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Der Chef der Freien-Wähler-Fraktion möchte die Bahn nach Geretsried bringen. Der Verkehrsminister hatte das Projekt nicht in sein Modernisierungsprogramm geschrieben.
Wolfratshausen/Geretsried – „Starke S-Bahn München“ hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sein Modernisierungsprogramm überschrieben. 20 Baumaßnahmen sind darin aufgelistet, eine sucht man vergeblich: die Verlängerung der S7 nach Geretsried. Beim gemeinsamen Stammtisch der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) mit den Freien Wählern (FW) aus Geretsried flammte das Thema auf.
Bayerischer Spitzenpolitiker fordert Tempo bei S7-Ausbau
Florian Streibl, Fraktionschef der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, betonte ein Ziel seiner Fraktion: „Wir wollen die Maßnahmen an den Ästen der S-Bahn schneller voranbringen“, sagte er. Dazu gehört seiner Meinung nach auch die S7-Verlängerung. „Die Leute können nicht bis 2035 warten, bis sich mal etwas verbessert.“ Ein Grund für die Verzögerung bei einigen Infrastrukturprojekten seien die Komplikationen beim Bau der zweiten Stammstrecke: „Es wird nicht nur teurer, es dauert auch noch länger.“
Stammstrecke oder S7-Verlängerung? „Darum geht es nicht“
Beim Stammtisch kam die Frage auf, ob die S7-Verlängerung angesichts angespannter Finanzen der Preisexplosion bei der zweiten Stammstrecke zum Opfer fallen könnte. Ann-Kathrin Güner, Vorsitzende der Freien Wähler in Geretsried, wollte das nicht gelten lassen: „Es geht nicht um: ,Stammstrecke oder Außenbereich’.“ Ziel sei, beides zu schaffen. Streibl sah es ähnlich: Seine Fraktion lege Wert darauf, dass Mehrkosten bei der Stammstrecke nicht mit Regionalisierungsmitteln bezahlt würden. „Die sollen für die Regionen ausgegeben werden.“
An diesem Donnerstag (17 Uhr, Loisachhalle) ist die S7-Verlängerung Thema in einer gemeinsamen Sitzung der Stadträte aus Wolfratshausen und Geretsried.

