Jubel brandet auf

Andrang bis zum Abbruch: München setzt deutliches Zeichen bei Demo gegen Rechts

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Die Demo gegen Rechts in München wurde wegen zu hohen Andrangs abgebrochen – laut Polizei hatten sich ca. 100.000 Menschen in der Innenstadt eingefunden.

Update vom 21. Januar, 17.35 Uhr: Der Demo-Tag in München neigt sich dem Ende. In unserer Fotostrecke lassen wir die Ereignisse vom Sonntag nochmal Revue passieren.

Demo gegen Rechts in München: 100.000 Menschen protestieren – Bilder zeigen die Massen

Am frühen Sonntagnachmittag fand in München die Großdemo gegen Rechts statt. Die Polizei spricht von ca. 100.000 Teilnehmern – die Veranstaltungsleitung von 250.000. Unter der Woche war man noch von 25.000 Teilnehmern ausgegangen. Aus Sicherheitsgründen musste die Demo vorzeitig beendet werden.
Am frühen Sonntagnachmittag fand in München die Großdemo gegen Rechts statt. Die Polizei spricht von ca. 100.000 Teilnehmern – die Veranstaltungsleitung von 250.000. Unter der Woche war man noch von 25.000 Teilnehmern ausgegangen. Aus Sicherheitsgründen musste die Demo vorzeitig beendet werden. © picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Kurz vor Beginn der Demo gegen Rechts in München platzt die Innenstadt aus allen Nähten. Die U-Bahnen sind völlig überfüllt, viele machen sich zu Fuß auf den Weg Richtung Odeonsplatz.
Schon kurz vor Beginn der Demo gegen Rechts in München platzte die Innenstadt aus allen Nähten. Die U-Bahnen waren völlig überfüllt, viele Teilnehmer machten sich zu Fuß auf den Weg Richtung Siegestor. © Asya Fröhlich / ck / Merkur-Collage
Zentraler Punkt der Demonstration war eine Bühne am Münchner Siegestor.
Zentraler Punkt der Demonstration war eine Bühne am Münchner Siegestor. Ursprünglich sollte die Demo als Protestzug stattfinden – doch da Leopold- und Ludwigstraße zwischen Münchner Freiheit und Odeonsplatz vollständig gefüllt waren, gab es weder vor noch zurück. © picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Zur Demo gegen Rechts in München erschien eine bunte Mischung von Teilnehmern.
Zur Demo gegen Rechts in München erschien eine bunte Mischung von Teilnehmern. © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich
Viele Teilnehmer der Demo gegen Rechts brachten ihre Meinung mit Schildern zum Ausdruck. Hier mit einem „Die Ärzte“-Zitat.
Viele Teilnehmer der Demo gegen Rechts brachten ihre Meinung mit Schildern zum Ausdruck. © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich
„Remigriert euch ins Knie“ hat dieser Demonstrant auf sein Schild geschrieben. Der Begriff „Remigration“ wird von der Neuen Rechten als Kampfbegriff verwendet, mit dem Ziel, massenhafte Abschiebungen – wenn nötig mit Gewalt – durchzusetzen.
„Remigriert euch ins Knie“ hat dieser Demonstrant auf sein Schild geschrieben. Der Begriff „Remigration“ wird von der Neuen Rechten als Kampfbegriff verwendet, mit dem Ziel, massenhafte Abschiebungen – wenn nötig mit Gewalt – durchzusetzen. © Peter Schlingensief
Vom Odeonsplatz bis zum Siegestor – die Ludwigstraße in München gehört am Sonntagnachmittag der Demo gegen Rechts.
Vom Odeonsplatz bis zum Siegestor – die Ludwigstraße in München gehört am Sonntagnachmittag der Demo gegen Rechts. © ck
Wegen zu vieler Menschen – die Veranstalterin sprach auf der Bühne von 250.000 – musste die Demo gegen Rechts in München aus Sicherheitsgründen beendet werden.
Wegen zu vieler Menschen – die Veranstalterin sprach auf der Bühne von 250.000 – musste die Demo bereits um kurz vor 15 Uhr aus Sicherheitsgründen beendet werden. © Sven Hoppe/dpa
Der Bereich vor dem Danubia-Haus wurde abgesperrt, seit sich Teilnehmer der Demo auf den Weg dorthin gemacht hatten. Die dort residierende Verbindung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.
Der Protestzug der Demo gegen Rechts sollte auch am Danubia-Haus in Schwabing vorbeiführen. Die dortige Burschenschaft wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Einige Teilnehmer der beendeten Demo hatten sich anschließend auf den Weg dorthin gemacht und protestierten lautstark gegen Rechtsextremismus. Der Bereich vor dem Danubia-Haus wurde von der Polizei abgesperrt. © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich
Vor dem Danubia-Haus hat die Polizei eine Straßensperre eingerichtet – vor dieser versammelten sich Demonstranten und skandierten „Nazis raus!“. Die dortige Burschenschaft wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.
Vor dem Danubia-Haus hat die Polizei eine Straßensperre eingerichtet – vor dieser versammelten sich Demonstranten und skandierten „Nazis raus!“. © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich
„Viel Feind, viel Ehr! Ehre, Freiheit, Vaterland“ steht auf einem Banner, das an der Front des Danubia-Hauses angebracht worden ist. Links im Bild sind die Demonstranten, die an der von der Polizei aufgestellten Absperrung stehen.
„Viel Feind, viel Ehr! Ehre, Freiheit, Vaterland“ steht auf einem Banner, das an der Front des Danubia-Hauses angebracht worden ist. Links im Bild sind die Demonstranten, die an der von der Polizei aufgestellten Absperrung stehen.  © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich
Menschen, so weit das Auge reicht: Die Demo gegen Rechts in München war ein voller Erfolg. Die bayerische Landeshauptstadt setzte ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus.
Menschen, so weit das Auge reicht: Die Demo gegen Rechts in München war für Veranstalter und Teilnehmer ein voller Erfolg. Die bayerische Landeshauptstadt setzte ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus. © picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Update vom 21. Januar, 16.45 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich bei den Menschen, die am Wochenende in Bayern gegen „Rechtsradikalismus“ auf die Straße gegangen sind, bedankt.

