar - 2015 tauchte er aber schon im Stadtgebiet München auf. Im Landkreis München herrscht seither Ausnahmezustand. Immerhin: In Murnau zeigt der Kampf gegen den Invasoren inzwischen Wirkung. 

ag

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