VonMelina Staarschließen
Ja, die Gemeinde Wackersberg möchte gerne, dass sich in Straß ein Hotel und ein 18-Loch-Golfplatz etablieren können. Ein paar Änderungen sind nötig, dann könnte es aber schnell gehen.
Wackersberg – Es war der am längsten besprochene Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Wackersberger Gemeinderats am Dienstagabend: der Billigungsbeschluss zum „Bebauungsplan mit Hotel Straß“.
Wie laufend berichtet, soll an der Stelle des früheren „Strasserhof“ ein Hotel mit 30 Zimmern entstehen. Zugleich soll der angrenzende Golfplatz auf 18 Löcher erweitert werden, um dessen Attraktivität zu steigern. Dafür muss der Flächennutzungsplan (FNP) geändert und ein eigener Bebauungsplan aufgestellt werden.
Es war bereits die vierte Änderung des FNP, die Bürgermeister Alois Bauer vorstellte. „In zwei Bereichen wurde etwas geändert.“ So habe es einen Grundstückstausch gegeben, damit nun das Sondergebiet für das Hotel ausgewiesen werden kann. Die Räte billigten den Entwurf und die erneute Auslegung.
Danach wurde über den Vorentwurf des Bebauungsplans diskutiert. Der Gemeinderat wünscht sich, dass klarer dargestellt wird, welche Nutzung sich der Bauherr für die einzelnen Gebäude vorstellt – etwa mit der Angabe der genauen Wand- und Dachhöhen. „Wir möchten nicht nach ein bis zwei Jahren wieder alles ändern müssen“, erklärt Bauer auf Nachfrage. „Daher soll der Bauherr jetzt bereits alles einzeichnen, was möglich ist.“ Also beispielsweise auch weitere Gebäude, die nötig werden können, falls der Platz auf 18 Loch erweitert werden sollte. „Es muss alles zusammen funktionieren“, so Bauer.
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Die Erweiterung des Platzes auf 18 Loch soll im Übrigen auf der vorhandenen Fläche möglich sein. „Die Spielbahnen werden enger gelegt, so dass ein vollwertiger 18-Loch-Platz entsteht“, so Bauer. Jeder Golfer könne entscheiden, ob er eine kurze oder lange Runde spiele. Über einige Details wurde diskutiert, beispielsweise: Da Wanderwege den Golfplatz kreuzen, müsse darauf geachtet werden, dass Fußgänger „nicht abgeschossen werden“, so Bauer.
Um seinen Mitarbeitern – es sei ohnehin schwierig, Angestellte in der Gastronomie zu finden – günstigen Wohnraum anbieten zu können, bat der Golfplatzbetreiber, auf 350 Quadratmetern Betriebswohnungen in einem bestehenden Gebäude einbauen zu können. „Wir haben schon im Bauausschuss diskutiert, dass 250 Quadratmeter eigentlich reichen müssten“, sagt Bauer. Kopfzerbrechen bereitete den Räten vor allem die Tatsache, dass es sich um Wohnraum im Außenbereich handelt. „Dieser ist allerdings an den Betrieb gebunden“, so der Bürgermeister. Das heißt, dass vertraglich festgelegt wird, dass die Wohnungen tatsächlich nur an Angestellte vermietet werden. Mit sechs zu fünf Stimmen wurde dieser Antrag aber abgelehnt.
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Zustimmung gab es dafür, dass – sobald alle angebrachten Punkte eingearbeitet worden sind – Bürger und Behörden frühzeitig beteiligt werden sollen. Bauer erwartet „nun einiges an Stellungnahmen“, die voraussichtlich in der Novembersitzung besprochen werden können.
