Teilweise nur 20-Minuten-Takte

Personalmangel bei Busfahrern: MVG reduziert das Angebot weiter – Diese Linien sind betroffen

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Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft stehen am Olympiastadion. Der MVG fehlen Fahrer, daher wird das Angebot weiter reduziert. 
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Der Busfahrplan wird weiter ausgedünnt. Grund ist nach wie vor der Personalmangel. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

München - Die Münchner Verkehrsgesellschaft ändert ab Mittwoch (4. Oktober) den Fahrplan für die Busse – und zwar nicht zwingend zum Besseren. Wegen des anhaltenden Personalmangels wird das Angebot weiter reduziert, die über mehrere Linien verteilt. Laut Verkehrsbetrieben geschieht das, um den Betrieb trotz der personellen Engpässe künftig stabiler organisieren zu können. Bei der Auswahl der Linien sei zudem darauf geachtet worden, wie viele Fahrgäste von den Reduzierungen jeweils betroffen sind und ob es Ausweichmöglichkeiten gibt.

Personalmangel bei der Münchner Verkehrsgesellschaft: Neue Einschränkungen auf acht Buslinien

Beginnen wir aber mit den guten Nachrichten: Zum 4. Oktober fahren die Linien 58/68, 145, 155 und 168 wieder regulär. Dafür bleiben die Linien X35, 55, 62 und 177 weiterhin ausgedünnt. Neu aufgenommen in die Mangelverwaltung werden die Linien X30, 52, 63, 100, 153, 161, 165 und 175.

Der X30 fährt wochentags alle sieben bis 13 Minuten, statt wie bisher alle sechs bis sieben Minuten. Am Samstag ist sogar ein 20-Minuten-Takt vorgesehen (statt alle zehn Minuten). Der Expressbus X35 fährt ab 4. Oktober ebenfalls alle 20 Minuten, statt alle sieben bis 13 Minuten. Ebenfalls alle 20 Minuten fährt der Bus 52 (statt alle 10 Minuten) von Montag bis Samstag.

Neuer Fahrplan für Busse in München: Diverse Verstärkerfahrten werden in den Hauptverkehrszeiten gestrichen

Zudem fährt der Bus 55 in den Hauptverkehrszeiten wochentags alle sechs bis sieben Minuten, vorher kam er alle fünf Minuten. Auch für den 62er Bus ändern sich die Intervalle. Von Montag bis Freitag (9 bis 15 Uhr) fährt die Linie nur alle zehn (statt sechs bis sieben Minuten).

Der Bus 63 fährt künftig alle zehn Minuten, die Verstärkerfahrten im Abschnitt Stäblistraße – Heimeranplatz entfallen. Der Bus 100 wird Montag bis Samstag von einem Zehn- auf einen 20-Minuten-Takt umgestellt.

Auch für den Bus 153 ändert sich der Takt auf zehn Minuten, zudem entfallen die Verstärkerfahrten im Abschnitt Odeonsplatz – Hochschule München (Lothstraße). Ähnliches gilt für den Bus 161, der fährt ab 4. Oktober alle 20 Minuten, die Verstärkerfahrten entfallen. Gleich ganz gestrichen wird die Linie 165 von Montag bis Samstag. Der Bus 175 fährt in der Hauptverkehrszeit abends alle 20 statt zehn Minuten. Und der Bus 177 fährt Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr alle 20 statt zehn Minuten.

Bus-Chef Veit Bodenschatz zum Personalmangel bei der MVG: „Müssen Wege finden, damit umzugehen“

„Wie viele andere Verkehrsunternehmen in ganz Deutschland kämpfen auch wir weiter mit Personalmangel und müssen Wege finden, damit umzugehen“, sagt MVG-Bus-Chef Veit Bodenschatz. Der Anspruch der Verkehrsbetriebe sei, möglichst wenige Ausfälle beim Bus dem Zufall zu überlassen und Zuverlässigkeit zu bieten. „Deswegen haben wir unsere Fahr- und Dienstpläne so optimiert, dass wir schneller als bisher und koordiniert auf die tatsächliche Personalverfügbarkeit reagieren können. Unsere Fahrgäste bitten wir um Verständnis für die Situation und die nötigen Änderungen.“

Wie berichtet, steuert die Verkehrsgesellschaft mit verschiedenen Maßnahmen gegen den Personalmangel an. So sollen Rentner und Studierende verstärkt in den Fokus genommen, die Ausbildung in Teilzeit vorbereitet sowie testweise bereits im Ausland ausgebildet werden.

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