Erster Öffnungstag

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Die Kunden hatten darauf gewartet: Rege war die Frequenz in den Geschäften, die am Montag wieder öffnen durften.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sowohl Kunden als auch Inhaber und Verkäufer hatten den Tag herbeigesehnt. Am Montag war es nun soweit, und der Großteil der Geschäfte durfte nach der langen Corona-Zwangspause wieder öffnen. Der Tölzer Kurier fragte in Läden nach, wie der erste Tag lief.

Cornelia Seck, „Canvero Accessoires“, Bad Tölz: „Es fühlt sich gut an, das Geschäft wieder offen zu haben. Ich bin voller Tatendrang und Elan. Die letzten Tage habe ich umdekoriert, da ich zum Zeitpunkt der Schließung noch die Winterware im Laden hatte. Heute gab es kurz nach Öffnung schon einen großen Andrang, da ich Multifunktionstücher im Angebot habe, die man ganz wunderbar als Maske verwenden kann. Die Sicherheit meiner Kunden gewährleiste ich durch Abstandslinien auf dem Boden und Desinfektionsspray, das jeder benutzen darf. Daran, sich mit den Kunden mit Maske zu unterhalten, werden wir uns schon gewöhnen. Wie es jetzt weitergeht, wird die Zeit zeigen, wobei ich befürchte, dass die Menschen das Geld jetzt eher erst einmal festhalten.“

Hubert Schöffmann, Buchhandlung Urban, Bad Tölz: „Ich freue mich riesig, dass wir wieder offen haben und dass es wieder normal läuft. Ich war in den vergangenen Wochen vor allem damit beschäftigt, Onlinebestellungen abzuarbeiten und auszuliefern. Am ersten Tag waren mehr Kunden da, als ich gedacht hatte. Natürlich musste ich den Laden etwas umgestalten: Die Kasse habe ich versetzt, damit die Kunden sich auf einer Einbahnstraße durch den Laden bewegen. Und wer braucht, bekommt hier neben Händedesinfektion auch eine Einwegmaske, falls er keine hat. Dass man jetzt nur noch die Augen sieht, ist natürlich ungewohnt, aber die Augen sagen ja auch viel aus. Insgesamt kann ich mich über die vergangenen Wochen nicht beklagen. Ich bin gut durch die Zeit gekommen und von mancher Liefertour mit mehr Geschenken zurückgekommen, als ich Bücher dabei hatte. Für die nächsten Tage werde ich den Laden jetzt um 15 Uhr schließen und bei Bedarf die Zeiten verlängern.“

Barbara und Maximilian Hauser, „Männermode Hauser“, Bad Tölz: „Das Gefühl, wieder im Laden zu stehen, ist erleichternd. Die vergangenen Wochen waren schwierig für uns, und so sind wir um so glücklicher, jetzt wieder Kunden bedienen zu können. Wir haben unser Geschäft natürlich vorbereitet und Scheiben vor der Kasse angebracht. Außerdem kann sich hier jeder am Desinfektionsmittel bedienen, und die Abstandsregeln werden eingehalten. Wer keine Maske hat, bekommt eine von uns. Die Kundenzahlen von heute haben uns doch etwas überrascht, es waren mehr als gedacht. Aber das was zuletzt verloren gegangen ist, lässt sich nicht aufholen.“

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„Kunden akzeptieren die Abstandsregeln“

Marianne Öttl, Mitarbeiterin „Intersport Peter“, Bad Tölz: „Es ist so ein schönes Gefühl, dass endlich wieder etwas Normalität eintritt. Wir haben einige Abstandsregeln im Geschäft, zum Beispiel eine Einbahnstraße. Wir weisen die Kunden auch mit Zetteln darauf hin. Aber ich habe das Gefühl, dass sie das auch gut akzeptieren. Wer keine Maske hat, bekommt eine von uns, und die Hände kann man sich natürlich auch desinfizieren. Der Andrang heute war ganz gut, wobei unsere Kunden gezielt nach dem suchen, was sie in den vergangenen Wochen nicht so leicht bekommen haben. Für den Moment haben wir die Öffnungszeiten leicht reduziert, aber das passen wir an, wenn es nötig wird.“

Bettina Krinner, „Foto Bettina Krinner“, Lenggries: „Dass ich mein Fotogeschäft wieder offen haben darf, freut mich sehr, denn ich mache meinen Job mit Leib und Seele. Den Umsatz, der mir in den vergangenen Wochen entgangen ist, hol’ ich nicht mehr rein, zumal ja noch ungewiss ist, wann zum Beispiel wieder Hochzeiten stattfinden. Ich kann durch die hier vorhandene Raumstruktur mit zwei Eingängen gut auf die Abstandsregeln achten. Ansonsten habe ich alle Vorkehrungen getroffen. Das Geschäft ist allerdings heute noch etwas ruhig angelaufen, da die Kunden sehr vorsichtig sind. Viele rufen vorher an und fragen, was möglich ist. Die Unterhaltung mit Maske ist schon etwas distanziert. Man muss lauter sprechen, und beim Fotografieren läuft der Sucher an. Aber jetzt achte ich einfach mehr auf die Augen, die ja ganz wunderbar lächeln können.“

Monika Probst, „Haushaltswaren Probst“, Lenggries: „Das Geschäft wieder aufzusperren, ist sehr schön. Wir achten sehr auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen, zum Beispiel mit jeweils einem eigenen Ein- und Ausgang und Hinweisschildern. Wir lassen acht Leute in den Laden, und wer keine Maske trägt, wird sofort wieder rausgeschickt. Doch die meisten Kunden halten sich an die Vorgaben. Durch die Masken erkennt man leider nicht sofort jeden Kunden, aber auch daran werden wir uns gewöhnen. Das Kundenaufkommen, war heute so, wie ich es erwartet habe: durchaus bewegt. Und viele Kunden sind froh, dass wir wieder für sie da sein dürfen. (Arndt Pröhl)

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