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Benedikt Strobach
Lukas Schierlinger
Tanja Kipke
Verdi hat zum bundesweiten Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. In München fährt am Montag nur sehr wenig. Alles Infos gibt‘s im News-Ticker.
Update 2. Februar, 13.44 Uhr: Die MVG hat ihre Angaben erneut angepasst. Bei den U-Bahn-Linien gibt es nun Klarheit für den restlichen Tag. Und beim Betrieb der Tram 20 gibt es eine weitere Änderung.
Wie die Verkehrsgesellschaft nun erklärt, bleiben sämtliche U-Bahn-Linien auch den restlichen Tag eingestellt – „aus Sicherheitsgründen“, wie es offiziell heißt. Die Tram 20 fährt hingegen länger, nach aktuellem Stand bis circa 20 Uhr, teilt die MVG mit. Einige der Straßenbahnen waren am Montagmorgen auch auf anderen Linienwegen unterwegs gewesen – aber ohne Fahrgäste. Das hatte einen wichtigen Grund: Die Fahrzeuge waren laut MVG im Einsatz, um die Fahrleitungen eisfrei zu fahren. Bei Bedarf würden auch am Abend wieder Züge für entsprechende Leerfahrten eingesetzt.
Die Busse verkehren weiterhin unregelmäßig. Auf einigen Linien können die Busse derzeit alle 20 bis 30 Minuten fahren, auf anderen Linien kommen die Fahrzeuge in größeren Abständen (siehe Update von 13.02 Uhr).
Update 2. Februar, 13.02 Uhr: Zeit für eine Zwischenbilanz – was fährt am Streiktag in München?
Alle U-Bahn-Linien sind weiterhin außer Betrieb. Daran wird sich in den nächsten Stunden erst einmal nichts ändern. Auch der Tramverkehr steht still. Lediglich die Linie 20 (zwischen Stachus und dem Moosacher Bahnhof) fährt im Zehn-Minuten-Takt. „Der Betrieb ist bis etwa 19 Uhr sichergestellt“, vermeldet die MVG hierzu.
Die Münchner Stadtbusse verkehren, wenn auch nicht im üblichen Takt. „Bitte rechnen Sie mit längeren Wartezeiten und einer hohen Auslastung in den Fahrzeugen.“, heißt es vonseiten der MVG.
- Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182
- Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199
Update 2. Februar, 10.24 Uhr: Nach dem ersten Warnstreik am Montag müssen Fahrgäste in Bayern sich auf weiteren Stillstand bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen einstellen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit den Verkehrsunternehmen am 13. Februar sei „mit weiteren Warnstreiks zu rechnen“, sagte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter, Sinan Öztürk. „Wann und wie lange geben wir mit angemessener Vorlaufzeit bekannt.“
Update 2. Februar, 8.53 Uhr: „Aufgrund der Verkehrslage kommt es zu größeren Unregelmäßigkeiten“, informiert die MVG. „Unsere Busse stehen im Stau.“ Auf allen Münchner Buslinien sind derzeit Fahrzeuge im Einsatz, sie verkehren wie folgt:
- Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182
- Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199
Update 2. Februar, 7.54 Uhr: Erwartungsgemäß haben am Morgen zahlreiche Münchner das Auto als Fortbewegungsmittel gewählt. Auf vielen Straßen in der Landeshauptstadt staut es sich, wie ein Blick auf die Verkehrslage des Anbieters Google Maps zeigt.
Update 2. Februar, 7.29 Uhr: Michael Baumann nimmt am Verdi-Warnstreik teil. Der Münchner Tram-Fahrer kämpft für bessere Arbeitsbedingungen – und auch für die Fahrgäste, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Update 2. Februar, 6.56 Uhr: „Die Tram-Linie 20 (Karlsplatz/Stachus - Moosach Bf.) fährt alle zehn Minuten“, informiert die MVG nun. Bis etwa 13 Uhr sei der Betrieb sichergestellt.
