Blackout-Alarm auch in München? Politiker warnen vor Angriffen auf Stromnetz – „Ist nicht unverwundbar“
VonSascha Karowski
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Nach dem Brandanschlag in Berlin stellt sich die Frage der Sicherheit. Die CSU fordert Antworten zu Münchens Katastrophenschutz. Besonders Pflegeheime sind im Fokus.
München – Der Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz hat viele Fragen aufgeworfen – unter anderem danach, wie sicher unsere Versorgung ist. Auch die bayerische Landeshauptstadt soll sich entsprechend Gedanken machen, findet die CSU. In einer Mitteilung der Fraktion heißt es, München sei bekanntlich nicht unverwundbar: Im Jahr 2021 gab es in der bayerischen Landeshauptstadt einen großflächigen Stromausfall nach einem Brandanschlag auf Kabel in einer Baugrube. Die Stadträte wollen daher mittels drei Anfragen die Versorgungssicherheit in Pflegeheimen, den Schutz der Stromnetzinfrastruktur und die Katastrophenschutzpläne in den Fokus nehmen.
Was passiert bei einem großflächigen Stromausfall in München? CSU will bessere Informationen für die Bürger
Für den Fall eines großflächigen Stromausfalls oder anderer Katastrophenlagen gibt es in München sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme (KAT-Leuchttürme): zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung, die insbesondere beim Ausfall herkömmlicher Kommunikationsmittel wichtig werden. Während der Landkreis München seine KAT-Leuchttürme öffentlich dokumentiert habe, sei die Organisation für München unklar und der Bevölkerung nicht bekannt, schreibt die CSU. So könnten die KAT-Leuchttürme im Notfall keine Wirkung entfalten. Die Stadträte möchten neben der Frage nach den Standorten auch wissen, wie viele KAT-Leuchttürme in München tatsächlich einsatzbereit wären – in technischer und personeller Hinsicht.
Besonders vulnerabel seien bei Stromausfällen Pflegeheime, in denen beatmungs- und intensivmedizinisch betreute Menschen versorgt werden. Die CSU fragt nun an, wie viele Pflegeheime über eigene stationäre Notstromaggregate verfügen, wo man externe Aggregate anschließen könnte, wer diese Geräte im Notfall mit Treibstoff versorgt und ob es eine Übersicht von pflegebedürftigen Personen gibt, die in einem solchen Ernstfall gezielt zuerst versorgt werden müssten.
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Wie sicher ist die Infrastruktur in München? Was ist seit dem Anschlag 2021 passiert?
Drittens möchte die Fraktion erfahren, welche Maßnahmen vonseiten der Stadtwerke seit dem großen Stromausfall des Jahres 2021 ergriffen worden sind, um das Stromnetz besser zu schützen. „Der Anschlag in Berlin macht erneut deutlich, wie akut die Gefahr von Angriffen auf unsere Infrastruktur ist, insbesondere durch linksextremistische Gewalttäter“, sagt CSU-Stadtrat Fabian Ewald. Aber auch andere Katastrophenfälle und Schadenslagen seien denkbar. „Die Menschen in unserer Stadt müssen wirkungsvoll geschützt werden.“