Wenige, aber dafür zeitintensive Projekte

Ausblick 2023: In Irschenberg stehen zeitintensive Projekte mit Tragweite im Vordergrund

+
Die Kläranlage von Irschenberg soll neu gebaut werden. Nach Verzögerungen ist für Ende 2023 die Ausschreibung der Gewerke geplant. Der Bau soll 2024 erfolgen.
  • schließen

Für 2023 sind es nur wenige Projekte, die die Gemeinde Irschenberg umsetzen muss, aber die haben es dafür in sich. Zentrales Thema ist dabei der beantragte Kiesabbau in Oberhasling und die beabsichtigte Änderung des Flächennutzungsplans, mit dem der Kiesabbau in der Gemeinde verträglich geregelt werden soll.

Noch im Januar soll zum Thema Kiesabbau laut Bürgermeister Klaus Meixner (CSU) eine öffentliche Vorstellung der aktuellen Situation erfolgen. Der Termin werde noch bekannt gegeben. Fest steht bereits, dass die Bürgerinitiative Irschenberg ihrerseits ebenfalls einen Informationsabend veranstaltet. Termin ist Mittwoch, 11.6Januar, ab 19 Uhr im Kramerwirt (wir berichteten).

Dabei kann es sogar sein, dass es zu einem neuen Flächennutzungsplan gar nicht kommt. Wie berichtet, hat die Gemeinde parallel zum Planänderungsverfahren dem Bauwerber, der Hafner Beton GmbH aus Brückmühl, einen Entwurf für einen städtebaulichen Vertrag zugesandt, der die Anpassung des Flächennutzungsplans hinfällig machen würde. Details verrät Meixner nicht – er verweist auf den öffentlichen Termin der Gemeinde.

Lesen Sie auch: Bürgermeister rüffelt Bürgerinitiative im Gemeinderat wegen Flyer

Ein weiteres großes Projekt hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres auf den Weg gebracht: den Bebauungsplan für das geplante Wohnbaugebiet Leitzachfeld im Ortsteil Auerschmied. Wie berichtet, geht es dabei um eine 12 800 Quadratmeter große Fläche, auf der bis zu knapp 10 000 Quadratmeter Wohnbebauung erfolgen soll. Diese Begrenzung ist notwendig, weil das im Außenbereich befindliche Areal sonst nicht im beschleunigten Verfahren bearbeitet werden kann. Auch hier gibt es laut Meixner keinen konkreten Zeitplan.

Neubau der Kläranlage soll 2024 beginnen

Vage ist auch das Vorgehen beim Bau der neuen Kläranlage in Irschenberg. Eigentlich sollten die Gewerke für den Ersatz der 1981 errichteten Anlage bereits im Winter 2021/22 vergeben werden, gefolgt vom Baubeginn im Frühjahr 2022 sowie die Inbetriebnahme im Frühjahr 2023. Doch dieser Zeitplan hat sich gründlich zerschlagen. Jetzt wird 2023 zum Planungsjahr. Laut Meixner soll Ende 2023 die Ausschreibung erfolgen. Im Frühjahr 2024 sollten dann die Angebote vorliegen, sodass der Bau anschließend beginnen soll. Bis dahin muss der Gemeinderat noch klären, wie die Baukosten – diese lagen 2020 noch bei 6,5 Millionen Euro – geschultert werden sollen und mit wie viel die Bürger mit einer Extrazahlung belastet werden.

Im Hochwasserschutz wird weiter geplant

In Sachen Hochwasserschutz wartet die Gemeinde noch auf die Unterlagen, die das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim erstellt und die als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen. Die Studie soll 2023 starten. Die dringlichen Maßnahmen wurde laut Meixner bereits umgesetzt. Beim Breitbandausbau wird die Planung weiter abgearbeitet. Für den Irschenberger Bürgermeister ein schleppender, weil zu langsamer Vorgang: „Es geht nicht vorwärts. Dabei brauchen unsere Firmen das schnelle Internet.“

ddy

Zur Serie

Der Jahreswechsel bietet Gelegenheit, nach vorne zu blicken. Welche Projekte möchten die Kommunen 2023 voranbringen, welche Bauvorhaben werden umgesetzt, wo besteht Nachholbedarf? Wir haben uns in den Rathäusern des Landkreises umgehört.

Kommentare