VonFelix Herzschließen
Schneefall und Glätte sorgen in Teilen Bayerns für Chaos. Besonders der Berufsverkehr ist betroffen, mit über 15 Unfällen innerhalb einer Stunde.
München – In Teilen Bayerns haben Schneefall und Glätte zu Behinderungen geführt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert weiterhin Glätte durch Schneematsch im südlichen Alpenvorland und in den Mittelgebirgen. Auch in Nord- und Ostbayern sind wiederholte Schnee- oder Schneeregenschauer zu erwarten. Ein Überblick zur aktuellen Lage.
Nicht nur Bayern ist übrigens von der winterlichen Wetterlage betroffen – auch in NRW droht ein echtes Schneechaos.
Winter-Einbruch in Bayern: Glätte-Gefahr für Autofahrer – zahlreiche Unfälle in kurzer Zeit
Ein Sprecher der Polizei mahnte insbesondere Autofahrer zu erhöhter Vorsicht und warnte vor zusätzlichen Glätte-Unfällen, insbesondere während der Stoßzeiten. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden seit 6.30 Uhr vermehrt Unfälle gemeldet: In der ersten Stunde gab es über 15 wetterbedingte Unfälle. Neben der A7 waren auch die A96 und einige weitere Straßen von den Unfällen und dem Wetter betroffen.
Nachdem es aufgrund der Witterung zu Weichenstörungen im S-Bahn-Verkehr im Landkreis Starnberg gekommen war, verkehren die Züge nun wieder ohne größere Probleme, so die S-Bahn München. Fahrgästen wurde zuvor am Vormittag geraten, vor der Fahrt ihre Verbindung zwischen Weßling und Herrsching am Ammersee zu prüfen.
Anhaltender Schneefall in den Mittelgebirgen und anderen Gebieten
Laut DWD müssen sich die Menschen in den Mittelgebirgen bis in die Nacht zum Donnerstag, 21. November, auf wiederholte Schneeschauer und einen bis fünf, stellenweise bis zehn Zentimeter Neuschnee einstellen. Auch in anderen Gebieten sind Schneeschauer, etwa in der Nordosthälfte sowie in Alpennähe, und Glätte durch überfrierende Nässe oder geringen Schnee zu erwarten.
Darüber hinaus sind in Nordbayern vereinzelt kurze Wintergewitter mit Böen um 60 Kilometer pro Stunde möglich. Ein Sprecher des DWD erklärte, dass solche Gewitter ähnlich wie Sommergewitter entstehen, wenn es größere Temperaturunterschiede zwischen der Luft in der Höhe und am Boden gibt. Wintergewitter treten laut den Angaben seltener auf und dauern in der Regel maximal eine halbe Stunde. Zudem sind Wintergewitter in der Regel schwächer als Sommergewitter.
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Nach Schneeschauern ist Sonne in Sicht
Die Wetterexperten prognostizieren für den Donnerstag nach anfänglichen Schneeschauern im Norden und Osten Bayerns sowie im Allgäu häufiger Sonnenschein - am Abend ziehen jedoch von Südwesten her wieder dichtere Wolken auf und in Schwaben, Ober- sowie Südbayern setzt erneut Schneefall ein.
Am Freitag, 22. November, sollen sich die Schneefälle rasch an die Alpen zurückziehen und dort bis Mittag abklingen. Doch schon am Nachmittag werden von Nordwesten her Schneeschauer erwartet. Auch in der Nacht zum Samstag ist gebietsweise Schneefall oder Schneeschauer und damit Glätte zu erwarten.
Der DWD rechnet tagsüber neben Schneeschauern am Alpenrand und an den Mittelgebirgen im Osten mit viel Sonne. Ab dem Nachmittag soll es von Westen her wieder wolkig werden, aber zunächst trocken bleiben. (fhz)
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