Update 2. Februar, 6.54 Uhr: „Seit 3.30 Uhr sind die Kollegen im Warnstreik“, sagte ein Verdi-Sprecher in München am Morgen. „Die Stimmung ist sehr gut, Aufbruchstimmung.“
Update 2. Februar, 6.20 Uhr: Vor wenigen Minuten hat die MVG einen Überblick über die bereits einsetzenden Konsequenzen für Münchner Fahrgäste gegeben. U-Bahn und Tram werden seit Betriebsbeginn heute morgen komplett bestreikt. „Wir empfehlen, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice zu nutzen“, heißt es auf der MVG-Homepage. Wichtig: S-Bahn und Regionalbusse sind vom Ausstand nicht betroffen.
Auf den städtischen Buslinien seien auf allen Linien Fahrzeuge im Einsatz, hieß es gegen 6 Uhr. Ganz konkret:
- Auf diesen Linien fahren die Busse voraussichtlich alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182
- Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199
„Es kann je nach Personalverfügbarkeit und Verkehrslage auch zu größeren Unregelmäßigkeiten kommen als angegeben. Bitte rechnen Sie damit, dass es in den Bussen sehr voll wird“, schreibt die MVG ergänzend.
München – Pendler und Fahrgäste in der bayerischen Landeshauptstadt müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Am Montag, 3. Februar 2026, ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem ganztägigen Warnstreik auf, der den gesamten kommunalen Nahverkehr betrifft. Betroffen sind sämtliche Linien der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG – von der U-Bahn über die Tram bis hin zu allen Buslinien bis einschließlich Linie 199. „Welche Verbindungen tatsächlich ausfallen, hängt von der Beteiligung der Beschäftigten ab“, heißt es von der MVG.
- Aus Sicherheitsgründen wird die U-Bahn voraussichtlich komplett stillstehen. Ein Betrieb einzelner Linien ist nur möglich, wenn ausreichend Mitarbeiter in der Leitstelle arbeiten und genügend Fahrer zur Verfügung stehen, um wenigstens eine Linie bedienen zu können.
- Bei der Tram hängt der Betrieb stark von der Personalsituation ab. Sollten Fahrzeuge besetzt werden können, sollen diese vorrangig auf der meistgenutzten Linie 20 in der Dachauer Straße zum Einsatz kommen.
- Der Busverkehr könnte in reduziertem Umfang weiterlaufen, da private Verkehrsunternehmen, die im Auftrag der MVG unterwegs sind, vom Streik ausgenommen bleiben. Dennoch ist mit unregelmäßigen Fahrten und einem Teilbetrieb zu rechnen.
- S-Bahn und Regionalbusse sind vom Ausstand nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden.
- Es ist voraussichtlich erst am Dienstag, 3. Februar wieder mit einem geregelten Betrieb zu rechnen.
Die MVG rät Fahrgästen, am Streiktag auf alternative Fortbewegungsmittel umzusteigen, gemeinsam zu fahren oder – falls machbar – von zu Hause zu arbeiten.
Tarifverhandlungen
Nach dem Scheitern der ersten Tarifrunde Mitte Januar haben die Gewerkschaften bundesweite Warnstreiks angekündigt, davon ist auch der Standort München in verschiedenen Branchen betroffen. Die nächsten Verhandlungen für den öffentlichen Dienst finden am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam statt. Bis dahin ist mit weiteren Warnstreiks in einzelnen Branchen zu rechnen. Die Tarifverhandlungen für den ÖPNV in Bayern werden am 13. Februar fortgesetzt.
Verdi rechnet mit einer sehr hohen Streikbeteiligung in München. „Ich gehe davon aus, dass im Fahrdienst kaum jemand arbeitet.“, verriet Haris Softić, der die Verdi-Aktionen in München plant, unserer Redaktion. Verdi fordert für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr monatlich 668,75 Euro mehr Lohn. Zudem soll die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5-Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich reduziert werden. Hinzu kommen ein höherer Sonntagszuschlag und eine tarifliche Regelung für eine Mindestruhezeit von elf Stunden. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern nennt die Forderungen „realitätsfern“. Er schlägt eine Gehaltserhöhung um mindestens fünf Prozent in zwei Schritten vor. (Quellen: Verdi, MVG)
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