VonSascha Karowskischließen
Die Sanierung der Tramgleise über die Ludwigsbrücke ist abgeschlossen. Die Linien 17 und N17 fahren wieder. Die nächste Brücken-Baustelle folgt aber bald.
München – Die Ludwigsbrücke gilt beim Baureferat intern als das große Sorgenkind. Nun ändert sich das ein wenig – die Sanierung ist beinahe abgeschlossen. Und seit Freitag (9. Mai) – nach knapp viereinhalb Jahren– rollen die Tram 17 und die Nachttram N17 wieder zwischen Max-Weber-Platz und Isartor und bedienen die Haltestellen Deutsches Museum, Am Gasteig und Wiener Platz.
Ludwigsbrücke in München: Sanierung war ursprünglich für die Zeit zwischen 2020 und 2022 geplant
Die Sanierung der Ludwigsbücke war ursprünglich für den Zeitraum zwischen 2020 und 2022 angekündigt. Corona, der russische Angriffskrieg und damit verbunden die Verfügbarkeit von Baumaterial und Energie verzögerten die Arbeiten. Die Behelfsbrücken, auf die Fußgänger und Radfahrer während der Bauzeit ausweichen mussten, wurden erst Ende vorigen Jahres abgebaut.
„Ich freue mich, dass die Tramstrecke über die Ludwigsbrücken pünktlich zum Festwochenende des Deutschen Museums wieder in Betrieb genommen wird“, sagt Bürgermeister Dominik Krause (Grüne). „Trotz schwieriger Haushaltslage investieren wir massiv in den Ausbau des ÖPNV.“
Ludwigsbrücke in München: Verkehrsgesellschaft hat Gleise ausgetauscht und Haltestellen ausgebaut
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat während der Sanierung der Brücke die Gleise ausgetauscht und Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Die neuen Gleise wurden auf gut 200 Metern als Rasengleis umgesetzt. „Zusätzlich haben wir als Stadtwerke die Sperrung genutzt, um Versorgungsleitungen zu erneuern und die Fahrbahn im Auftrag der Landeshauptstadt saniert“, sagt MVG-Chef Ingo Wortmann. „Die Vielzahl der Maßnahmen, insbesondere aber die mit wenigen Ausnahmen dauerhafte Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs auf den Brücken haben die Baustelle sehr komplex gemacht.“
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Zusätzlich haben die Stadtwerke den Straßenbelag zwischen Thierschstraße und Innere Wiener Straße erneuert und dabei die Radwege verbreitert. Bis Mitte 2025 werden vom Baureferat noch Restarbeiten durchgeführt. Dann soll die Brücke auch wieder für Autos uneingeschränkt offen sein – auch wenn nach dem Umbau nur noch eine Spur pro Richtung zur Verfügung steht.
Nach Sanierung der Ludwigsbrücke: Hackerbrücke wird für fast drei Jahre gesperrt
Und dann wiederum stehen schon die nächsten Brücken-Projekte an. Die Hackerbrücke wird ab 2027 saniert. Die Arbeiten sollen bis nach dem Oktoberfest 2029 andauern. Grund ist Rost. Die Hackerbrücke ist eine der wenigen erhaltenen Bogenbrücken aus dem 19. Jahrhundert, die aus Schweißstahl bestehen. Die Stadt hatte wegen der Korrosionsschäden bereits die zulässigen Lasten auf 18 Tonnen reduziert. Eine Instandsetzung sei unumgänglich, heißt es.
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Ebenfalls geplant werden derzeit die Sanierung der Wittelsbacherbrücke, der Fußgängerbrücke Braganzastraße über die Landshuter Allee, der Straßenbrücke Mittlerer Ring über Landshuter Allee/ Georg-Brauchle-Ring sowie der Brudermühlbrücken – inklusive der Unterführung im Westen und der Brücke über den Großen Stadtgraben.
Größeres Projekt wird die Donnersbergerbrücke. Dort sind zunächst kleinere Sanierungsmaßnahmen angedacht. Die Experten der Verwaltung gehen aber davon aus, dass die Restlebensdauer begrenzt ist. Innerhalb der nächsten 20 Jahre muss die Donnersbergerbrücke dann komplett ersetzt werden.
