In der Nähe des Gipfels

Dackel stürzt am Grasleitenstein ab: Tierischer Einsatz für die Bergwacht

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Einsatzkräfte der Bergwacht Lenggries waren am Freitag am Grasleitenstein im Einsatz, um einen abgestürzten Hund zu retten.
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Ein Herz für Tiere zeigte die Bergwacht Lenggries: Die ehrenamtlichen Retter befreiten einen Hund aus einer misslichen Lage: Er saß auf einem Felsvorsprung fest.

Lenggries – Einem in Not geratenen Dackel ist die Lenggrieser Bergwacht am Donnerstagnachmittag zu Hilfe geeilt. Wie Lina Feile, Sprecherin der Rettungsorganisation, mitteilt, war der Hund vom Gipfel des Grasleitensteins abgestürzt. Doch der Bergunfall endete für den Vierbeiner glimpflich.

Laut Bergwacht ging am Freitag gegen 13.15 Uhr in der Rettungswache eine Alarmierung ein. Nach Angaben des Hundehalters war der Dackel von einer Stelle wenige Meter neben dem Gipfelkreuz in die Tiefe gestürzt.

Hund wäre fast noch ein paar hundert Meter weiter abgestürzt 

Die Einsatzkräfte fuhren bis zur Lenggrieser Hütte und steigen weiter hinauf zum Grasleitenstein-Gipfel. Einer der Ehrenamtlichen seilte sich von dort aus in das Absturzgelände ab, wo der Hund unversehrt auf einem Felsvorsprung saß. Das Tier ließ sich auch bereitwillig auf den Arm nehmen und konnte so gerettet werden.

Die Situation war für das Tier allerdings durchaus kritisch: Hätte es sich nur ein paar Zentimeter vom Fleck bewegt, dann wäre es laut Bergwacht weitere mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt.

Hund und Herrchen sind nach Rettung am Grasleitenstein sichtlich erleichtert

So aber wurde der Retter, der den vierbeinigen Bergsteiger sicher im Arm hielt, von einem Kameraden per Flaschenzug wieder hinaufgezogen. Hund und Herrchen seien nach der gelungenen Rettungsaktion „sichtlich erleichtert“ gewesen, berichtet Lina Feile. Für die Bergwacht war der tierische Einsatz gegen 15 Uhr beendet.

Auch am Ostermontag hatte die Bergwacht einen Einsatz zu bewältigen und musste dabei auf einen Hubschrauber zurückgreifen.

Kurz zuvor hatte die Rettungsorganisation ihre Winterbilanz vorgelegt - die sich erwartungsgemäß stark von der schneereichen Wintersaison des Vorjahres unterschied.

Trotz schlechter Wetterprognosen hatten sich fünf Sportler am Kesselberg zum Canyoning aufgemacht. Sie waren schließlich bei Starkregen in der Klamm gefangen - der Einsatz wurde auch für die Rettungskräfte zum Risiko.

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