VonMelina Staarschließen
Vor etwas mehr als einem Monat wurde Richtfest gefeiert auf der Baustelle der neuen Turnhalle in Arzbach. Die Arbeiten gehen weiter voran – trotz der Krise.
Arzbach – „Wir haben keinen Corona-Bauverzug“, sagt Peter Willibald, der Vorsitzende des Sportvereins Wackersberg-Arzbach. An der neuen Turnhalle des Vereins wird weiter gearbeitet. Der Zeitplan sei zwar seit Beginn der Baumaßnahme dennoch stetig nach hinten gerutscht. Das lag laut Willibald aber an der schwierigen Auftragslage im Handwerk. „Alle hatten ihre Terminbücher voll.“ Auch habe man sich keinen Zeitdruck gemacht. „Wir wollten gute Qualität zu gutem Preis“, erklärt Willibald. „Wir haben 15 Jahre hingearbeitet, um so eine Halle zu bekommen. Da soll alles passen.“
Die Sportstätte sei für die nächsten 50 Jahre ausgelegt. „Das haben wir uns so gewünscht.“ Daher wurde auf die Details geachtet: Die LED-Lampen, die nun eingebaut werden, seien zwar ein „Riesenkostenfaktor“, so Willibald. Auf der anderen Seite seien sie stromsparend. „Es hätte nichts gebracht, wenn wir jetzt gespart hätten und in zehn Jahren alle Lampen austauschen müssten.“ Auch ein System, das die Helligkeit entsprechend der Witterungsverhältnisse anpasse, sei zwar nicht billig gewesen, spare aber am Ende Energie.
Derzeit werde verputzt. Verschiedene Dinge wie Elektrik, Lüftung und der Einbau von Sportgeräten und Boden stehen noch an. Vergeben sind die wesentlichen Arbeiten: Estrich, Heizung, Geräte und Bodenbelag. Um Letzteren kümmert sich eine Spezialfirma aus Rosenheim.
So feierlich war das Richtfest im März
Für ein paar Punkte sei die Absegnung durch den SVW-Vorstand notwendig. Willibald: „Eine Besprechung abzuhalten ist derzeit aber schwierig.“ Nun werden noch die Fliesenleger-Arbeiten ausgeschrieben. Auch hier soll Regionalität und Qualität bevorzugt werden.
Trotz aller Widrigkeiten ist das Ziel, die Halle bis Ende des Jahres fertigzustellen, nicht aus der Sicht geraten. Inwiefern die Halle vielleicht schon früher genutzt werden kann, wenn etwa nur noch im Freien Arbeiten an den Parkplätzen anstehen, weiß Willibald nicht. Man müsse sehen, ob eine Abnahme in Teilen erfolgen könne. Im Grunde fertig und schon fast nutzbar ist beispielsweise der Gymnastikraum.
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„Wir sind mit allem sehr zufrieden“, sagt Willibald. Magenschmerzen habe ihm aber bereitet, als er sah, wie bei anderen Bauvorhaben die Kosten in die Höhe geschnellt seien aufgrund der Schwierigkeiten, entsprechende Firmen für die Arbeiten zu finden. „Aber wir sind nur knapp über dem Budget“, sagt er. Das sei hauptsächlich neuen Verordnungen geschuldet. Und eben den hohen Qualitätsansprüchen, die man sich selbst gestellt habe.
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