Bürgermeisterkandidat in Otterfing

Killer will’s noch mal wissen

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Verbindung zum Landesverband: Die „neue“ FWG Otterfing stellt mit Josef Killer (vorne Mitte) einen Bürgermeisterkandidaten und beansprucht Listenplatz drei auf den Wahlzetteln.
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Kandidat Nummer drei steht fest: Josef Killer (64) will für die „neue“ FWG das Otterfinger Rathaus erobern und Bürgermeister werden. Seine Ziele: mehr Bürgernähe und eine effizientere Arbeit des Gemeinderats.

Otterfing – Noch keine zwei Monate ist der Verein Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) Otterfing alt, und schon stellt er einen Bürgermeisterkandidaten: 24 Jahre nach seinem Rückzug aus dem Gemeinderat will es Josef Killer bei der Kommunalwahl im März wissen und tritt gegen Michael Falkenhahn (SPD) und Robert Schüßlbauer (CSU) um das Amt des Rathauschefs und damit die Nachfolge von Jakob Eglseder (CSU) an.

Bei der Aufstellungsversammlung im Otterfinger Hof stellte Killer, der bis 1996 bereits 18 Jahre für die „alte“ FWG im Otterfinger Gemeinderat saß, die Bürgernähe in den Mittelpunkt. „Nicht über die Köpfe der Bürger hinweg, sondern mit den Bürgern gemeinsam“ lautet das Motto des 64-Jährigen. Bürgerbeteiligung sei ausdrücklich erwünscht. Erfahrung damit hat Killer reichlich, schließlich war er einer der Initiatoren des Bürgerentscheids, bei dem sich 2015 die Bürger für ein Sportzentrum am Nordring aussprachen.

Killer: Sportzentrum mit Beteiligung des TSV Otterfing

Das Sportzentrum ist einer der Punkte, die Killer als Bürgermeister voranbringen möchte. Die Weiterentwicklung der Sportstätten könne in einem Stufenmodell erfolgen, außerdem möchte er den Altbestand sanieren. „Mit Beteiligung des TSV“, wie der selbstständige Versicherungskaufmann betont. Mögliche Lösungen seien 2018 bei einem Vortrag des TSV Waging aufgezeigt worden.

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Darüber hinaus hat Killer die Nahversorgung im Ort im Blick. Seit Jahren werde über einen Vollsortimenter gesprochen, doch das Thema werde nur hinter verschlossenen Türen behandelt. Das will er ändern. Außerdem könne mit Einheimischenmodellen und zusammen mit gemeinnützigen Einrichtungen bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

Killer: „Otterfing hat großes Potenzial“

Im Gemeinderat möchte Killer als Bürgermeister eine entspannte Gesprächsatmosphäre schaffen. „Es gibt keine Politik nach Parteifraktionen, wir wünschen uns einen runden Tisch, an dem wir alle mitgestalten können“, sagt er. So möchte der 64-Jährige Entscheidungen schneller treffen und effizienter umsetzen können. „Wir haben großes Potenzial in Otterfing“, findet er. Dass er aufgrund seines Alters nur eine Amtszeit als Rathauschef agieren könnte, sieht Killer nicht als Hindernis: „Ich muss mir kein Denkmal bauen.“

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In knapp zwei Monaten ist die FWG Otterfing auf 28 Mitglieder angewachsen. Elf davon stehen im März auf der Liste für den Gemeinderat. Sie treibt an, dass Otterfing lebens- und liebenswert bleibt. Und: „In der Gemeinde geht seit Jahren nichts voran. Es braucht einen Neustart“, beschreibt Schriftführerin Elisabeth Krause (Platz drei) ihre Motivation.

Die Listenkandidaten

der FWG Otterfing in absteigender Reihenfolge: Josef Killer, Stefan Walter sen., Elisabeth Krause, Eva Nicole Stefan, Alexander Kienzle, Almut Rick, Andreas Schlosser, Johann Moser, Silvia Jackerl, Stefan Walter jun., Ursula Maier.

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