Oide Wiesn

Nach Herzkasperl-Urteil: Stadtrat freut sich über Klarheit – „Alle fair und gleich behandelt“

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Das Herzkasperl-Festzelt von Beppi Bachmaier auf der Oidn Wiesn.
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Der Münchner Stadtrat reagiert erleichtert auf den Richterspruch gegen das Herzkasperlzelt. Es bleibt aber der Wunsch, das Vergabeverfahren zu ändern.

München - Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts gegen die Klage von Wiesn-Wirt Beppi Bachmeier wird im Münchner Rathaus wohlwollend aufgenommen. SPD-Stadtrat Klaus Peter Rupp sagte unserer Redaktion: „Wir begrüßen das Urteil grundsätzlich. Es zeigt, dass unser derzeitiges Bewertungsverfahren stabil und rechtlich nicht angreifbar ist.“

Urteil zum Herzkasperlzelt: Wirt Beppi Bachmeier kündigt Gang in die nächste Instanz an

Bachmeier hatte am Dienstagabend (18. Juni) angekündigt, die Klage vor den Verwaltungsgerichtshof (VGH) zu tragen, um die Zulassung des Herzkasperlzeltes für die Oide Wiesn zu erzwingen. Der Senat wolle schnell darüber entscheiden, sagte ein Gerichtssprecher. Weil der Aufbau der Zelte fürs Oktoberfest schon Anfang Juli beginnt, erwarteten die Beteiligten eine Entscheidung noch im Juni. 

Die Boandlkramerei hatte im Vergabeverfahren der Stadt mehr Punkte erzielt und wurde statt des Herzkasperlzelts zugelassen. Die Richter beurteilten die Vergabepraxis als nachvollziehbar und sahen keine Benachteiligung. Rupp: „Alle Bewerbenden, ob Gastronomie oder Schausteller, haben nun die Gewissheit, dass beim größten Volksfest der Welt alle fair und gleich behandelt werden.“ Davon unabhängig will der Stadtrat Jahr überlegen, wie das Kulturprogramm auf der Oidn Wiesn für das kommende Jahr stärker gewichtet werden kann.

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Vergabeverfahren für Oide Wiesn: Stadträte dringen auf Änderungen der Kriterien

Wiesn-Stadträtin Anja Berger sagte unserer Redaktion: „Das Gericht hat bestätigt, dass das Vergabeverfahren der Stadt korrekt und nachvollziehbar ist. Diesem Verfahren sind wir verpflichtet. Nichtsdestotrotz wollen wir prüfen, ob alle Kriterien im Vergabeverfahren noch zeitgemäß sind – oder ob es gerade hinsichtlich des Kulturprogramms Neuerungen braucht, um den besonderen Charakter der Oidn Wiesn gewährleisten zu können.“

„Ich begrüße, dass das Gericht festgestellt hat, dass die Stadt rechtmäßig gehandelt hat“, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl. Für ihn ist aber noch ein anderer Aspekt wichtig, der noch zu klären sein wird. „Gleichzeitig bin ich sehr befremdet darüber, welche bösartigen Gerüchte da zum Teil von Beteiligten verbreitet wurden. Das muss Konsequenzen haben.“

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