Mittelaltermarkt im Filmkulissendorf Flake

Darum blieb das Wikingerschiff am Walchensee am Ufer

+
Das Wikingerboot „Skidbladnir“ konnte nur vom Ufer aus bewundert werden.
  • schließen

Rund 3500 Besucher waren am Wochenende zum Wikingermarkt an den Walchensee gekommen. Sie bestaunten das Schiff - doch fahren konnten sie damit leider nicht.

Kochel am See – Bevor die Wikinger anno dazumal in See stachen, wurde das Boot genauestens inspiziert. Übertragen auf die heutige Zeit bedeutet das, dass der TÜV zur Personenbeförderung grünes Licht geben muss. Diese Genehmigung gibt es jedoch nicht. Genau das ist der Grund, weshalb das Wikingerboot „Skidbladnir“ am Wochenende nicht auf dem Walchensee unterwegs war (wir berichteten).

Die Gemeinde Kochel sei darüber informiert worden und habe nicht mit Fahrten über den See geworben, sagte Bürgermeister Thomas Holz am Montag im Gespräch mit dem Tölzer Kurier. „Das zehn Meter lange Ruderboot war trotzdem ein Highlight auf dem Markt“, sagt Holz. Viele Besucher hätten sich davor fotografieren lassen.

Lesen Sie auch: Am Kesselberg: Mercedes durchbricht Mauer und stoppt kurz vor dem Abgrund

„Skidbladnir“ ist in der nordischen Mythologie das Schiff des Gottes Freyr. Die Mittelalter-Gruppe, die das Schiff betreut, hatte ihr Lager beim Markt aufgeschlagen und beantwortete Fragen rund um Boot und Wikingerleben. Der Markt im Filmkulissendorf „Flake“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: Laut Holz kamen heuer 3500 Besucher an den Walchensee. Damit sei die Gemeinde recht zufrieden. Einige Gäste hätten sogar ihren Urlaub bewusst in diese Zeit mit dem Wikingermarkt gelegt.

Vielleicht, sagt Holz, könne man ja im kommenden Jahr ein seetaugliches Schiff auf dem Walchensee fahren lassen. Die Marktbesucher sahen „Skidbladnir“ allerdings tatsächlich über den Walchensee schippern: Es verfügt nämlich über einen Außenborder und konnte somit von Einsiedel nach „Flake“ und zurück gelangen. In Einsiedel stand das Transportfahrzeug am Ufer.  

Lesen Sie auch: Am Kesselberg: Frau (27) prallt mit Motorrad gegen Felswand

Kommentare