VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Sieben Direktkandidaten buhlen bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach um die Erststimmen. Fritz Haugg tritt für die FDP an. Der 47-Jährige im Kandidatencheck.
Bad Tölz - Fritz - offiziell Friedrich - Haugg lebt in Planegg im Landkreis München. Der Diplom-Volkswirt ist ledig und arbeitet als Geschäftsführender Inhaber einer Marketing-Agentur.
Mitglied in der FDP ist Haugg seit 2006. Er ist stellvertretender Bundes- und stellvertretender Landesvorsitzender der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker; Mitglied des Landes- und Bezirksvorstandes der FDP; Fraktionssprecher im Gemeinderat Planegg. Zudem ist Haugg Behindertenbeauftragter der Gemeinde Planegg und Mitglied des Behinderten-Beirats des Landkreis München. 2013 kandidierte Haugg für den Landtag.
Wie die FDP ist der Planegger gegen den Mindestlohn. „Ein großes Problem ist die Dokumentationspflicht. Ich finde es nicht hinnehmbar, dass der Mindestlohn vom Zoll kontrolliert wird. Zum Teil gehen die mit vorgehaltenem Maschinengewehr zum Bäcker rein. Bei den Nachbarn heißt es: Der muss was ganz Schlimmes verbrochen haben. Der Bäcker ist gleich unter Terror-Verdacht. Solche Szenarien will man nicht“, sagte er im Live-Stream mit dem Tölzer Kurier.
Eine Große Koalition hält er „nicht für das Optimum“. Mit einer Ampel- oder Jamaika-Koalition könnte er leben. Haugg ist der Ansicht, dass Bürgerrechte von der Großen Koalition mit Füßen getreten werden. „Ein Beispiel: Facebook und Google werden zu einer Art Zensur-Behörde gemacht. Die Frage, was Meinungsfreiheit ist und was nicht, entscheidet nicht ein Richter, sondern ein Unternehmen.“
Er plädiert für die Freigabe der Ladenschlusszeiten, findet, dass viele Gemeinden an den hohen Mietpreise selbst schuld sind, weil Genehmigungen für Wohnbauvorhaben sehr restriktiv gehandhabt werden, hält Freihandelsabkommen für wichtig, wenn sie transparent sind und spricht sich gegen eine Obergrenze für Asylbewerber aus: „Barmherzigkeit kennt keine Obergrenze.“
Als Direktkandidaten im Walhkreis 223 Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach bewerben sich Alexander Radwan (CSU), Hannes Gräbner (SPD), Karl Bär (Grüne), Andreas Wagner (Linke), Fritz Haugg (FDP), Constantin Leopold Prinz von Anhalt-Dessau (AfD) und Maximilian Stocker (Bayernpartei).
