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Örtlich sind bis zu 10 Zentimeter Neuschnee möglich, weil ein Schneetief den Winter nach NRW bringt. Ein Wetter-Experte spricht von „Schneechaos“. Wir sagen, wo.
Hamm - Es wird ernst. Zehn Tage vor dem meteorologischen Beginn des Winters am 1. Dezember gibt es in Nordrhein-Westfalen einen Vorgeschmack auf Schnee und Verkehrschaos. Der angekündigte Wintereinbruch ist da. Schuld daran ist ein Tief, das über Belgien und die Niederlande zu uns kommt und hier für teils heftige Schneeschauer sorgt. Weiße Straßen und Lkw, die an Steigungen festhängen - „diese Bilder werden wir mit Sicherheit in den nächsten Tagen sehen“, sagt Fabian Ruhnau von kachelmannwetter.de.
Bis zu 10 Zentimeter Neuschnee: Wo in NRW in den nächsten Tagen „Schneechaos“ droht
Allerdings: Nicht ganz NRW wird zum Winterparadies oder - je nach Ansicht - zur weißglatten Schneehölle. Zwar kann es ab Mittwoch, 20. November, Schnee bis ins Flachland geben, doch überleben wird er dort nicht allzu lange. Deutlich kerniger wird die Lage in der Eifel, im Bergischen Land, im Siegerland und im Sauerland. „Insbesondere wo man bisschen höher kommt, ist durchaus ein Schneechaos möglich, weil es richtig starke Schneeschauer gibt“, sagt Wetter-Experte Ruhnau.
Schon am Mittwoch wird der Westen Deutschlands vom Schneetief getroffen. Im Bergland ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei Gewittern und stürmischen Böen mit bis zu fünf Zentimetern Neuschnee oberhalb von 300 Metern zu rechnen, stellenweise sogar mit bis zu zehn Zentimetern. Vorsicht, Glättegefahr! Diese Warnung gilt im Übrigen auch im Flachland, denn dort kann Schneematsch zu seifigen Straßen führen. Im Süden von Deutschland gab es bereits heftige Schneefälle, wie merkur.de schreibt.
Vorsicht im Berufsverkehr: Es wird glatt auf den Straßen in NRW
In der Nacht zu Donnerstag, 21. November, sinken die Temperaturen stellenweise auf bis zu minus vier Grad ab. Im Sauerland ist eine dünne Schneedecke bis in die Täler hinunter möglich. Pendler müssen sich im Berufsverkehr auch auf Glätte durch überfrierende Nässe einstellen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Lage, desto dicker die Schneeschicht. Besonders heftig wird es nach Angaben des DWD in der Eifel. Dort, wo das neue Tief aus dem Westen als erstes auf Berge trifft, können bis zu 8 Zentimeter Neuschnee fallen.
Im weiteren Verlauf des Donnerstags sowie am Freitag, 22. November, ist mit ähnlichen Bildern zu rechnen: Tagsüber in den Höhen von Sauerland, Bergischem Land, Siegerland und Eifel neuer Schnee, Glätte und mitunter stürmische Böen, im Flachland dagegen nur Schneeregen und Schneematsch.
Doch es bleibt vorerst nur bei einem winterlichen Intermezzo. Am Samstag steigen die Temperaturen wieder - und ab der kommenden Woche könnte es dann wieder richtig warm werden.
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