Schwimmen fällt ins Wasser

Es fehlt an Bademeistern: Stadtwerke München sperren das Müller‘sche Volksbad zu

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Das Müller`sche Volksbad war am Wochenende geschlossen.
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Weil es an Bademeistern und Kassenkräften fehlt, haben die Stadtwerke München (SWM) das Müller‘sche Volksbad übers Wochenende (27. bis 29. Juni) geschlossen.

München – Hier fiel das Baden erst mal ins Wasser: Die Stadtwerke München (SWM) haben das Müller‘sche Volksbad geschlossen. An diesem Wochenende (27. bis 29. Juni) blieben die Türen zu. Grund ist Personalmangel. So steht es auf der Internetseite des Hallenbades an der Rosenheimer Straße. Wann und ob die Einrichtung wieder öffnet: unklar. Die Pressestelle der SWM war am Wochenende nicht besetzt.

Hallenbäder der Stadtwerke München: Immer mal wieder müssen die Einrichtungen geschlossen werden

Dass Hallenbäder in München während der Sommersaison schließen müssen, kommt nicht zum ersten Mal vor. 2022 hatten die Stadtwerke zuletzt das Bad Giesing-Harlaching und das Müller‘sche Volksbad ebenfalls im Juni zugesperrt. Auch damals war der Grund Personalmangel, der auch dann entsteht, wenn Mitarbeiter wegen Krankheit ausfallen. Und in den Sommermonaten liegt der Fokus verständlicherweise auf dem Betrieb der Freibäder.

Im Juni 2022 hatten die SWM zwischenzeitlich die Öffnungszeiten angepasst und weiterhin verstärkt Saisonkräfte rekrutiert, um die Personallücke möglichst zeitnah zu schließen.

Personalmangel bei den Stadtwerken München: Auch im öffentlichen Nahverkehr kommt es zu Engpässen

Der Personalmangel bei den Stadtwerken betrifft nicht nur die Bäder, dort werden immer wieder Bademeister und Kassenkräfte gesucht. Auch im öffentlichen Nahverkehr fehlt es an Arbeitskräften, was bereits zur Reduzierung im Busangebot geführt hat. So wurden einige Linien bereits komplett eingestellt, wie etwa der Expressbus zum Tierpark. Bei anderen Linien hatte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Takte ausgedünnt.

Die Verkehrsbetriebe gehen zum Teil innovative Wege, um dem Personalmangel entgegenzutreten. So werden Rentner und Studierende verstärkt in den Fokus genommen, die Ausbildung in Teilzeit ist möglich, und es werden Fahrer im Ausland ausgebildet.

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