Update vom 21. Januar, 16.05 Uhr: Entlang der geplanten Route des Protestmarsches lag auch das Danubia-Haus in der Potsdamer Straße in Schwabing. Die dort residierende Aktivitas wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Ihre Meinung zur Demo gegen Rechts machen die Bewohner auch mit einem Plakat an der Front der millionenschweren Villa deutlich – die Demo-Teilnehmer werden dort als „Feinde“ bezeichnet.

Zahlreiche Protestierende haben sich nun nach Abbruch der Demo im Straßenzug vor dem Haus versammelt, der Bereich direkt vor der Villa wurde von der Polizei abgesperrt. Die Stimmung vor Ort ist ruhig, berichtet unser Reporter.

Der Bereich vor dem Danubia-Haus wurde abgesperrt, seit sich Teilnehmer der Demo auf den Weg dorthin gemacht hatten. Die dort residierende Verbindung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

Update vom 21. Januar, 16 Uhr: Die Polizei hat die geschätzte Zahl der Demo-Teilnehmer in München nach oben korrigiert. Auf X war nun die Rede von 100.000 Menschen, sie sich in der Spitze an dem geplanten Protestzug beteiligten.

Update vom 21. Januar, 15.45 Uhr: Während sich der Großteil der Demo langsam auflöst, zieht ein spontan angemeldeter Protestzug aktuell weiter. Viele laufen im Rahmen dessen friedlich die ursprünglich geplante Route entlang.

