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Bahnübergang Fasanerie kommt weg: Zwei Röhren ersetzen die Schimpf & Stau-Schranke in München

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So soll der neue Tunnel für Fußgänger und Radfahrer aussehen. Der für Autos ist weiter südlich.
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Der Bahnübergang nahe der Haltestelle Fasanerie wird durch zwei Unterführungen ersetzt. Das soll die Sicherheit verbessern. Und die Aufenthaltsqualität.

München – Die Stau-Schranke in Feldmoching soll bald der Vergangenheit angehören. Der Stadtrat hat am Dienstag zugestimmt, den Bahnübergang nahe der Haltestelle Fasanerie zu entfernen und durch zwei neue Unterführungen zu ersetzen, eine für Autos & Co., die andere für Fußgänger und Radfahrer. Kostenpunkt: knapp 100 Millionen Euro. Luxus-Lösung für den Uralt-Übergang!

Bahnübergang Fasanerie kommt weg: Zwei Röhren ersetzen die Schimpf & Stau-Schranke in München

Die Schranke war aber nicht nur für zahlreiche Staus verantwortlich, sondern auch zum Schämen. Weil nämlich ein Auto gegen den Schlagbaum gebrettert war und die Automatik beschädigt hatte, mussten Bahnmitarbeiter über Monate ein Seil spannen, wenn Züge kommen. Mehrfach kam es beinahe zu folgenschweren Unfällen.

Das soll der Vergangenheit angehören, das Eisenbahn-Bundesamt plant den Rückbau des Bahnübergangs. Die Feldmochinger Straße wird dann größtenteils auf die Trasse der Borsigstraße verschwenkt und südwestlich des bisherigen Übergangs durch eine Unterführung wieder auf die bestehende Feldmochinger Straße geführt. Dort soll dann künftig der Verkehr fließen. An der Stelle, wo jetzt der Bahnübergang liegt, wird aber auch gebaggert, denn dort entsteht ein Tunnel für Radler und Fußgänger. Den Löwenanteil der Gesamtkosten in Höhe von 96,1 Millionen Euro übernimmt der Bund, die Stadt zahlt einen Anteil von 19,4 Millionen Euro. Baustart soll 2026 sein, die Bauzeit beträgt wohl sechs Jahre.

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Bahnübergang Fasanerie kommt weg: Zwei Röhren ersetzen die Schimpf & Stau-Schranke in München

„Ich freue mich, dass das Baureferat an dieser beengten Stelle eine gute Lösung für alle gefunden hat und die langjährigen Wünsche der Menschen in der Fasanerie und in Feldmoching berücksichtigt“, sagt Stadtrat Florian Schönemann von den Grünen. „Mir gefällt besonders, dass dort, wo bislang der beschrankte Bahnübergang ist, künftig alle, die zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren oder mobilitätseingeschränkt sind, mehr Platz gekommen. Die große Freitreppe in Kombination mit dem geschwungenen Radweg ist gestalterisch ein echtes Plus und wertet das Bahnhofsumfeld auf!“

Die Situation am Bahnübergang sei nicht zufriedenstellend, sagt SPD-Stadtrat Klaus Peter Rupp. Die Autos stünden oft im Stau, die Bahnsteige seien nicht barrierefrei. „Uns ist es gelungen, an dieser Stelle eine gute Lösung zu finden. Mit zwei Unterführungen beschleunigen wir den Durchfahrtsverkehr, machen die Überquerung der Bahnstrecke sicherer und barrierefrei und schaffen einen schönen Platz mit Aufenthaltsqualität.“

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