Ein voller Erfolg war die Gründungsversammlung für die neue Ortsgruppe des Bund Naturschutz im Loisachtal.
Benediktbeuern – Der überaus gute Zuspruch überraschte selbst Initiator Rudi Mühlhans. Gut 80 Mitglieder, Sympathisanten und interessierte Bürger kamen am Freitagabend zur Gründungsversammlung einer Ortsgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BN) ins Gasthaus Herzogstand.
„Es gab ja bereits einige BUND-Mitglieder in der Region. Die haben wir natürlich alle heute eingeladen“, sagte der Kochler Kreisvorsitzende Friedl Krönauer. So war neben der Gruppe um Mühlhans bereits ein Grundstock gelegt.
Bund Naturschutz: Kampfabstimmung um Vorsitz in der neuen Ortsgruppe
Dass aber das Interesse an organisierter Arbeit für Naturschutz, Umwelt und Klimaveränderung darüber hinaus ziemlich groß ist, zeigte schon alleine die Tatsache, dass noch während der Versammlung zwei neue Mitglieder hinzukamen. Darunter auch der Agrartechniker Florian Albrecht, der sich zudem gleich bereit erklärte, in der Vereinsführung mit arbeiten zu wollen. „Gut dass wir nun auch jemanden aus der Landwirtschaft mit dabei haben“, begrüßte die frisch gewählte Vorsitzende Christel Steinacher ihren neuen Beisitzer. Aktuell besteht die neue Ortsgruppe nun aus 112 Mitgliedern.
Bund Naturschutz will sich für Rückgang von Plastiktüten einsetzen
Zur Kampfabstimmung um den Vorsitz war es gekommen, nachdem sowohl Christel Steinacher, die seit zehn Jahren in Benediktbeuern wohnt, als auch die Bichler Sozialpädagogin Ingrid Busch-Merz dafür kandidierten. „Ich bin Überzeugungstäterin und tue etwas für die Umwelt, solange ich zurückdenken kann“, sagte Letztere.
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Ihre Konkurrentin, mittlerweile Rentnerin, war in der Vergangenheit bereits Vorsitzende der Frauen-Union im Kreis Fürstenfeldbruck. Sie betonte, dass „vor allem die Vermüllung der Natur mit Plastik sie ärgere.“
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Letztlich konnte sich Steinacher mit 14:11 Stimmen durchsetzen. Nachdem die Bichlerin einmütig zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden war, betonten beide unisono: „Wir wollen jetzt aber im Team gut zusammenarbeiten.“
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Im Anschluss an die Wahlen diskutierten die Anwesenden in kleinen Gruppen über umweltrelevante Themen in der Region, um so der Führungsmannschaft der neuen Ortsgruppe gleich erste Aufgaben mit auf den Weg zu geben. „Als erstes wollen wir Aktionen in Angriff nehmen, um beim Einkauf eine Reduzierung der Plastiktüten zu erreichen“, betonte Christel Steinacher. Dazu hätte es auch bereits Vorgespräche mit der örtlichen Edeka-Filiale und mit der Benediktbeurer Gesamtschule gegeben. „Letztere könnte Textilbeutel anfertigen, die dann leihweise den Kunden zur Verfügung gestellt würden.“
Ewald Scheitterer