Update vom 21. Januar, 15.26 Uhr: Es geht weiterhin kaum voran in der Ludwigstraße, die Demo löst sich nur sehr langsam auf. Die Teilnehmer, unserem Reporter zufolge eine bunte Mischung aus Jung und Alt, bleiben aber ruhig, die Stimmung ist gelassen.

Wie viele Menschen letztlich an der Demo teilgenommen hatten, beziehungsweise es zumindest versucht hatten, ist weiter unklar. Die Polizei spricht von mindestens 80.000 Menschen, die Veranstaltungsleitung von 250.000 Menschen.

Wegen zu vieler Menschen – die Veranstalterin sprach auf der Bühne von 250.000 – musste die Demo gegen Rechts in München aus Sicherheitsgründen beendet werden.

Update vom 21. Januar, 15.22 Uhr: Die Polizei ruft auf X (vormals Twitter) die Menschen dazu auf, aus Sicherheitsgründen nicht mehr zum Siegestor zu kommen. Demnach halten sich dort noch sehr viele Teilnehmer der Großdemo gegen Rechts auf.

Update vom 21. Januar, 15.14 Uhr: Der Abstrom der Demonstrationsteilnehmer gestaltet sich als schwierig, berichtet unser Reporter vor Ort. Auf der gesamten Länge von Münchner Freiheit bis Odeonsplatz geht es kaum vorwärts. Über die Dauer der Veranstaltung hinweg und auch jetzt noch berichten viele Teilnehmer von Netz-Problemen – hier scheint es eine Überlastung zu geben.

Update vom 21. Januar, 14.58 Uhr: Die Großdemo gegen Rechts in München wurde abgebrochen. Auf der Bühne verkündete die Veranstalterin, dass 250.000 Menschen dem Aufruf der verschiedenen Organisationen gefolgt seien und der Protestzug nun abgebrochen werden musste. Als die Veranstalterin die Teilnehmerzahl bekannt gab, brandete Jubel unter den Demoteilnehmern auf. Von offizieller Seite ist die Rede von mindestens 80.000 Menschen, die sich dem Protestzug hatten anschließen wollen. Deren Sicherheit sei nicht mehr zu gewährleisten gewesen, heißt es.

Demo in München abgebrochen – zu viele Teilnehmer

Ursprünglich war die Demo als Laufdemo geplant gewesen – da jedoch so viele Menschen die Straße zwischen Münchner Freiheit und Odeonsplatz gefüllt hätten, war ein Vorankommen nicht mehr möglich.

Update vom 21. Januar, 14.51 Uhr: Verschiedenen Berichten zufolge steht die Demo in München kurz vorm Abbruch – zu viele Menschen hätten sich dem Protestzug angeschlossen. Es werden derzeit Gespräche mit dem Veranstalter geführt. Demnach seien mindestens 80.000 Menschen zur Großdemo gegen Rechts gekommen.

Update vom 21. Januar, 14.50 Uhr: Die Demo hat noch größere Ausmaße, als die sowieso schon nach oben korrigierte Einschätzung der Polizei. Von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz sei alles voller Menschen, berichtet einer unserer Reporter von vor Ort.

Vom Odeonsplatz bis zum Siegestor – die Ludwigstraße in München gehört am Sonntagnachmittag der Demo gegen Rechts.

Update vom 21. Januar, 14.45 Uhr: Die Ludwigstraße ist dicht – und die Polizei sperrt unseren Reportern vor Ort zufolge auch schon Zugangsstraßen. So ist zum Beispiel die Veterinärstraße zu, in der parallel zur Ludwigstraße verlaufenden Kaulbachstraße laufen hunderte Menschen hin und her und schauen, wie sie noch zur Demo kommen.

Großdemo gegen Rechts startet in München – mit Zehntausenden Teilnehmern

Update vom 21. Januar, 14.15 Uhr: Die Demo hat begonnen. Wie schon in den anderen Städten zuvor wurde, natürlich auf die Landeshauptstadt gedreht, laut „Ganz München hasst die AfD“ skandiert. Mit zahlreichen Plakaten bringen die Protestierenden ihre Meinung zum Ausdruck und wandten sich gegen rechtsextremes Gedankengut: „Remigriert euch ins Knie“, „Lasst uns aus der Geschichte lernen, statt sie zu wiederholen“, „Keine Toleranz für Intoleranz“, „AfD - Ein Albtraum für Deutschland“ und „Braune Flaschen gehören in den Altglascontainer nicht in den Bundestag“ war dort unter anderem zu lesen.

Update vom 21. Januar, 13.52 Uhr: Gleich beginnt die Demo am Siegestor in München. Wie viele Menschen teilnehmen werden, ist aktuell noch schwer zu sagen. Doch unsere Reporter vor Ort berichten von völlig überfüllten U-Bahnen und vielen Menschen, die sich nun zu Fuß auf den Weg machen, um zur Demo zu stoßen.

Kurz vor Beginn der Demo gegen Rechts in München platzt die Innenstadt aus allen Nähten. Die U-Bahnen sind völlig überfüllt, viele machen sich zu Fuß auf den Weg Richtung Siegestor.

Großdemo gegen Rechts in München: Stimmen aus der lokalen Politik

Zur Veranstaltung äußerte sich auch noch Christian Köning, Fraktions- und Parteivorsitzender Münchner SPD:

„Wir erleben in diesen Tagen, wie Rechtsextremisten die Demokratie angreifen – und dabei auch viel Unterstützung erhalten. Wir alle haben Freunde, Nachbarn, Partner, Bekannte mit Migrationsgeschichte, die von den teuflischen Umsiedlungsplänen betroffen wären. Die Münchner SPD wird dieses Jahr 155 Jahre alt und steht heute wie an jedem Tag ihrer Geschichte für Demokratie, Gerechtigkeit, Respekt und Zusammenhalt ein - und gegen Umtriebe der Nazis.“

Christian Köning

Update vom 21. Januar, 13.30 Uhr: In einer halben Stunde beginnt die Großdemo. Vorab äußerte sich Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, gegenüber unserer Redaktion: „Die Bilder der letzten Tage aus den vielen großen und kleine Städten mit den Zehntausenden Menschen, die für die Demokratie auf die Straße gehen, machen mir Mut. Heute ist München dran und ich bin mir sicher, auch hier werden wir ein deutliches Zeichen setzen: Nein zu Hass und Hetze, Ja zu Demokratie und Vielfalt.“

In vielen deutschen Städten sind bereits Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die AfD und Rechtsextremismus zu demonstrieren. Am Sonntag findet nun auch in München eine Großkundgebung statt. Welche Bilder wird die bayerische Landeshauptstadt liefern?

Update vom 21. Januar, 12 Uhr: Noch zwei Stunden bis zur großen Demo gegen Rechts in München. Los geht‘s um 14 Uhr am Siegestor mit der Auftaktkundgebung. Wer bei der Demo noch ein inhaltliches und optisches Statement setzen will, kann sich die Print-Ausgabe der tz kaufen. Dort ist ein ganzseitiges Plakat enthalten: „Rote Karte gegen Rechts“. Die tz gibt‘s heute aktuell an den Zeitungskästen in der Stadt.

Die tz-Seite „Rote Karte gegen Rechts“

Wohl mehr Menschen als erwartet bei Münchner Demo gegen Rechts

Update vom 21. Januar, 10.54 Uhr: Die Beteiligung an den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus übertrifft deutschlandweit die Erwartungen - auch in München stellen sich die Einsatzkräfte auf mehr Menschen ein als zunächst gedacht. „25 000 plus X“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagvormittag. Mitte der Woche hatte die Stadt noch mit 10.000 bis 20.000 Menschen bei der Demo gerechnet, die am Sonntagnachmittag stattfindet. Das Motto lautet „Gemeinsam gegen rechts“. Noch am Samstag war die Polizei von bis zu 25.000 Teilnehmern ausgegangen.

„Allerhöchste Zeit, dass wir als Gesellschaft gemeinsam für unsere Demokratie und Vielfalt einstehen!“, teilten die Organisatoren mit. „Wir alle müssen jetzt aufstehen gegen Rechtsextremismus, wir müssen uns gemeinsam gegen die anhaltenden Entwicklungen stemmen, die nicht erst seit dem von Corretiv aufgedeckten Geheimtreffen die reale Gefahr für unsere Demokratie sind.“

Die Proteste sind unter anderem beflügelt durch die Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von Rechtsextremisten am 25. November 2023, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen hatten. Seitdem gibt es bundesweit zahlreiche Demos, auch im Freistaat. Allein in Nürnberg waren am Samstag rund 15.000 Menschen auf die Straße gegangen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer warben mit selbst gestalteten Plakaten für ein Miteinander in Deutschland. Sprechchöre riefen: „Ganz Nürnberg hasst die AfD!“ Für Sonntag waren in Bayern neben München auch Veranstaltungen in Regensburg und Bad Tölz geplant, bundesweit sollte es weitere Demonstrationen etwa in Berlin, Köln, Leipzig und Cottbus geben.

München bereitet sich auf große Demo gegen Rechts vor

Update vom 21. Januar, 9.05 Uhr: Bereits jetzt sind rund um die Leopold- und Ludwigstraße schon eine Reihe von Straßen gesperrt, wie ein Foto von vor Ort zeigt. Man sieht, dass viele Leute erwartet werden.

Rund um Leopold- und Ludwigstraße sind schon eine Reihe von Straßen gesperrt.

Zehntausende erwartet: Großdemo gegen Rechts in München – Route nicht zufällig geplant

Erstmeldung vom 21. Januar, 8 Uhr: München – München setzt ein Zeichen: Am Sonntag (21. Januar) ist eine große Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Für Demokratie und Vielfalt“ geplant. Ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft hat dazu aufgerufen – gerechnet wird mit bis zu 30.000 Teilnehmern. Los geht es um 14 Uhr am Siegestor mit einer halbstündigen Auftaktkundgebung.

Demo gegen Rechts in München: Start und Ziel ist das Siegestor

Anschließend führt die Route vom Siegestor entlang der Leopoldstraße über die Münchner Freiheit zur Ungererstraße, dann weiter zur Potsdamer Straße und wieder über die Leopoldstraße zurück zum Siegestor. Dort wird die Abschlusskundgebung stattfinden. Auch musikalisch gibt es Unterstützung: Es treten die Rapperin Ebow und die Berliner Band Kafvka auf.

Die Route ist nicht zufällig geplant: An der Potsdamer Straße sitzt die rechte Burschenschaft Danubia, an der die Demonstranten vorbeiziehen werden. Die Burschenschaft wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Gruppierung beobachtet.

Hintergrund der Demonstration gegen Rechts ist eine Veröffentlichung des Recherchenetzwerks Correctiv vom 10. Januar: In diesem wurde von einem Treffen hochrangiger AfD-Politiker, Unternehmer und Neonazis berichtet, die die Vertreibung von Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland planten.

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In ganz Deutschland finden Demonstrationen gegen Rechts statt

Nicht nur in München, sondern in ganz Deutschland werden aufgrund der Veröffentlichung von Correctiv Demos und Kundgebungen für Demokratie und Vielfalt veranstaltet. Unter anderem in Nürnberg, Erlangen, Regensburg, Bayreuth, Würzburg, Hamburg, Dortmund, Halle oder Erfurt setzen die Menschen ein Zeichen gegen Rechts.

Rubriklistenbild: © Peter Schlingensief / Asya Fröhlich

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